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Auch die ableitenden Harnwege unterliegen der Kontrolle der Östrogenwirkung. Deshalb hat die nachlassende Östrogenproduktion Auswirkungen auf die Schleimhäute der Blase und Harnröhre. Diese können sich ebenso wie die der Scheide mit anhaltendem Östrogenmangel in den Wechseljahren zurückbilden.

Eine Folge des niedrigen Östrogenspiegels sind gravierende Veränderungen der Scheidenflora, so dass nicht mehr ausreichend Milchsäure zur Regulierung des pH-Wertes produziert werden kann. Scheiden-untypische Keime können eindringen und sich vermehren. Von dort aus können diese auch in die Blase aufsteigen und Infektionen dieser sowie der Harnröhre verursachen.

Hinzu kommt, dass durch die abnehmende Flexibilität des Blasengewebes, besonders bei Frauen mit schwacher Beckenbodenmuskulatur, ein unfreiwilliger Abgang von Urin auftreten kann (Inkontinenz). Wenn ein unfreiwilliger Harnabgang nur bei Niesen oder Husten eintritt, wird dies als Stress- oder Belastungsinkontinenz bezeichnet und kann lokal behandelt werden.

Rund 64,7 % der Frauen entwickeln ein Jahr nach Eintreten der Wechseljahre und rund 84,2 % 6 Jahre danach ein sogenanntes urogenitales Menopausensyndrom (englisch: genitourinary syndrome of menopause = GSM).1 Der Begriff GSM beschreibt die durch die geringen Östrogenkonzentrationen verursachten Beschwerden im Bereich der Harn- und Geschlechtsorgane. Scheuen Sie nicht, sich bei auftretenden Beschwerden an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt zu wenden.

1 Palma, F., et al. (2016). Vaginal atrophy of women in postmenopause. Results from a multicentric observational study: The AGATA study. Maturitas. 83:40–4.

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