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Hitzewallungen

und Herzklopfen

in den Wechseljahren

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Die am häufigsten auftretenden Beschwerden in den Wechseljahren sind Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Herzklopfen. Diese werden unter der Gruppe der vasomotorischen Symptome zusammengefasst, welche mit einer Verengung oder Erweiterung der Blutgefäße einhergehen.

Hitzewallungen erleben rund 75 % aller Frauen in den Wechseljahren. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten ist zu Beginn der Postmenopause (Zeit nach der letzten Regelblutung) am höchsten.1 Aufgrund des Abfalls der Östrogenproduktion wird die Regulation der Körpertemperatur durch einen Abschnitt des Gehirns, den Hypothalamus, wesentlich beeinträchtigt. Wie genau der Mechanismus verläuft, ist allerdings trotz umfangreicher Forschung noch nicht ganz entschlüsselt.

Folgende Situationen und Lebensmittel können durch Östrogenmangel verursachte Hitzewallungen auslösen oder sie verstärken und sollten daher – wo möglich – gemieden werden:

  • Aufregende Situationen oder Stress
  • Psychisch belastende Lebensumstände
  • Rasche Temperaturveränderungen
  • Warme Getränke, z. B. Kaffee
  • Alkoholkonsum
  • Scharf gewürztes Essen
  • Rauchen
  • Übergewicht (Adipositas)

Meistens breitet sich bei einer Hitzewallung ein plötzliches, starkes Wärmegefühl von Brust und Hals über das Gesicht aus. Dies ist oft gefolgt von einem Schweißausbruch, der so stark sein kann, dass ein Wechsel der Kleidung erforderlich ist. Die Wallungen können von wenigen Sekunden bis hin zu 60 Minuten andauern. Im Durchschnitt haben sie eine Dauer von 3–4 Minuten.2 Sie treten in unterschiedlichen Zeitabständen auf, von wenigen Hitzewallungen pro Woche bis zu 10 oder 12 pro Tag. Eine Hitzewallung kann von Schwindel und Herzklopfen begleitet sein und endet zum Teil mit einem Frösteln.

Bei der Hälfte der betroffenen Frauen dauern die Beschwerden über mehr als 7 Jahre an.3 Je früher die Hitzewallungen im Verlauf der Wechseljahre begonnen haben, desto länger scheinen sie anzuhalten. Eine Besserung dieser Beschwerden erfolgt meist im Verlauf der Zeit von alleine.

1 Harlow, S.D., et al. (2012). STRAW + 10 Collaborative Group. Executive summary of the Stages of Reproductive Aging Workshop + 10: addressing the unfinished agenda of staging reproductive aging. J Clin Endocrinol Metab. 97:1159–68.

2 Sturdee, D.W., et al. (2017). The menopausal hot flush: a review. Climacteric. 20(4):296–305.

3 Avis, N.E., et al. (2015). Duration of menopausal vasomotor symptoms over the menopause transition. Jamo Intern Med. 175:531–9.

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