Langzeitfolgen

des Hormonmangels

Osteoporose (Knochenschwund)

Der Begriff Osteoporose kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt „löchriger Knochen“. Genau so kann man sich die Folgen des Östrogenmangels auf den Knochenbau vorstellen. Unter dem Hormonmangel kommt es zu einer verstärkten Abnahme der Knochendichte und einem Verlust von Knochensubstanz, da Östrogen normaler Weise den Knochen schützt. Dadurch wird der Knochen instabiler und bricht leichter. Das Risiko für eine Osteoporose ist demnach in den Wechseljahren erhöht. Rund 25 % der 50- bis 64-jährigen Frauen und >50 % der über 65-jährigen Frauen in Deutschland sind betroffen.1

Eine Osteoporose bleibt zunächst oft unbemerkt, da anfangs meist noch keine Beschwerden vorliegen. Sichtbare Anzeichen sind beispielsweise eine abnehmende Körpergröße und eine zunehmend gebückte Haltung. Oft wird erst aufgrund eines Knochenbruchs bei unbedeutenden Verletzungen oder ganz ohne äußere Einwirkung (Spontanfraktur), die Diagnose Osteoporose gestellt. Der Rückgang der Knochenmasse beginnt bei Frauen bereits ab dem 40. Lebensjahr mit etwa 1 % jährlich. In der Postmenopause können bis zu 4 % erreicht werden.

Entwicklung der Knochenmasse.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen/Metabolisches Syndrom

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Vor dem 50. Lebensjahr sind Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Frauen jedoch sehr selten. Mit zunehmendem Alter und dem Einsetzen der Wechseljahre steigt das Risiko allerdings. Dies hängt womöglich mit dem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines sogenannten metabolischen Syndroms zusammen. Diese Erkrankung kann durch den anhaltenden Östrogenmangel begünstigt werden und wird durch verschiedene Parameter bedingt.

Dazu zählen ein erhöhtes Gewicht und/oder eine Zunahme des Bauchumfangs, ein erhöhter Blutdruck sowie ein Anstieg der Blutzucker- und Blutfett-Werte. Außerdem schützen Östrogene die Blutgefäße vor Ablagerungen, die zu Gefäßverkalkungen, der sogenannten Arteriosklerose, führen können. Arteriosklerose wiederum kann Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Durchblutungsstörungen zur Folge haben.

1 Ziller, V., et al. (2008). HRT – quo vadis? Leitliniengerechte Diagnostik und Therapie der postmenopausalen Osteoporose. Frauenarzt. 49:424–36.

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