Die Wechseljahre werfen viele Fragen auf und das wissen wir. Damit du diese neue Lebensphase sorglos meistern kannst, stellen wir dir unseren Expertenrat zur Seite.

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Prof. Dr. med. Heinz Bohnet

Prof. Bohnet ist Spezialist für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. 1972 schloss er seine Promotion ab und wurde 1979 für das Fach Frauenheilkunde und Geburtshilfe habilitiert. Von 1981 bis 2008 praktizierte er in der eigenen Praxis für Endokrinologie und Reproduktionsmedizin in Hamburg. Prof. Bohnet ist aktuell als unabhängiger Konsiliarius und Gutachter für Endokrinologie tätig.

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Dr. med. Nina Wiese

Frau Dr. Wiese ist seit 2015 sowohl im klinischen als auch niedergelassenen Bereich der Frauenheilkunde tätig. Sie promovierte 2019 und ist seit 2020 Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Zudem schloss sie 2023 einen Masterstudiengang im Bereich Gesundheitsmanagement ab. Frau Dr. Wiese beschäftigt sich in der frauenärztlichen Praxis schwerpunktmäßig mit endokrinologischen Fragestellungen.

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Der Expertenrat dient als unverbindliches Informationsangebot. Der Service ersetzt keine fachärztliche Betreuung. Für eine gezielte Beratung zur Linderung von Beschwerden, bitten wir dich, deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt vor Ort zu konsultieren. Solltest du dich derzeit noch nicht in einer gynäkologischen Betreuung befinden, könnten diese Online-Services hilfreich sein.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, seit Kurzem nehme ich Estradiol-Pflaster 50 mg und 100 mg Progesteron oral abends. Bereits am Tag 3 begann eine leichte Blutung, am 6. Tag ist es eine starke Blutung. Vorher hatte ich mehrere Monate keine Blutung mehr. Die Abstände sind im letzten Jahr immer länger geworden. Da die Einnahme erst so kurz ist, macht es doch keinen Sinn aufzuhören? Ich hatte mäßig bis starke Wechseljahresbeschwerden und auf eine Blutung möchte ich eigentlich verzichten.

Vermutlich befinden Sie sich in der Perimenopause. Zu Beginn einer Hormontherapie kann es manchmal vorkommen, dass sich die zuvor in der Gebärmutter vorhandene Schleimhaut abstößt. Sie können die Therapie zunächst fortsetzen, sollten sicherheitshalber aber eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter durchführen lassen. Sollte es wiederholt zu Blutungen kommen, wäre eine Erhöhung der Progesterondosis zu erwägen.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Muskel- / Gelenkschmerzen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, ich habe von meiner Ärztin 100 mg Progesteron verordnet bekommen, die ich durchgehend nehmen soll, weil sie einen schon lebenslang bestehenden Mangel vermutet (meine Hormonwerte waren schon vor 20 Jahren schlecht). Das hat mir jetzt einige Monate sehr gutgetan. Ich habe aber immer noch pünktlich meine Regelblutung, die jetzt aber mit noch viel mehr Schmerzen verbunden ist, als sie sowieso schon immer war. Dazu kommen nun auch ab Zyklusmitte sehr empfindliche Brustwarzen und häufiger Gelenkschmerzen. Brauche ich weitere Hormone oder eine andere Dosierung? Vielleicht ab der Zyklusmitte 200 mg Progesteron?

Ja, Sie können gerne die zyklische Anwendung von 200 mg Progesteron ab der Zyklusmitte für 12 bis 14 Tage vor dem Schlafengehen testen.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Depressive Verstimmung / Depressionen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht60–65 kgLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, vor ein paar Jahren hatte ich eine Endometriumablation mit gleichzeitiger Entfernung der Eileiter. Seit weniger als einem Jahr werden nun wieder einige Herde aktiv, verbunden mit periodischen starken Schmerzen an 2 Wochen im Monat. Gleichzeitig leide ich an Schlafstörungen und leichten depressiven Verstimmungen. Mir wurde Progesteron 100 mg täglich verordnet, dass ich nun seit wenigen Monaten einnehmen. Ich habe nun auch zeitweise Brustspannen. Kann ich die Dosis auf 200 mg erhöhen damit auch die Schmerzen weniger werden?

Ja, eine Dosiserhöhung auf 200 mg täglich ist eine gute Idee. Das Brustspannen deutet auf einen phasenweise zu hohen Estrogenspiegel hin. Vermutlich haben Ihre Eierstöcke noch eine relevante Restfunktion.

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BeschwerdeKeine AngabeThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße175–180 cmGewicht70–75 kgLetzte PeriodeKeine Angabe

Sehr geehrtes Expertenteam, ich bin über 60 Jahre, befinde mich in der Postmenopause und nehme seit mehr als 2 Jahren 1,5 Hub Estradiol (morgens) und 100 mg Progesteron (abends). Ich vertrage die Therapie sehr gut. Allerdings wurde bei mir bei einer Routine Untersuchung (Ultraschall) ein Endometriumpolyp festgestellt (ohne Symptome). Meine Frauenärztin riet mir zu einer Gebärmutterspiegelung mit Ausschabung. Vereinbart wurde jetzt aber erst mal in 3 Monaten eine Folgeuntersuchung (Ultraschall) durchzuführen zur weiteren Verlaufskontrolle. Ich bin jetzt verunsichert und überlege, ob ich nicht schon früher die Ausschabung machen sollte. Was meinen Sie? Kann ich die HRT weiterführen? Sollte ich an der Dosierung etwas verändern, z. B. mehr Progesteron?

Solange keine Blutung auftritt, können Sie die Kontrolluntersuchung in drei Monaten abwarten und die Therapie fortsetzen. Polypen sind in der Regel gutartige Gewebevermehrungen. Eine Dosissteigerung des Progesterons auf 200 mg täglich ist sinnvoll.

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BeschwerdeMuskel- / GelenkschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße180–185 cmGewichtmehr als 105 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Hallo, ich habe seit 10 Jahren keine Blutung mehr und habe Schlafstörungen, Gewichtszunahme am Bauch, etc. Jetzt hat mir meine Frauenärztin 100 mg Progesteron abends und 3 Stöße Estradiol morgens verschrieben. Ich habe seither etwas Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen in den Waden, kann das an der Dosierung liegen?

Ja, die Dosierungen sind vermutlich nicht ausgewogen. Welches Estradiolpräparat verwenden Sie? Da Sie von „Stößen“ sprechen, vermute ich, dass Sie ein Estradiolspray verwenden. Reduzieren Sie das Spray zunächst auf einen Sprühstoß am Tag und nehmen Sie täglich 200 mg Progesteron zur Nacht ein. Durch die höhere Progesterondosis sollte sich Ihr Schlaf verbessern. Sollten die Schmerzen in der Wade nicht verschwinden und einseitig mit Schwellung, Rötung oder Luftnot einhergehen, suchen Sie bitte zeitnah eine Arztpraxis auf, da es sich um eine Thrombose handeln kann.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrtes Experten Team, ich bin über 50 Jahre alt und nehme seit mehr als 1 Jahr 100 mg Progesteron oral ein, eine Stunde vorm Schlafengehen. Vor 1 Jahr hatte ich eine Zykluslänge von durchschnittlich 25 Tagen und konnte die 12 Tage Progesteron-Einnahme gut durchführen. In den letzten Monaten hat sich mein Zyklus auf 30 bis 37 Tage verlängert. Jetzt bin ich mir nicht sicher, wie ich Progesteron am besten einnehmen soll. Ob es immer noch die letzten 12 Tage sein sollten, dann würde ich um den 20. Zyklustag anfangen. Oder länger, vielleicht 15 oder mehr Tage? Estradiol wende ich noch nicht an.

Wenn Sie die letzten zwölf Tage des Zyklus noch abschätzen können, können Sie gerne so fortfahren. Eine Einnahme von mehr als 14 Tagen ist aber auch nicht problematisch. Sollte der Zyklus irgendwann sehr unregelmäßig werden, hat sich eine Anwendung in den ersten beiden Wochen des Kalendermonats bewährt (zum Beispiel vom 1. bis 14. Juni, vom 1. bis 14. Juli usw.).

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht100–105 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo liebes Expertenteam, ich habe eine Frage bezüglich der Einnahme von Progesteron. Ich bin in der Perimenopause und nehme 200 mg abends zyklisch ein. Wenn sich nun meine Periode verschiebt um 1 oder 2 Tage, zähle ich dann immer wieder neu? Ab Tag 1 bis zum 12. Tag des Zyklus, verschiebt sie sich dadurch noch mehr?

Der erste Tag der Periode ist immer der erste Zyklustag. Es hat sich bewährt, die 200 mg Progesteron-Kapseln vom 12. Zyklustag an mindestens 12 Tage lang jeweils ca. eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen.

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaRisiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin in der Perimenopause und mein Zyklus ist noch regelmäßig zwischen 25 und 28 Tagen. Ich habe häufig Kopfschmerzen, vor allem 1 Woche vor der Periode, hinzu kommen Schlafstörungen, Ängste, Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Seit 15 Jahren nehme ich keine Pille mehr, jetzt empfehlt mir meine Gynäkologin mit der Gestagenpille Desogestrel in meinem Alter von über 45 Jahren anzufangen, um die Symptome zu lindern. Ich bin aber etwas skeptisch, vor allem wegen der möglichen Nebenwirkungen und dem Thromboserisiko. Was ist Ihre Meinung dazu?

Da in den Wechseljahren vor allem das Progesteron zu gering oder gar nicht mehr produziert wird, hat es sich seit Jahrzehnten bewährt, dieses körpereigene Hormon zyklisch einzusetzen. Beispielsweise könnte eine Kapsel Progesteron 200 mg vom 12. Zyklustag an über 12 Tage eingenommen werden, jeweils ca. eine Stunde vor dem Zubettgehen.
Die von Ihnen beschriebene Gestagenpille erhöht das Thromboserisiko nicht, da hierfür immer der Estrogen-Anteil in einer Pille verantwortlich ist. Bei erheblichen Zyklusstörungen bleibt manchmal keine andere Möglichkeit, als nach einer solchen Therapie zu greifen.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, seit einigen Wochen verwende ich 1 Hub Estradiolgel und 100 mg Progesteron oral oder vaginal. In letzter Zeit habe ich häufig Unterleibschmerzen (wie Menstruationsschmerzen), aber bisher keine Blutung. Ist das „normal“ oder soll ich etwas an der Dosierung ändern? Was mache ich, wenn doch eine Blutung kommen sollte?

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße und Ihres Alters ist die Dosierung angemessen. Sollte sich eine Blutung zeigen, lassen Sie die Hormone vier Tage lang weg. Aufgrund der Symptomatik kann es auch jetzt sinnvoll sein, eine Pause einzulegen. Möglicherweise tritt dann eine leichte Blutung auf. Lassen Sie gelegentlich Ihre Knochendichte messen und im Herbst Ihren Vitamin-D-Spiegel!

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Leider bin ich besonders von Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafen), Gehirnnebel, Konzentrationsstörungen, Gereiztheit und Hitzewallungen betroffen. Bei mir wurde Osteopenie festgestellt (seit mehreren Jahren Marcumar-Einnahme, nunmehr Antikoagulanzien wegen eines S-Proteinmangels, der Auslöser für drei tiefe Beinvenenthrombosen war). Da die Gynäkologin von einer Hormontherapie abrät, nehme ich Nahrungsergänzungsmittel. Würde mir die Einnahme von Progesteronkapseln eine Erleichterung bringen? In meiner Vorrecherche habe ich nämlich verstanden, dass diese nicht die Thrombosegefahr erhöhen, sondern die Östrogene. Ihre Antwort wäre mir eine große Hilfe bei meiner Suche nach weiteren guten Unterstützungsmöglichkeiten in dieser Phase.

Ja, die Anwendung von Progesteron am Abend kann sich durchaus positiv auf die Schlafqualität auswirken und erhöht das Thromboserisiko nicht. Da Sie aktuell ein blutverdünnendes Medikament einnehmen, wäre auch eine zusätzliche transdermale Estrogengabe denkbar. Da für diese Entscheidung jedoch weitere Faktoren berücksichtigt werden müssen, ist es sinnvoll, wenn Sie diese Option mit Ihrem Gerinnungsspezialisten besprechen.

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BeschwerdenHerzklopfen / Herz-Kreislauf-Störungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Bohnet, da ich mit der Hormonersatztherapie (Estradiol-Gel und Progesteron) nicht zurechtkam, hat mir meine Frauenärztin nun eine Kombinationspille verordnet. Nach ein paar Tagen ging es mir damit auch schon ganz gut. Lediglich der Schlaf ist eine Katastrophe. Ich liege wach und habe Herzklopfen. Meinen Sie, dass sich das noch verbessert, oder könnte ich Progesteron 100 mg dazunehmen, da ich damit wenigstens gut geschlafen habe? Gibt es dabei irgendwelche Risiken? Kann es zu Haarausfall führen? Damit habe ich leider seit Beginn der Hormonersatztherapie mit bioidentischen Hormonen zu kämpfen. Falls ich 100 mg Progesteron zusätzlich nehmen könnte, wie sollte ich es dann einnehmen? Einen Zyklus habe ich ja durch die Hormone nicht und kann somit auch keine zweite Zyklushälfte bestimmen.

Nehmen Sie die Kombinationspille zum Abendessen! Es dauert leider einige Wochen, bis sich ein hormonelles Gleichgewicht einstellt. Eine zusätzliche Einnahme von Progesteron ist nicht erfolgsversprechend, da die Progesteron-Rezeptoren besetzt sind und der Stoffwechsel dadurch belastet wird. Alles Gute!

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BeschwerdenHerzklopfen / Herz-Kreislauf-Störungen | Hitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Hallo, seit einigen Monaten nehme ich täglich Estradiol-Gel (1 Hub abends) und eine Kapsel mit 200 mg Progesteron, ebenfalls am Abend. Meine Schweißausbrüche mit Herzrasen, die Hitzewallungen und Gelenkschmerzen sind so gut wie verschwunden und treten nur noch äußerst selten auf. Seit wenigen Tagen habe ich allerdings leichte Schmierblutungen, die aber wirklich extrem gering sind. Sollte die Dosierung angepasst werden?

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße erscheint die Dosierung der körpereigenen Hormone angemessen. Allerdings können die Eierstöcke in Ihrer Altersgruppe nach längerer Ruhezeit wieder etwas Estradiol bilden. Wenn Sie die Hormone vier Tage lang weglassen, kann die Gebärmutterschleimhaut ggf. abbluten. Danach sind die Hormone wieder wie zuvor anzuwenden.

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BeschwerdenHerzklopfen / Herz-Kreislauf-Störungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich nehme seit einigen Monaten bioidentische Hormone. Meine sehr starken Muskel- und Gelenkschmerzen sind fast vollständig abgeklungen und ich fühle mich insgesamt viel besser. Bisher habe ich bis zum 11. Tag zwei Hübe Estradiol-Gel angewendet, ab dem 12. Tag abends 200 mg Progesteron bis zur Blutung. Seit diesem und dem letzten Zyklus beginne ich jedoch bereits nach wenigen Tagen zu bluten. Ich fühle mich insgesamt unwohl. Hinzu kommen Schwindel und Herzstolpern. Kann es einen Zusammenhang geben? Ich bewege mich regelmäßig und gehe ein- bis zweimal pro Woche zum Krafttraining. Vielen Dank.

Das Estradiol-Gel sollte kontinuierlich, d. h. täglich angewendet werden, um einen stabilen Estrogen-Spiegel aufzubauen. Sie können das Gel zunächst auf 1 Hub pro Tag reduzieren. Das Progesteron wenden Sie wie bisher in der zweiten Zyklushälfte an, achten Sie aber darauf, dass Sie mindestens 12, besser 14 Anwendungstage bis zur Blutung erreichen. Tritt danach keine Besserung ein, kann das Progesteron durch ein anderes Gestagen ersetzt werden, das die Eierstockfunktion etwas besser reguliert (z. B. Desogestrel oder Drospirenon). In der Umstellungsphase oder Perimenopause kommt es häufig zu starken Hormonschwankungen, die auch Ihre Beschwerden wie Herzrasen und Übererregbarkeit verursachen können.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, seit mehreren Wochen nehme ich vor dem Schlafengehen 200 mg Progesteron und morgens einen Hub Estradiol. Kurz nach dem Beginn der Behandlung trat eine Blutung auf, woraufhin ich eine Einnahmepause von vier Tagen gemacht habe. Danach habe ich die Einnahme wieder aufgenommen. Nach nur zehn Tagen habe ich nun erneut eine Blutung. Soll ich jetzt wieder vier Tage pausieren? Vielen Dank!

Wahrscheinlich hat Ihr Eierstock noch eine Restaktivität, was auch zu der noch nicht lange zurückliegenden Regelblutung passt. In diesem Fall ist die zyklische Anwendung von Progesteron meist sinnvoller: Sie wenden täglich das Estradiol-Gel an und nehmen zusätzlich an 14 aufeinanderfolgenden Tagen pro Monat/Zyklus abends 200 mg Progesteron ein. Die Blutung setzt dann typischerweise nach Absetzen des Progesterons ein.

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BeschwerdeOsteoporoseThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht45–50 kgLetzte PeriodeKeine Angabe

Nach dem Rat meiner Frauenärztin habe ich mit einer Hormonersatztherapie begonnen (diagnostizierte Osteoporose, seit mehreren Jahren keine Regelblutung mehr nach Absetzen einer langjährigen hormonellen Verhütung). Kann ich das verschriebene Estradiol-Gel (ein Hub täglich) und die Progesteron-Kapsel (100 mg, eine Kapsel täglich) auch morgens gemeinsam anwenden? Aufgrund meiner beruflichen Situation ist es für mich leichter, beides morgens direkt nach dem Aufstehen anzuwenden, statt es auf morgens und abends aufzuteilen. Gibt es hier eine Wechselwirkung bzw. muss ein zeitlicher Abstand zwischen den beiden Hormonen eingehalten werden?

Progesteron-Kapseln können nach der Einnahme zu Müdigkeit führen. Daher wird die Einnahme am Abend empfohlen. Wenn es Ihnen leichter fällt, können Sie beide Präparate abends einnehmen. Ein zeitlicher Abstand ist nicht erforderlich.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht90–95 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Expertenteam, ich nehme 3 Hübe Estradiol morgens und 200 mg Progesteron abends nach dem Abendessen. Zu Beginn schien alles positiv, ich spürte auch das Wiederkehren der Libido. Seit kurzem habe ich Zwischenblutungen, die zunächst immer 1 Tag etwa alle zwei Wochen, jetzt häufiger auftreten und auch schon mal mehrere Tage umfassen können. Dosiere ich falsch? Bin ich mit der Einnahme (nach dem Abendessen) zu früh dran?

Die Anwendung von 3 Hüben Gel ist viel zu viel, was die Blutungen erklärt! Sie sollten eine Hormonpause von ca. 1 Woche einlegen, damit die Gebärmutterschleimhaut abschwellen kann. Danach sollten Sie kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Gel auftragen. Eine Stunde vorher sollte die 200 mg Progesteron-Kapsel eingenommen werden. Im Fettgewebe wird viel Estron gebildet, was indirekt zu Blutungen beitragen kann. Daher wäre eine langsame, aber nachhaltige Gewichtsreduktion ratsam. Krafttraining erhöht den Grundumsatz und wirkt sich positiv aus.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Dr. Bohnet, ich habe seit mehreren Jahren immer stärker werdende Beschwerden, die nicht mehr zu ertragen sind. Blutungen habe ich noch, aber mit unterschiedlichen meist sehr kurzen Zyklen. Meine Frauenärztin hat mir 1 Hub Estradiol und 100 mg Progesteron kontinuierlich verschrieben. Auf Nachfrage, ob das Progesteron nicht zyklisch genommen werden sollte, hat sie dies bestätigt. Leider komme ich aber ohne Progesteron gar nicht klar und würde es daher gerne durchnehmen. Bis auf den Schlaf habe ich leider bisher keine großen Verbesserungen festgestellt. Ich bin langsam ziemlich verzweifelt, weil ich mich zu einem Zombie entwickle und mir keinen Rat mehr weiß. Was können Sie mir empfehlen. Ich glaube, dass durch meinen eigenen Zyklus die Hormonschwankungen schwer einzustellen sind, aber so kann es einfach nicht bleiben.

Aufgrund Ihrer Angaben und vor allem der letzten Periode würde ich Ihnen empfehlen, sofort einen Hub Gel täglich kurz vor dem Schlafengehen aufzutragen und parallel dazu eine Stunde vorher eine Kapsel Progesteron 100 mg einzunehmen, beide Hormone ca. 21 Tage anzuwenden und dann eine Pause von mindestens 4 Tagen einzulegen. So kann ein regelmäßiger Zyklus entstehen. Viel Erfolg!

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / GelenkschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrtes Experten-Team, ich trage seit mehreren Jahren 2 Hübe Estradiolgel täglich auf und nehme eine Kapsel Progesteron vor dem Schlafengehen ein. Meine Wechseljahresbeschwerden (Hitzewallungen, Gelenksschmerzen, Haarausfall) waren dadurch weg. Seit einigen Wochen habe ich, v. a. nachts wieder Hitzewallungen und auch wieder Gelenk- und Muskelschmerzen. Was könnte der Grund sein und wie soll ich weiter vorgehen? Danke!

Es kann sein, dass die Eierstockfunktion nun vollständig zum Erliegen gekommen ist und der Estrogen-Bedarf daher höher ist. Sie können das Gel auf 3 Hübe erhöhen, sollten dann aber auf eine ausreichend hohe Progesteron-Dosis achten (z. B. 200 - 300 mg mikronisiertes Progesteron täglich).

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Gute Tag liebes Expertenteam, ich nehme nun in einem zweiten Zyklus nach Packungsbeilage zyklisch einen Hub Estradiol-Gel am Morgen und 200 mg Progesteron am Abend. Nun bleibt in der Einnahmepause meine Blutung, die sonst sehr verkürzt (alle 14-20 Tage) war aus. Ist das normal? Nehme ich nach der Pause von 7 Tagen auch ohne Blutung die Hormone wieder ein (ab Tag 13 Progesteron)? Vielen Dank!

Ja, auch wenn die Blutung ausbleibt, nehmen Sie die Hormonpräparate im gewohnten Rhythmus ein. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Regelblutung in der Perimenopause gelegentlich ausbleibt oder unregelmäßig ist.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Schlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, seit einigen Jahren schlafe ich schnell ein, wache aber mitten in der Nacht wieder auf und habe dann Schwierigkeiten, erneut einzuschlafen. Hinzu kamen noch unregelmäßige Zyklen mit sehr starker Regelblutung, die meine Lebensqualität stark beeinträchtigten. Mein Arzt empfahl mir deshalb morgens einen Hub Estradiol und abends 200 mg Progesteron durchgängig. Das Schlafen besserte sich kurzzeitig. Weiterhin hatte ich jedoch starke Brustschmerzen während der 2. Zyklushälfte und dann wiederum sehr starke Monatsblutungen. Festgestellt wurde ein Myom und dass sich bei mir stets eine hohe Gebärmutterschleimhaut aufbaut. Nun hatte ich eine Kürettage inkl. der Entfernung des Myoms. Sollte ich nun trotzdem mit Progesteron und Estradiol fortfahren und falls ja, durchgängig? Ich habe gerade meine Regel bekommen, hatte davor ca. 2 Wochen wieder starke Brustschmerzen. Sonst geht es mir gut, nur etwas antriebslos. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Ein Spannungsgefühl in den Brüsten deutet auf einen erhöhten Estrogenspiegel hin. Viele Frauen in der Perimenopause haben keinen Estrogenmangel, Sie können Estradiol-Gel zunächst absetzen. Die Progesteron-Kapseln können Sie weiter einnehmen. Probieren Sie aus, ob Sie mit der zyklischen Einnahme von Progesteron (also nur in der 2. Zyklushälfte für 12-14 Tage) besser zurechtkommen und sich die Blutung normalisiert.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Liebes Expertenteam, ich bin über 50 Jahre alt, Typ-1-Diabetikerin seit 40 Jahren und habe immer noch einen sehr regelmäßigen Zyklus von 26 Tagen im Durchschnitt. Da laut Blutprobe mein Progesteron schon abgesunken ist und ich in der 2. Zyklushälfte unter Schlafstörungen, innerer Unruhe, wenig belastbar bis hin zu depressiven Verstimmungen leide, hat mir meine Frauenärztin diese Woche Progesteron 200 mg verschrieben. Ich soll, wie in der Packungsbeilage steht, ab dem 17. Zyklustag 10x1 Kapsel vor dem Zubettgehen einnehmen. Nach 3 Tagen käme meine Regel. Nun stellt sich die Frage, ob sie denn bei dieser Einnahme nicht weiterhin nach 26 Tagen kommt bzw. ob sich jetzt mein Zyklus verschieben wird? Außerdem finde ich die Einnahme ab dem 17. Tag recht spät, da ich gut 14 Tage vor der Periode die ersten Verstimmungen schon gemerkt habe. Kann ich die Kapseln auch an einem früheren Zyklustag einnehmen? Ich danke Ihnen sehr für die Rückmeldung.

Ja, fangen Sie ruhig etwas früher an. Bei einem 26-Tage-Zyklus können Sie am Tag 13/14 beginnen und das Progesteron 12-14 Tage lang anwenden (bis die Blutung einsetzt). Es kann sein, dass sich der Zyklus durch die Anwendung etwas verlängert.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich nehme seit mehreren Jahren wegen starker Wechseljahresbeschwerden 1 Hub Estradiol-Gel und 1 Kapsel 100 mg Progesteron. Letztes Jahr habe ich einen Auslassversuch unternommen und Ende des Jahres aufgrund der erneuten Beschwerden wieder damit begonnen. Nun habe ich seitdem bis heute zum 3. Mal Schmierblutungen. Erst nur ganz leicht und bräunlich, aber jetzt viel stärker und rötlich. Meine Frauenärztin empfiehlt mir eine Ausschabung. Sind die Blutungen normal?

Bei Blutungen unter Hormontherapie sollte in Ihrem Alter eine vaginale Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Damit kann die Gebärmutterschleimhaut beurteilt werden. Ist der Ultraschallbefund auffällig oder treten die Blutungen wiederholt auf, sollte eine Ausschabung durchgeführt werden, um Zellveränderungen/Krebszellen in der Gebärmutter auszuschließen. Falls die Progesteronmenge etwas zu niedrig ist, kann man 200 mg Progesteron (also 2 Kapseln à 100 mg) verabreichen und sehen, ob die Blutungen dadurch nachlassen.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Hitzewallungen | Muskel- / GelenkschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße160–165 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich habe vor einigen Wochen wegen Osteopenie, Lichen sclerosus, Nachtschweiß, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen mit 1 Hub Estradiol und 100 mg Progesteron begonnen. Da ich bei oraler Einnahme abends unruhig war und überhaupt nicht einschlafen konnte, habe ich auf vaginal umgestellt. Nach etwa drei Wochen bekam ich starke Schmerzen im ISG-Bereich, es fühlte sich an, als würde sich etwas verschieben und ich hatte Brustspannen. Ich habe auf die zyklische Progesterongabe umgestellt, dann sind die Schmerzen weggegangen. Nach der Pause kommen sie nach etwa drei Tagen Progesterongabe wieder. Als ich nur das Estradiol (1 Hub) genommen habe, hatte ich keine Probleme mehr. Kann ich es noch einmal mit der zyklischen Einnahme von Progesteron versuchen? Gibt es Alternativen? Vielen Dank!

Brustspannen deutet auf einen zu hohen Estrogenspiegel hin. Schmerzen im unteren Rücken sind eher ungewöhnlich, können aber auf eine Eierstockzyste hinweisen. Wurde bereits eine vaginale Ultraschalluntersuchung durchgeführt? Ich gehe davon aus, dass Ihre Periode schon länger als ein Jahr ausgeblieben ist. Dann ist die kontinuierliche Anwendung für Sie besser geeignet. Wenn die Beschwerden auch unter 200 mg Progesteron pro Tag auftreten, wäre eine Umstellung auf ein synthetisches Gestagen als Progesteronersatz (z. B. MPA oder Dydrogesteron) eine Option. Die alleinige Anwendung von Estradiol bei erhaltener Gebärmutter ist leider keine Option.

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BeschwerdeBrustspannen / BrustschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich nehme seit mehreren Jahren 200 mg Progesteron wegen Schlafproblemen. Inzwischen reagieren meine Brüste mit starkem Spannungsgefühl. Wie lange kann ich Progesteron als Monotherapie einnehmen? Soll ich auf 100 mg zurückgehen oder muss ich die Therapie abbrechen?

Die Einnahme von 200 mg Progesteron erklärt die Beschwerden nicht. Im Gegenteil, Progesteron ist bei Brustschmerzen angezeigt! Nehmen Sie andere Medikamente ein, die als Nebenwirkung die Hormone der Brust stimulieren können?

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BeschwerdenGewichtszunahme | Haar- & Hautprobleme | Herzklopfen | Libidoverlust | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo liebes Expertenteam, nachdem 200 mg Progesteron und Estradiol-Gel nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben – hat mich meine Frauenärztin auf die Minipille mit Drospirenon umgestellt. Seit November nehme ich diese und zusätzlich einen Hub Estradiol-Gel. Ich habe seitdem ständig Zwischenblutungen, die Libido ist immer noch total im Keller, Psyche immer noch sehr labil, Unterleibsschmerzen, Haarausfall und Herzrasen, nur die Hitzewallungen sind weniger geworden. Bin kräftemäßig am Ende und weiß nicht mehr weiter. Außerdem habe ich am Bauch zugenommen.

An sich ist diese Therapie üblich und hat sich bewährt. Setzen Sie die Hormone bei der nächsten Blutung für mindestens 4 Tage ab. Anschließend können Sie wieder mit beiden Hormonen beginnen. Die Drospirenon-Pille sollte zum Abendessen eingenommen, das Gel kurz vor dem Schlafengehen aufgetragen werden. Leider verändert sich in den Wechseljahren der Stoffwechsel, deshalb empfiehlt sich Muskeltraining. Die Libido ist nicht nur hormonabhängig! Es kann einige Zeit dauern, bis man wieder in einen stabilen Zustand kommt.

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BeschwerdeHerzklopfenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Expertenteam, mein Frauenarzt hat mir vor wenigen Monaten wegen diverser Wechseljahresbeschwerden Estradiolspray und Progesteron zur Daueranwendung verschrieben. Ich soll morgens einen Sprühstoß Estradiolspray auftragen und abends eine Kapsel mit 100 mg Progesteron einnehmen. Grundsätzlich sind die Beschwerden besser geworden, aber ich habe den Eindruck, dass die Dosierung nicht optimal ist. Ich verspüre eine zunehmende innere Unruhe mit häufigem Herzrasen. Ich frage mich, ob ich das Estradiol überhaupt nehmen soll. Meine Menstruation ist aber noch sehr regelmäßig. Was würden Sie mir empfehlen? Vielen Dank im Voraus.

Solange die Regelblutung spontan auftritt, produzieren die Eierstöcke noch Estrogen, aber oft fehlt das Progesteron. Deshalb hat es sich bewährt, dieses körpereigene Hormon zyklisch einzunehmen, z. B. ab dem 12. Zyklustag 12 Tage lang jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen. Da Sie sehr schlank sind, haben Sie ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Deshalb empfehle ich Ihnen, Ihre Knochendichte messen zu lassen! Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdenHerzklopfen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich bin wahrscheinlich in der Perimenopause (letzte Blutung Ende letzten Jahres). Ich habe Schlafstörungen, Herzrasen, innere Unruhe. Ich nehme seit wenigen Jahren abends 100 mg Progesteron und morgens 1 Hub Estradiol-Gel. Leider haben sich die Symptome verschlimmert. Wie kann ich die Dosierung ändern?

Die Dosierung ist wahrscheinlich zu niedrig. Insbesondere in der Perimenopause ist der Progesteronbedarf erhöht, sodass hier die Dosierung von 200 mg meist besser geeignet ist. Sollte dies keine ausreichende Linderung bringen, kann auch das Estradiol-Gel auf 2 Hübe/Tag erhöht werden. Vielen Patientinnen hilft es in der Perimenopause, wenn die schwankende Eierstockfunktion etwas gebremst wird. Dazu kann anstelle von Progesteron täglich ein synthetisches Gestagen eingenommen werden, z. B. Desogestrel oder Drospirenon 4 mg.

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BeschwerdeHaar- & HautproblemeThemaDosierung & AnwendungAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich nehme seit mehreren Jahren Estradiol-Gel 1 Hub morgens und kurzzeitig Dydrogesteron 10 mg. Ich habe starken Haarausfall bekommen, der bis heute mit Cyproteronacetat 2,5 mg behandelt wird, das ich gut vertrage. Meine Ärztin meinte, ich bräuchte die Dydrogesteron-Tabletten nicht mehr einzunehmen. Jetzt habe ich in kurzer Zeit stark zugenommen! Ich habe meine Ernährung und meine Sportgewohnheiten nicht geändert. Nun meine Frage: Soll ich wieder mit Dydrogesteron-Tabletten anfangen? Ich hoffe auf eine Antwort.

In Ihrer Altersgruppe gibt es keinen androgenetischen Haarausfall, insofern ist die Einnahme des starken künstlichen Hormons Cyproteronacetat nicht indiziert. Eine altersentsprechende Hormontherapie wäre ein Hub Estradiol-Gel und abends ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen eine Kapsel mit 200 mg Progesteron. Die Gewichtszunahme ist nicht hormonell bedingt. Lassen Sie sicherheitshalber bei Ihrer Hausärztin die Schilddrüsenfunktion etc. überprüfen!

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag und vielen Dank für Ihre wertvolle Arbeit. Ich habe sehr unter Hitzewallungen und massiven Schlafstörungen gelitten und nehme nun seit einigen Wochen 2 Hübe Estradiol-Gel täglich und in der zweiten Zyklushälfte zusätzlich 200 mg Progesteron. Davor hatte ich immer noch regelmäßig meine Regelblutung, wenn auch in einem stark verkürzten Zyklus von 21 Tagen. Diese bleibt nun in der „Progesteron-Pause“ aber aus. Ist das normal? Außerdem schlafe ich nicht durchgehend gut, sondern nur maximal eine bis zwei von drei Nächten. Die Hitzewellen sind hingegen weg, dafür habe ich mit einer Gewichtszunahme insbesondere am Bauch zu kämpfen. Kann/sollte ich an irgendeiner Stelle nachjustieren? Vielen Dank.

Bleibt die Blutung während der „Progesteron-Pause“ über mehrere Monate aus, kann das Progesteron täglich, also kontinuierlich, eingenommen werden. Wird die Progesteronkapsel ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen, berichten die meisten Patientinnen von einer deutlichen Verbesserung des Schlafes. Eine Gewichtszunahme ist in der Regel nicht auf die Hormontherapie zurückzuführen, sondern auf die Umstellung des Stoffwechsels in den Wechseljahren. Da Sie die Therapie erst seit einigen Wochen durchführen, würde ich zunächst den weiteren Verlauf abwarten. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Meine Regelblutung ist mit etwa Mitte 50 ausgeblieben, nun habe ich einen Abfall von Progesteron, aber immer noch einen hohen Estrogenspiegel. Die Frauenärztin hat mir jetzt nur Progesteron verschrieben. Ich nehme seit mehreren Wochen abends 200 mg. Ich fühle mich zunehmend im Ungleichgewicht, es geht mir nicht gut. Kann es sein, dass der Estrogenspiegel auch gesunken ist und das Gleichgewicht nicht mehr stimmt? In welchen Abständen soll ich meinen Hormonspiegel messen lassen, um die genaue Dosierung zu haben? Danke!

In der Übergangsphase kommt es häufig zu schwankenden Hormonkonzentrationen. Blutwerte, die vor 2 Wochen gemessen wurden, können heute schon nicht mehr die tatsächliche Hormonsituation darstellen. Wiederholte Blutentnahmen sind deshalb nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Therapie und Dosierung richten sich nach den aktuellen Beschwerden. Bei aktuellen Estrogenmangelbeschwerden (vor allem Hitzewallungen, Schweißausbrüche, trockene Haut, aber auch depressive Verstimmungen und Konzentrationsstörungen) ist eine Ergänzung mit einem Estrogenpräparat sinnvoll. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Abend, sehr geehrtes Expertenteam, seit wenigen Wochen nehme ich morgens 3 Hübe Estradiol-Gel und abends 1x Progesteron 200 mg. Meine Symptome haben sich reduziert, bis auf die starken Hitzewallungen. Die haben sich verändert, nicht mehr so häufig, aber intensiver. Kann ich irgendwas an der Anwendung ändern oder braucht es noch etwas mehr Zeit, bis sich das noch reguliert? Ganz lieben Dank für eine Rückmeldung.

Das ist viel zu viel Estradiol! Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße (auch im Fettgewebe wird Estron gebildet) sollten Sie mit einem Hub Gel auskommen, das Sie am besten kurz vor dem Schlafengehen auftragen. Die 200 mg Progesteron-Kapsel nehmen Sie etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen ein. Geduld ist leider auch gefragt!

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße175–180 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren, seit über einem Jahr nehme ich 1 Hub Estradiol-Gel und 100 mg Progesteron abends. Nachdem ich am Ende letzten Jahres starke Blutungen bekam, unterbrach ich die Anwendung für mehrere Wochen und lies eine Gebärmutterausschabung durchzuführen – ohne Befund. In dieser Zeit hatte ich starke Beschwerden, wie Schlafstörungen, starke Hitzewallungen, Gelenkschmerzen und Herzrasen. Seit wenigen Wochen nehme ich wieder Estradiol-Gel 1 Hub und 200 mg Progesteron. Nun trat spontan wieder, schon nach dieser kurzen Zeit, eine starke Blutung auf.

Das sollte in Ihrer Altersgruppe unter Therapie nicht mehr vorkommen. Setzen Sie die Hormone ab und stellen Sie sich bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt vor. Manchmal muss auch eine Gebärmutterspiegelung gemacht werden, um sicherzugehen, dass sich keine Polypen oder Ähnliches gebildet haben. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter35–40 JahreGröße175–180 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, Ich habe seit längerem eindeutige Symptome, die auf Wechseljahre hindeuten. Fing mit Anfang 30 an. Mittlerweile habe ich kaum noch eine Periode, einen halben Tag lang ein bisschen. Die Zykluslänge ist zwischen 25 und 29 Tagen. Aus der Not heraus habe ich mit Estradiol-Gel und Progesteron angefangen – einige Monate jetzt schon. Was auch den Großteil meiner Beschwerden gelindert hat. Ich möchte über eine Blutuntersuchung meinen natürlichen Hormonstatus testen. Wie lange muss ich die Hormone absetzen, um einen realen Wert zu bekommen?

Da die letzte Periode weniger als 1 Jahr her ist, lassen Sie die Hormone 4 Tage weg, dann sollten FSH, LH, Estradiol (E2), AMH untersucht werden.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | Zwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrtes Expertenteam, nach Symptomen wie starke Blutungen (bei etwas verkürztem Zyklus) unter Kopfschmerzen, starken Stimmungsschwankungen und sehr starken Schlafstörungen habe ich mich für eine Hormonersatztherapie entschieden. Ich nehme seit einigen Wochen morgens zwei Sprühstöße Estradiol-Spray und abends 100 mg Progesteron. Die Zyklusbeschwerden und Stimmung sind wesentlich besser. Leider habe ich immer noch große Durchschlafprobleme und schlafe nur 4 bis 6 Stunden pro Nacht. Müssen sich hier die Hormone noch einpendeln? Wann wird das besser? Zudem spannen meine Brüste dauerhaft und sind überempfindlich. Ich soll beide Produkte durchgehend nehmen. Das kommt mir seltsam vor, da anscheinend alle anderen Frauen, die noch ihre Regel haben, Pausen einlegen sollen. Was würden sie empfehlen?

Nach Ihren Angaben sollten Ihre Eierstöcke noch Estrogen produzieren. Normalerweise würden Sie 200 mg Progesteron Kapseln zyklisch ab dem 12. Zyklustag für 12 Tage einnehmen. Wenn überhaupt, dann nur einen Sprühstoß Estradiol!

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BeschwerdeGewichtszunahmeThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich bin über 50 und habe seit mehr als 5 Jahren keine Blutungen mehr. Kaum Wechseljahresbeschwerden. Mit Mitte 50 vermehrt Arthrose und plötzlicher Bluthochdruck, starke Gewichtszunahme. Auf Anraten des Gynäkologen habe ich mit der HRT begonnen. Morgens 1 Hub Estradiol-Gel auf die Arme, abends 100 mg Progesteron durchgehend. Jetzt habe ich aber alle 3–6 Wochen für fast 1 Woche Blutungen, leichte Unterleibskrämpfe, so wie mit 30. Der Gynäkologe ist erstaunt, findet keine körperliche Ursache. Was tun? Momentan Blutung nach nur 2 Wochen Blutungsfreiheit. Belastend.

Normalerweise müsste eine sogenannte Ausschabung durchgeführt werden, da die Hormondosierung die Blutungen nicht erklärt.

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BeschwerdenGewichtszunahme | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGrößegrößer als 185 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich habe von meiner Frauenärztin aufgrund von beginnenden Problemen, wie Schweißausbrüchen, Schlafstörungen, Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme Progesteron 100 mg verschrieben bekommen. Ich soll nach der nächsten Periode abends jeweils 1 Kapsel 1 Stunde vor dem Schlafengehen einnehmen. Das ganze durchgehend, ohne Pause jetzt erstmal drei Monate lang und dann Rücksprache mit ihr halten. Mein Zyklus fängt mit leichter Unregelmäßigkeit an, sich zu verändern. Ist Ihrer Meinung nach der richtige Zeitpunkt für die Substitution jetzt schon gekommen und die durchgehende Einnahme angebracht? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Der richtige Zeitpunkt ist, wenn Sie unter Hormonmangelsymptomen leiden oder diese als störend empfinden. In Ihrem Alter befinden sich viele Patientinnen in der Perimenopause, einer Phase, die durch starke Hormonschwankungen gekennzeichnet ist. Durch die zyklische Gabe eines Gestagens (z. B. 200 mg Progesteron für 14 Tage in der 2. Zyklushälfte) können Zyklusunregelmäßigkeiten gebessert werden. Häufig verbessert sich bei abendlicher Gabe auch der Schlaf. Bei anhaltenden Beschwerden kann die schwankende Eierstockfunktion durch die dauerhafte Einnahme eines Gestagens (z. B. Desogestrel oder Drospirenon) etwas reguliert werden.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Stimmungsschwankungen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich nehme seit fast mehreren Jahrzehnten ununterbrochen die Pille. Seit etwa einem Jahr habe ich Schmier- und Zwischenblutungen. Manchmal, weil ich die Pille zu spät nehme. Wenn die Zwischenblutungen häufiger auftreten, mache ich ganz normal eine Pillenpause von 7 Tagen. Nachts habe ich immer Schweißausbrüche, mein Körper hat sich verändert (Unterbauch ist dicker geworden, Blähbauch). Dazu kommen Stimmungsschwankungen und dünner werdendes Haar. Passt die Pille noch zu meinem Körper? Oder sollte ich die Pille absetzen? Befinde ich mich in den Wechseljahren? Ist ein Hormontest sinnvoll? Was empfehlen Sie?

Wenn keine Kontraindikationen (Übergewicht, Rauchen, Gefäßerkrankungen etc.) vorliegen, kann die Pille bis zu den Wechseljahren eingenommen werden. Insbesondere wenn Nebenwirkungen auftreten, ist es jedoch sinnvoll, die Einnahme der Pille in Ihrem Alter kritisch zu überdenken. Es gibt andere Verhütungsmethoden, die mit einem geringeren Thromboserisiko verbunden sind. In Ihrer Situation würde ich empfehlen, die Pille auszusetzen und an alternative Verhütungsmethoden denken sowie nach 3–4 Monaten zu schauen, welche Beschwerden noch bestehen. Bei Ausbleiben der Regel oder Wechseljahresbeschwerden kann nach dem Absetzen eine Hormonanalyse durchgeführt werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe seit mehreren Jahren zunehmende Anzeichen der Perimenopause. Da ich noch einen einigermaßen regelmäßigen Zyklus habe, hat mir mein Arzt zunächst eine reine Progesterontherapie verschrieben. Zurzeit nehme ich ab dem 12. Zyklustag für 12 Tage 100 mg Progesteron ein. Ich vertrage das Progesteron sehr gut und habe dadurch viel weniger PMS-Symptome. Allerdings ist mein Schlaf zwar besser, aber immer noch durch viele Unterbrechungen gekennzeichnet (zumindest in der 2. Zyklushälfte). Deshalb würde ich gerne 200 mg Progesteron einnehmen. Spricht etwas dagegen, eine reine Progesterontherapie mit 200 mg zu versuchen? Oder sollte ich lieber warten, bis ich in ein paar Jahren Östrogen dazu nehme?

Sie können gerne die Kapseln mit 200 mg Progesteron ausprobieren, es spricht nichts dagegen. Das Einnahmeschema von 12 Tagen in der 2. Zyklushälfte kann beibehalten werden. Wenn Sie die Kapseln am späten Abend einnehmen, haben Sie den besten Effekt auf Ihren Schlaf. Viel Erfolg!

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich habe nach meiner Hysterektomie vor einigen Wochen (Gebärmuttermund und Eierstöcke sind noch vorhanden) Progesteron 100 mg und Estradiol-Gel verschrieben bekommen. Kann ich beide Präparate gleichzeitig und kontinuierlich anwenden? Ich bin etwas verwirrt durch die unterschiedlichen Angaben. Ich habe keine Blutungen mehr, aber Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Haarausfall.

Nach einer Gebärmutterentfernung (mit Erhalt des Gebärmutterhalses) benötigen Sie in der Regel kein Progesteron. Ich würde zunächst nur mit Estradiol-Gel beginnen und dieses kontinuierlich anwenden.

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BeschwerdeLibidoverlustThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich nehme abends 200 mg Progesteron und 1 Hub Estradiol-Gel. Meine sehr starken Hitzewallungen sind viel besser, nur noch gelegentlich am frühen Morgen. Ich fühle mich aber abgeschlagen, antriebslos und habe einen Libidoverlust. Muss ich vielleicht die Dosierung ändern?

Ich denke, Sie können das Gel auf 2 Hübe erhöhen. Wenden Sie dann 1 Hub abends und 1 Hub morgens an, da Sie über morgendliche Hitzewallungen berichten. Ich gehe davon aus, dass Sie das Progesteron kontinuierlich anwenden und keine Blutungen mehr haben? Eine vaginale Estrogenzufuhr (z. B. mit Estriolcreme oder -zäpfchen) kann bei trockener Scheidenschleimhaut helfen.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Seit über einem Jahr wende ich Estradiol-Gel und Progesteron an. Ich hatte fast zehn Jahre lang eine Hormonspirale, die mir vor wenigen Monaten entfernt wurde (ich bräuchte sie lt. Ärztin nicht mehr). Danach hatte ich einige Tage Blutungen, was laut Ärztin normal ist. Ich habe die Hormone ohne Unterbrechung weiter genommen. Nach etwa einem Monat hatte ich eine leichte Schmierblutung, die dann aber in eine stärkere Blutung überging, wie es vorher die Regelblutung war. Meine Ärztin riet mir, die Hormone abzusetzen. Die Blutung hörte nach ein paar Tagen auf. Soll ich jetzt wieder mit der HRT beginnen und in welcher Dosierung? Soll ich es mit 1 Hub Gel und 200 mg Progesteron versuchen? Muss ich wieder mit Blutungen rechnen?

Ja, unter Berücksichtigung Ihrer Angaben halte ich es für angemessen, dass Sie unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Gel auftragen und eine Stunde vor dem Schlafengehen die 200 mg Progesteron-Kapseln einnehmen. Ich würde erwarten, dass keine Blutungen mehr auftreten. Alles Gute!

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin in der Perimenopause und habe aufgrund eines Progesteronmangels vor wenigen Monaten mit der Einnahme von Progesteron begonnen. Zunächst zyklusadaptiert mit 200 mg ab dem 14. Zyklustag bis zum 28. Da ich mich aber in der Einnahmepause wieder psychisch instabiler gefühlt habe und auch schlechter schlafen konnte, nehme ich es jetzt nach Rücksprache mit meiner Frauenärztin dauerhaft. Nun habe ich aber seit wenigen Wochen ständig Blutungen, die auch ziemlich stark sind. Das belastet mich sehr, aber ich möchte das Progesteron gerne weiter nehmen, da es mir sonst sehr guttut und meine Wechseljahresbeschwerden deutlich verbessert. Was schlagen Sie mir jetzt vor? Vielen Dank!

Offensichtlich haben Ihre Eierstöcke noch eine Restaktivität und produzieren etwas Östrogen. Bei Blutungen sollten Sie mindestens 4 Tage pausieren, damit sich die Gebärmutterschleimhaut abstoßen kann. Danach können Sie die Progesteron-Kapseln wieder einnehmen.

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BeschwerdeMuskel- / GelenkschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo, ich mache seit über einem Jahr eine Hormonersatztherapie, morgens 1 Hub Estradiol-Gel, abends 1 Kapsel Progesteron 200 mg. Die Beschwerden sind zurückgegangen und ich konnte endlich wieder schlafen. Nun habe ich seit wenigen Wochen starke Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und fühle mich wieder erschöpft. Kann oder sollte ich die Dosierung ändern? Ich fühle mich sehr unsicher. Außerdem hatte ich Endometriose. Blutwerte und Blutdruck sind in Ordnung.

Die Hormone verlieren ihre Wirkung nicht und die Dosierung ist ausreichend. Ich vermute, dass andere Faktoren eine Rolle spielen. Viele Frauen profitieren, wenn sie das Gel kurz vor dem Schlafengehen auftragen und die Kapsel ca. 1 Stunde vorher einnehmen. Ich würde Ihnen raten, die Hormontherapie fortzusetzen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter60–65 JahreGröße175–180 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Seit über 10 Jahren nehme ich wegen klimakterischen Beschwerden und Schlaflosigkeit abends 1 Hub Estradiol-Gel und 1 Kapsel Progesteron 100 mg. Seit wenigen Wochen treten Blutungen auf, zuerst leicht und bräunlich, jetzt hellrot und intensiver. Die Gynäkologin führte eine Ultraschalluntersuchung durch, bei der die Dicke der Gebärmutterschleimhaut als unauffällig und alle Organe (Eierstöcke, Gebärmutter, Vulva) als normal beurteilt wurden. Sie empfahl vorübergehend 2 Kapseln Progesteron. Jetzt sind die Blutungen darunter stärker geworden. Was kann ich tun, wie soll ich reagieren?

Eine Dosissteigerung auf 200 mg Progesteron ist in jedem Fall sinnvoll. Die Blutung kann darunter kurzfristig stärker werden. Innerhalb von 10 bis 14 Tagen sollte jedoch eine deutliche Besserung bzw. Blutungsfreiheit eintreten. Sollte dies nicht der Fall sein, empfehle ich eine erneute gynäkologische Vorstellung und gegebenenfalls eine Gebärmutterspiegelung mit Ausschabung. Alles Gute!

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BeschwerdenMuskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrtes Expertenteam, vor über 1 Jahr hatte ich meine letzte Regelblutung (sehr stark, mit starken Unterleibsschmerzen), im Herbst letzten Jahres hatte ich wieder eine ganz leichte, wässrige Blutung. Ein Blutbild meines Hormonstatus (vom Hausarzt) wenige Wochen später ergab: Progesteron 0,4 Mikrogramm/l, LH 60,4 IU/l, FSH 156,2 IU/l, Estradiol 18 ng/l. Bisher habe ich keine Hormone genommen, da ich mir nicht sicher war und auch meine Frauenärztin meinte, es sei nicht nötig. Ich leide schon lange unter Schlafstörungen. Seit einigen Wochen habe ich in den schlaflosen Nächten zusätzlich einen erhöhten Puls, so dass ich einfach nicht zur Ruhe komme. Tagsüber habe ich trotzdem Energie, bin nie müde, aber total erschöpft. Meine Stimmung ist sehr schwankend. Seit Monaten nehmen meine seit langem bestehenden Schulterschmerzen mit starker Bewegungseinschränkung zu. Im Vaginalbereich habe ich oft ein inneres Druckgefühl, auch leide ich seit Jahren unter Belastungsinkontinenz mit Zunahme in den letzten Monaten. Hitzewallungen hatte ich zuletzt vor über fünf Jahren. Was können Sie mir empfehlen?

Die Aktivität Ihrer Eierstöcke ist vollständig erloschen, Ihnen eine Hormontherapie in den Wechseljahren vorzuenthalten ist nicht nachvollziehbar. Als Erstes sollten Sie regelmäßig und dauerhaft Estriol vaginal anwenden. Zweitens beginnen Sie mit der Einnahme einer Kapsel mit 100 mg Progesteron, über 10 Tage. Danach machen Sie 4 Tage Pause und fangen dann wieder mit den Kapseln an, am besten immer ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen. Gleichzeitig tragen Sie kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel auf. Beide Hormone sollten dann kontinuierlich angewendet werden. Die Knochendichte und der Vitamin-D-Spiegel sollten regelmäßig kontrolliert werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 45 Jahre alt und nehme seit mehreren Monaten 2 Hübe Estradiol-Gel kontinuierlich abends und zyklisch 200 mg Progesteron für 14 Tage. Trotzdem leide ich unter starker morgendlicher Übelkeit, vor allem in der Progesteronpause. Haben Sie einen Rat?

Sie können versuchen, die 2 Hübe Gel in eine morgendliche und eine abendliche Anwendung aufzuteilen. Bestand die Übelkeit bereits vor Beginn der Hormontherapie? Wurden andere Ursachen (z. B. Magenerkrankung) für die wiederkehrende Übelkeit ausgeschlossen?

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BeschwerdenSchlafstörungen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter40–45 JahreGröße175–180 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich habe einen mehr oder weniger regelmäßigen Zyklus. Seit einigen Monaten habe ich jedoch 3 Tage vor Beginn der Periode Schmierblutungen. Außerdem schlafe ich unruhig und bin ständig müde (Eisenwerte und Schilddrüse sind in Ordnung) und habe sehr häufig Migräne mit Auren (neurologische Abklärung erfolgt, Schädel-CT unauffällig). Ich vermute, dass es mit den Hormonschwankungen zusammenhängt. Wäre die Einnahme von Progesteron in der 2. Zyklushälfte sinnvoll? Was können Sie mir empfehlen? Alter (Jahre): 40-45, Letzte Regelblutung: < 1 Jahr, Gewicht (kg): 65-70, Größe (m): 1,75-1,80

Die Einnahme von Progesteron in der zweiten Zyklushälfte verbessert zwar die prämenstruelle Blutung. Um aber zusätzlich die starken Hormonschwankungen abzufangen, die manchmal schon einige Jahre vor der Menopause auftreten, ist es sinnvoll, ein Gelbkörperhormon durchgehend einzunehmen. Reine Gestagenpillen mit den Wirkstoffen Desogestrel oder Drospirenon können hierfür verwendet werden.

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BeschwerdenLibidoverlust | Muskel- / Gelenkschmerzen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Sehr geehrtes Expertenteam, ich leide sehr unter allen Symptomen der Wechseljahre – Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, ständige Müdigkeit, Gedankenkarussells, sexuelle Unlust etc. Ich habe das Gefühl, dass ständig neue Symptome hinzukommen. Ich habe mit einer HRT begonnen, bei der ich Estriadol-Gel (1-2 Hübe – habe experimentiert) angewendet und 200 mg Progesteron-Kapseln eingenommen habe. Da ich aber keine Hitzewallungen mehr hatte (das ist zum Glück vorbei), habe ich das Gel abgesetzt. Eine Zeit lang hat mir das Progesteron sehr geholfen, vor allem beim Schlafen, aber nach einiger Zeit fühlte ich mich nur noch erschöpft und antriebslos und habe auch das Progesteron abgesetzt. Nun werden meine Gelenkschmerzen immer stärker und seit einigen Tagen habe ich Unterleibsschmerzen, die sich wie Menstruationsschmerzen anfühlen, auch habe ich Ausfluss, wie ich ihn noch nie in meinem Leben hatte. Was soll ich tun? Soll ich wieder mit Progesteron anfangen, vielleicht vorerst nur mit 100 mg?

Es wäre sicher sinnvoll, wenn Sie eine Standardtherapie bzw. Standarddosis, die u. a. Ihre Körpermaße berücksichtigt, konsequent einhalten würden. Ja, zunächst wäre es sinnvoll, eine Kapsel mit 100 mg Progesteron, 10 Tage lang jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen einzunehmen. Danach machen Sie eine Pause von mindestens 4 Tagen, unabhängig davon, ob Sie Ihre Periode haben oder nicht. Danach tragen Sie unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel auf und nehmen die Kapsel ca. 1 Stunde vorher ein. Beide Hormone werden dann kontinuierlich täglich angewendet.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich nehme seit über einem Jahr täglich abends 1 Hub Estradiol-Gel und an 15 Tagen im Monat 1 Kapsel Progesteron (100 mg). Seit etwa einem halben Jahr habe ich keine Regelblutung mehr. Zusätzlich nehme ich täglich Johanniskraut gegen depressive Verstimmungen. Seit einiger Zeit bemerke ich, dass ich mich in der Zeit ohne die Progesteron-Kapsel zunehmend schlapp, müde und antriebslos fühle. Ich merke, dass ich mich schlechter konzentrieren und meine Arbeit nicht strukturiert erledigen kann. Abends gehe ich oft mit meinen Kindern ins Bett, weil ich so müde bin. In dieser Phase habe ich auch oft starke Kopfschmerzen. Sobald ich mit der Einnahme von Progesteron beginne, geht es mir schnell besser und ich fühle mich wieder viel vitaler und energiegeladener. Warum nehme ich die Progesteron-Kapsel nur die Hälfte des Monats? Könnte ich sie auch den ganzen Monat einnehmen?

Da Sie über einen längeren Zeitraum keine Regelblutung mehr hatten, brauchen Sie die Hormone auch nicht mehr zyklisch anwenden. Es hat sich seit Jahrzehnten bewährt, dann sowohl das körpereigene Estradiol als auch das Progesteron parallel und kontinuierlich anzuwenden. So könnte man kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel auftragen und ca. 1 Stunde vorher die Progesteron-Kapsel einnehmen. Die zusätzliche Einnahme von Johanniskraut ist ungünstig, da es den Hormonstoffwechsel negativ beeinflussen kann.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Sehr geehrtes Expertenteam, ich habe seit über 3 Jahren keine Regelblutung mehr. Seit über einem Jahr nehme ich Progesteron 200 mg 1 Stunde vor dem Schlafengehen und 1 Hub Estradiol-Gel direkt vor dem Schlafengehen. Beides nehme ich ohne Pause. Trotzdem habe ich zyklusweise Blutungen bis Schmierblutungen, die 5 bis 6 Tage dauern. Meine anderen Beschwerden sind viel besser geworden. Trotzdem möchte ich keine Blutungen mehr haben. Kann ich die Einnahme etwas variieren?

In jedem Fall sollte durch den Frauenarzt/die Frauenärztin ausgeschlossen werden, dass eine Erkrankung der Gebärmutter die Ursache für die wiederkehrenden Blutungen ist. Das können z. B. Polypen der Gebärmutterschleimhaut sein. Ist dies sicher ausgeschlossen, kann die orale Gabe von Progesteron versuchsweise auf eine vaginale Gabe umgestellt oder die Dosis auf 300 mg erhöht werden. Alternativ kann das mikronisierte Progesteron durch ein anderes Gelbkörperhormon ersetzt werden (z. B. Dydrogesteron 10–20 mg/Tag).

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrtes Expertenteam, ich trage seit wenigen Wochen ein halbes Pflaster Estradiol 25 µg und wechsle es im vorgeschriebenen Tagesrhythmus, auch wegen Osteoporose. Vor dem Schlafen wende ich Progesteron 100 mg vaginal an. Meine letzte Periode hatte ich vor über 5 Jahren. Ich habe einen niedrigen Blutdruck und spüre Schwindel, Frieren, Benommenheit und habe einen Tinnitus. Ist die Dosierung zu hoch oder bin ich zu lange von den Hormonen entwöhnt worden? Ich mache mir auch Sorgen, dass der vaginale Schutz durch Progesteron zu gering ist. Sollte ich es besser schlucken? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ihr Körper ist völlig hormonlos und muss sich erst wieder daran gewöhnen, auch wenn es sich um körpereigenes Estradiol und Progesteron handelt. Deshalb ist es sinnvoll, mit einer niedrigen Dosierung zu beginnen, aber ein halbes Pflaster bringt so gut wie nichts. Die niedrigste wirksame Dosis ist 25 µg. Die Kapsel kann vaginal angewendet werden, dann macht das Hormon nicht müde.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrtes Expertenteam, seit ca. einem Jahr nehme ich Hormone und bin seitdem völlig beschwerdefrei. Ich nehme morgens 1 Hub Estradiol-Gel, abends 1 Kapsel Progesteron 200 mg und aufgrund früherer Libidoprobleme alle 3 Tage 1 Hub Testosteron-Gel auf die Innenseite der Oberschenkel. Ich fühle mich sehr gut und meine Frage ist, ob ich diese Dosierung auf Dauer beibehalten kann oder ob, wie ich oft gelesen habe, Progesteron nicht dauerhaft eingenommen werden sollte. Was halten Sie von der Dosierung des Testosterons? Bei meiner letzten Blutuntersuchung wurde das freie Testosteron mit 2,3 pg/mL gemessen.

Die Dosierung von Estradiol und Progesteron finde ich super. Das Progesteron kann man kontinuierlich einnehmen, der Abstand zur letzten Regel reicht aus. Zur Testosterontherapie: Leider gibt es in Deutschland kein zugelassenes Testosteronpräparat für Frauen. Oft wird sich damit beholfen, dass die deutlich höher dosierten Präparate für Männer in reduzierter Dosierung (wie bei Ihnen z. B. alle 3 Tage) auch für Frauen verwendet werden. Hierbei handelt es sich jedoch um einen „Off-Label-Use“, also eine Anwendung außerhalb der Zulassung des Produktes. Die Erfahrung zeigt, dass damit kein konstant niedriger Wirkspiegel erreicht werden kann und es häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen wie vermehrtem Haarwuchs, Akne oder Stimmveränderungen kommt. Wenn durch die alleinige Gabe von Progesteron und Estradiol keine Verbesserung der Libido erreicht werden kann und auch die vaginale Anwendung von Estrogenen keine Besserung bringt, ist die Anwendung eines Testosterongels als individueller Heilversuch eine Option. Der freie Testosteronwert liegt bei der von Ihnen angewendeten Dosierung zumindest zum Zeitpunkt der Blutentnahme im (oberen) Normbereich, wie er auch bei Frauen vor den Wechseljahren zu erwarten ist. Gegebenenfalls ist die tägliche Anwendung eines in der Apotheke speziell für Frauen angemischten Gels (sog. Magistralrezeptur) hinsichtlich des Wirkspiegels besser als die Anwendung eines Hubs alle 3 Tage. In jedem Fall sollte die Therapie unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle erfolgen. Alles Gute!

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, ich habe einige Jahre lang 2 Hübe Estradiol-Gel und 15 Tage lang 200 mg Progesteron Kapseln eingenommen. Mit Progesteron habe ich dann 11 Tage pausiert und am 12. Tag wieder für 15 Tage begonnen. Jetzt habe ich alles abgesetzt (ausschleichen lassen), um zu sehen, ob ich vielleicht beschwerdefrei bin. Es geht mir aber gar nicht gut, Schlafstörungen, Herzrasen und Hitzewallungen sind wieder aufgetreten. Nun meine eigentliche Frage: Ist die Anwendung, wie ich sie bisher praktiziert habe, richtig? Ich höre immer wieder, du musst das Progesteron immer nehmen, um deine Gebärmutter zu schützen. Was ist ratsam: mit Pausen oder durchgehend, da ich das Gel ja auch ohne Pause auftrage? Ich weiß nicht, wann ich meine letzte Periode hatte.

Ihre bisherige Anwendung war in jedem Fall richtig und ausreichend, um die Gebärmutter zu schützen. Da keine Blutungen mehr auftreten, kann auf die kontinuierliche Einnahme von Progesteron umgestellt werden. Durch die kontinuierliche Einnahme am Abend bessern sich häufig die Schlafstörungen und es ist auch wesentlich einfacher in der Anwendung. Es genügt dann 1 Kapsel mit 200 mg Progesteron pro Tag. Viel Erfolg!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Frau Dr. Wiese, meine Frauenärztin hat bei mir eine kleine Zyste diagnostiziert. Um meine Periode auszulösen, hat sie mir Chlormadinon 2 mg verschrieben. Das soll ich 10 Tage lang einnehmen, bis meine Periode einsetzt. Da mein Blutdruck in den letzten Monaten erhöht war, nehme ich seit einigen Wochen Candesartan 8 mg und eine halbe Tablette Chlortalidon 25 mg. Ich habe früher unter Depressionen gelitten. Ich habe Angst vor den Nebenwirkungen von Chlormadinon. Kann ich es durch Progesteron ersetzen? Ist es möglich, das Medikament nur einmal zu nehmen (10 Tage bis zum Beginn der Menstruation) oder muss es regelmäßig (jeden Zyklus) eingenommen werden?

Hatten Sie vorher regelmäßige Blutungen? Oder liegt diese länger als 1 Jahr zurück? Die Anwendung von Chlormadinon hat in der Regel keine relevanten Nebenwirkungen, insbesondere wenn sie wie bei Ihnen nur kurzzeitig erfolgt. Eine einmalige Anwendung innerhalb eines Zyklus reicht aus, um eine Blutung auszulösen. Die Anwendung von Progesteron ist ebenfalls eine Möglichkeit, allerdings fehlt dann die unterdrückende Wirkung auf den Eierstock und die Follikelreifung (die Ihre Frauenärztin wegen der kleinen Zyste sicher wünscht).

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Herr Prof. Bohnet, ich nehme seit über 10 Jahren Estradiol-Gel und 100 mg Progesteron, was mir guttut. Alle paar Monate habe ich Schmierblutungen. Jetzt wurde bei einer Untersuchung festgestellt, dass ich eine kleine Gebärmutterzyste habe, die ich entfernen lassen soll. Ist das unbedingt notwendig? Ich habe Angst vor dem Eingriff, vor allem vor der Narkose.

Da Sie immer wieder Blutungen haben, ist eine Ausschabung in Ihrer Altersgruppe schon notwendig. Sie bekommen nur eine sogenannte Kurznarkose, das ist eine Routinemaßnahme. Alles Gute!

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich nehme seit mehreren Wochen morgens 2 Hübe Estradiol-Gel und abends 200 mg Progesteron. Drei Wochen lang ging alles gut, dann kam eine leichte Blutung für ca. 1 Woche. Mein Frauenarzt hat mir zusätzlich 100 mg Progesteron abends verschrieben. Da ich jetzt vermehrt Brustspannen habe, soll ich das Gel 3–4 Tage absetzen und dann wieder mit 2 Hüben anfangen. Ich frage mich nur, ob das Sinn ergibt.

Ihre Beschwerden deuten auf einen relativen Östrogenüberschuss hin! Sie verwenden relativ viel körpereigenes Estradiol und im Fettgewebe kann viel Estron gebildet werden. Ja, legen Sie eine Hormonpause von mindestens 4 Tagen ein. Danach beginnen Sie, kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Gel aufzutragen und ca. 1 Stunde vorher die 200 mg Progesteron-Kapsel einzunehmen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrtes Expertenteam, ab dem 12. Zyklustag nehme ich abends 200 mg Progesteron ein. Mein Zyklus ist jetzt eher kurz, nach 8–10 Tagen Progesteroneinnahme möchte die Periode langsam einsetzen. Meine Frage: Muss ich das Progesteron bei den ersten leichten Anzeichen der Menstruation sofort absetzen oder kann ich es noch 1 bis 2 Tage weiter einnehmen, um zumindest auf 24 oder 25 Zyklustage zu kommen? Vielen Dank!

Progesteron unbedingt weiter einnehmen. Da die Wechseljahre noch ca. 8 Jahre dauern können, wäre das Einsetzen einer Hormonspirale sinnvoll.

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlterjünger als 30 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, seit einigen Monaten leide ich unter unregelmäßigen oder ausbleibenden Zyklen. Ich möchte weder die Pille noch die Hormonspirale nehmen. Meine Frauenärztin hat mir nun bioidentische Hormone verschrieben: morgens ein Estradiol-Spray und abends 200 mg Progesteron-Kapseln zum Einnehmen. Im Ultraschall hat man gesehen, dass sich meine Schleimhaut doch etwas aufgebaut hat. Ist es dann sinnvoll, eine Monotherapie mit Progesteron durchzuführen? Meine Blutwerte zeigten keinen Nährstoffmangel.

Die Frage ist: Warum ist die Regel ausgeblieben? Gab es Belastungen? Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen vor, wenn keine Pille eingenommen werden soll, die Gabe von Estradiol und Progesteron. Ihre Frauenärztin hat also richtig verordnet.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich hatte vor einigen Wochen eine Laseroperation zur Entfernung von Krampfadern am Bein. Wie lange sollte man danach mit der Hormonersatztherapie mit 1 Hub Estradiol-Gel und 200 mg Progesteron-Kapseln pausieren?

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, die Hormonersatztherapie bei solchen Eingriffen zu unterbrechen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrtes Expertenteam, ich nehme seit mehreren Monaten morgens 2 Hübe Estradiol und abends 100 mg Progesteron. Bisher ging alles sehr gut, aber jetzt stelle ich fest, dass ich depressiv und aggressiv werde… Stimmt etwas mit meiner Dosierung nicht? Denn diese Symptome kannte ich vorher nicht.

Bei Ihren Körpermaßen halte ich die Dosierung für nicht optimal. Lassen Sie die Hormone 4 Tage aus, eine Blutung ist nicht auszuschließen. Nehmen Sie dann 4 Tage lang nur 200 mg Progesteron ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen. Danach fügen Sie kurz vor dem Schlafengehen 1 Hub Estradiol-Gel hinzu und bleiben bei dieser Dosierung von Gel und Kapseln.

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BeschwerdenMuskel- / Gelenkschmerzen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, aufgrund von Wechseljahresbeschwerden wie Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen etc. hat mir meine Frauenärztin Estradiol-Gel (1 Hub morgens) und ab dem 14. Zyklustag Progesteron-Kapseln 200 mg abends verschrieben. Das Gel nehme ich seit wenigen Wochen, die Kapseln seit einigen Tagen. Am Anfang ging es mir gut. Aber jetzt habe ich tagsüber eine sehr starke innere Unruhe und ein Kribbeln im ganzen Körper. Wird sich das wieder legen oder sollte ich die Dosierung ändern? Vielen Dank für Ihre Information!

Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben ist die Dosierung durchaus üblich. Allerdings ist es für manche Frauen von Vorteil, das Gel kurz vor dem Schlafengehen aufzutragen und die Kapsel ca. 1 Stunde vorher einzunehmen. Es kann durchaus Wochen dauern, bis sich eine stabile Situation einstellt.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | HitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Morgen, ich nehme seit einiger Zeit morgens 1 Hub Estradiol-Spray und durchgehend 200 mg Progesteron-Kapseln. Seit Anfang des Jahres habe ich Rosazea und im Sommer wurde bei mir ein Lipödem an Beinen, Armen, Bauch und Rücken diagnostiziert. Zurzeit habe ich wieder starke Hitzewallungen und sehr trockene Haut. Kann die HRT die Rosazea/Lipödem ausgelöst haben? Sollte ich die HRT absetzen?

Die körpereigenen Hormone, die Sie anwenden, lösen das nicht aus. Auch junge Frauen mit funktionierenden Eierstöcken können diese Symptome bekommen. Wenn Sie die Hormone absetzen, können die Wechseljahresbeschwerden wieder auftreten.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrte Expertinnen und Experten, ich leide an Östrogendominanz, bin bereits in den Wechseljahren und mein Progesteronspiegel ist sehr niedrig. Mir wurden Progesteron 200 mg Kapseln verschrieben. Nun meine Frage kann ich die Weichkapseln auch halbieren? Ich habe das Gefühl, dass 200 mg zu viel sind.

Nein, die Kapseln dürfen nicht geteilt werden, aber könnten gegebenenfalls vaginal angewendet werden. Alternativ gibt es auch 100 mg Progesteron-Kapseln.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich habe plötzlich wieder eine normale Regelblutung und nehme seit mehreren Monaten morgens einen Hub Estradiol-Gel und abends eine Kapsel Progesteron 200 mg vaginal ein. Soll ich die Anwendung während der Blutung fortsetzen oder unterbrechen? Ich habe noch eine Frage: Warum soll bei Estradiol-Gel das Progesteron oral oder vaginal angewendet werden und nicht über Progesteron-Creme? Meine Frauenärztin hat ausdrücklich davon abgeraten. Meine Hausärztin meinte, das geht.

Während der Menstruation sollten Sie die Hormongabe unterbrechen. Progesteron hat als Creme über die Haut keine „ausreichende“ Wirkung, da der Wirkstoff bei transdermaler Anwendung nur in sehr geringen Mengen vom Körper aufgenommen wird.

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BeschwerdeBrustspannen / BrustschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Hallo, kann man neben der Anwendung von bioidentischen Hormonen auch DHEA 25 mg einnehmen? Ich nehme aktuell einen Hub Estradiol-Gel und eine Kapsel Progesteron. Nach einer Blutuntersuchung wurde mir empfohlen, zusätzlich DHEA einzunehmen. Nach vier Tagen merke ich, dass meine Brüste spannen und ich sehr müde bin. Was sagen Sie dazu?

Die Fachgesellschaften sehen derzeitig in der (zusätzlichen) Einnahme von DHEA neben einer klassischen Hormontherapie in den Wechseljahren, wie Sie sie durchführen, keinen Vorteil.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin in der Perimenopause. Zurzeit nehme ich morgens und abends einen Hub Estradiol-Gel und 100 mg Progesteron. Nun wurde festgestellt, dass mein Myom um 2 cm auf 8 cm gewachsen ist. Kann ich die Hormonersatztherapie fortsetzen oder sollte ich das Estradiol-Gel absetzen? Ich möchte ein weiteres Wachstum des Myoms verhindern, bis eine Entscheidung über eine mögliche Operation getroffen wird.

Es ist ungewöhnlich, dass ein Myom in Ihrer Altersgruppe wächst. Messabweichungen müssen diskutiert werden Setzen Sie die Hormontherapie in den Wechseljahren fort, ich würde aber eine Kapsel mit 200 mg Progesteron bevorzugen. Kontrolle in ca. ½ Jahr!

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BeschwerdeDepressive Verstimmung / DepressionenThemaDosierung & AnwendungAlter35–40 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, nach einem Jahr mit starken Depressionen und Angstzuständen (stark verstärkt ab der Zeit um den Eisprung) wurde bei mir ein Progesteronmangel festgestellt (0,8 bei Normwert >8). Nun wende ich seit einer Woche 200 mg Progesteron Kapseln abends vaginal an, spüre aber noch keine Besserung. Muss ich geduldig sein, weil sich der Progesteronspiegel erst aufbauen muss? Wäre die Einnahme besser?

Es hat sich bewährt, die Progesteron-Kapsel ab dem 12. Zyklustag 12 Tage lang jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen. Nur durch die Einnahme entfaltet das körpereigene Hormon auch seine beruhigende und u. a. schlaffördernde Funktion. Guter Schlaf ist die Voraussetzung dafür, dass sich Depressionen bessern oder gar verschwinden. Alles Gute!

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BeschwerdeMuskel- / GelenkschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße180–185 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Prof. Bohnet, meine Konzentration leidet und ich habe eine adhäsive Kapsulitis (sogenannte Schultersteife durch eine Gelenkentzündung), trotz der Einnahme von 100 mg Progesteron eine Stunde vor dem Schlafen, einen Hub Estradiol-Gel direkt vor dem Schlafen. Könnte ein weiterer Hub, also zwei Hübe Estradiol-Gel die Beschwerden bessern?

Aufgrund Ihres Alters ist davon auszugehen, dass Ihre Eierstöcke noch etwas Estradiol produzieren, insofern würde ich es bei der Therapie bzw. Dosierung belassen. Viel hilft nicht viel!

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Schlafstörungen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, ich nehme seit ca. einem Jahr morgens 2 Hübe Estradiol-Gel und abends 200 mg Progesteron. Wegen starken Brustspannungen habe ich die Dosis reduziert, 1 Hub morgens, 100 mg Progesteron abends. Jetzt hatte ich eine leichte Blutung und habe die Hormone vor einer Woche ganz abgesetzt. Leider sind alle Beschwerden, vor allem die Schlafstörungen, wieder da. Kann ich jetzt einfach wieder mit der gewohnten Dosis anfangen? Für Ihre Einschätzung wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Sie haben intuitiv alles richtig gemacht! Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße sollten Sie am besten wieder einen Hub Gel auftragen, aber kurz vor dem Schlafengehen und ca. 1 Stunde vorher eine Kapsel Progesteron 100 mg einnehmen. Im Spätherbst sollten Sie zudem Vitamin D und die Knochendichte kontrollieren lassen!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, Sie haben mir diese Woche bereits geantwortet, dass ich Ihnen meinen Hormonstatus mitteilen kann. Dieser wurde am 5. Menstruationstag entnommen. Das Anti-Müller-Hormon lag bei 0,9, Estradiol bei 43 und Progesteron bei 0,9. Meine Frage dazu wäre noch, ob ich zusätzlich Estradiol-Gel nehmen soll? Kann ich die 200 mg Progesteron-Kapsel auch vaginal anwenden oder ist die Wirkung dann anders? Wenn meine Periode unter der 12-tägigen Einnahme früher kommt, soll ich dann das Progesteron noch die 12 Tage weiter einnehmen?

Leider wurde das aussagekräftigste Hormon, das FSH, nicht bestimmt. Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass Ihre Eierstöcke noch eine Restaktivität haben und offensichtlich noch Estrogene produzieren. Wenn unter Progesteroneinnahme eine Blutung auftritt, sollte spätestens nach 1–2 Tagen die weitere Einnahme abgesetzt werden. Wenn die Progesteron-Kapsel eingenommen wird, fördert das Hormon die Schlafqualität, was bei vaginaler Anwendung verloren geht. Solange noch Blutungen auftreten, brauchen Sie in der Regel kein Estradiol-Gel.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Herzklopfen | SchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Abend, sehr geehrtes Expertenteam, ich nehme seit einigen Monaten 1 Hub Estradio-Gel und 100 mg Progesteron. Meine Beschwerden wie Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Herzrasen und Erschöpfung haben sich gebessert. Nach Hormonstatus Estradiol 286 ng/l, FSH 73,4, TSHB 0,79 sagt meine Gynäkologin sofort ausschleichen. Beschwerden wie Schlafstörungen sind wieder da. Bei meiner Frauenärztin finde ich keine Unterstützung und schaffe meinen Alltag kaum noch. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Obwohl die Aktivität Ihrer Eierstöcke aufgrund Ihres Alters vollständig erloschen sein müsste, war der Estrogenspiegel sehr hoch, wahrscheinlich aufgrund der Anwendung des Gels. Vermutlich wurde der zeitliche Abstand zwischen Anwendung und Blutentnahme nicht berücksichtigt. Im Übrigen sind solche Hormonanalysen nicht zielführend, wie Ihr „Fall“ wieder einmal beweist, weshalb die Fachgesellschaften ein solches Vorgehen nicht empfehlen. Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben empfehle ich unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel aufzutragen und parallel dazu ca. 1 Stunde vorher eine Kapsel Progesteron 100 mg einzunehmen. Alles Gute!

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | Muskel- / GelenkschmerzenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo zusammen, meine Frauenärztin hat mir bei der Untersuchung vor einigen Monaten gesagt, dass meine Periode wahrscheinlich ein halbes Jahr zuvor meine letzte war. Ich war bei ihr, weil ich unter starken Hitzewallungen, Herzrasen und Gelenkschmerzen litt. Mir wurden 200 mg Progesteron täglich abends und 1 Hub Estradiol-Gel abends verschrieben. Die HRT hilft mir sehr gut gegen meine Beschwerden. Seitdem habe ich jedoch bereits meine 4. Menstruationsblutung. Soll ich die Behandlung unverändert fortsetzen? Vielen Dank!

Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben ist die Dosierung optimal. Leider kommt es in Ihrer Altersgruppe immer wieder zu Blutungen. Wenn eine Blutung auftritt, ist es am besten, die Hormone für 4 Tage auszusetzen.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich erhalte seit einigen Monaten eine Hormonersatztherapie, die ich zunächst konstant anwenden sollte (Estradiol-Gel 2 Hub morgens und Progesteron 100 mg abends). Meine letzte Periode hatte ich vor genau einem Jahr. Vor einigen Wochen hat die Ärztin nun umgestellt auf 14 Tage einmal täglich Progesteron 200 mg und dann 14 Tage Pause. Am 6. Tag der Pause hatte ich eine leichte Blutung. Jetzt nehme ich wieder Progesteron und habe am 6. Tag der Einnahme eine bräunliche Schmierblutung bekommen. Sollte ich etwas ändern?

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße und der Tatsache, dass Sie menstruieren, halte ich die Anwendung von 2 Hüben Gel auf Dauer für zu viel! Ich weiß nicht genau, was Sie gerade machen. Aber da Sie wahrscheinlich eine Schmierblutung haben, würde ich empfehlen, dass Sie die Hormone 4 Tage aussetzen. Danach sollten Sie kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Gel auftragen und ca. 1 Stunde vorher die Progesteron-Kapsel einnehmen. Beide Hormone werden dann 21 Tage lang angewendet, danach sollte wieder pausiert werden.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Haar- & Hautprobleme | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter40–45 JahreGröße175–180 cmGewicht90–95 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich kämpfe seit einiger Zeit mit den Anfängen der Wechseljahre. Vor allem mit extremer Aggressivität von 0 auf 100, Haarausfall, Schlafstörungen, starkem PMS, Gelenkschmerzen, Stimmungsschwankungen etc. Meine Ärztin verschrieb mir Progesteron-Kapseln ab dem 10. Tag 1 Kapsel abends. Ein anderer Arzt meinte, das sei völlig falsch und verschrieb mir Estradiol als Gel. Daraufhin habe ich aber ein starkes Brustspannen entwickelt. Ich verhüte mit der Hormonspirale. Was ist Ihrer Meinung nach der richtige Weg? Ich bin etwas überfordert. Ich habe das Gefühl, dass mir das Progesteron auch guttut, trotz der Menge an Gestagen, die schon in der Spirale enthalten ist.

Die Wechseljahre sind in Ihrer Altersgruppe selten und müssten erst durch eine Hormondiagnostik gesichert werden, was auch mit liegender Hormonspirale möglich ist. In der Regel würde bei Ihren Körpermaßen Progesteron 200 mg zum Einsatz kommen. Vermutlich liegt bei Ihnen ein sogenanntes metabolisches Syndrom vor, eine Stoffwechselstörung, die zu klimakterischen Symptomen führen kann. Am besten wäre eine Abklärung durch einen Diabetologen, der unter anderem auch entscheiden kann, ob Sie z. B. wöchentlich Semaglutid spritzen sollten, um eine Gewichtsreduktion zu erreichen.

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BeschwerdeDepressive Verstimmung / DepressionenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße155–160 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich nehme seit über einem Jahr Estradiol-Gel, die Hitzewellen sind weg. Seit mehreren Monaten fühle ich mich erschöpft und manchmal depressiv verstimmt. Früher habe ich regelmäßig Sport getrieben, jetzt schaffe ich es höchstens einmal die Woche, wenn überhaupt. Ich vermute, dass ein Progesteronmangel hinzugekommen ist, kann das sein?

Wenn Sie noch eine Gebärmutter haben, „müssen“ Sie Progesteron einnehmen. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße halte ich 1 bis 1,5 Hub Gel für angemessen, ggf. parallel dazu kontinuierlich 100 mg Progesteron.

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BeschwerdeBrustspannen / BrustschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich nehme 1 Hub Estradiol-Gel und 200 mg Progesteron Kapseln. Die Beschwerden sind unter Kontrolle. Vorher hatte ich 2 Hübe Gel und 200 mg Progesteron angewendet, dadurch hatte ich starke Brustschmerzen. Die Libido war mehr als normal. Jetzt unter 1 Hub Estradiol-Gel habe ich kaum noch Libido. Was kann ich tun?

Dies war vermutlich ein zufälliger zeitlicher Zusammenhang. Eine höhere Dosis der Estradiol-Hormontherapie in den Wechseljahren hat keinen Einfluss auf die Libido.

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo, ich habe von meiner Frauenärztin Progesteron 200 mg und Estradiol-Gel wegen meiner Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen verschrieben bekommen. Beides soll ich abends anwenden. Durchgehend. Und mit beiden sofort anfangen. Ist das richtig? Der Beipackzettel und das Internet verwirren mich. Dort steht nichts von einer Einnahmepause, und oft liest man, dass man morgens das Estrogen und abends das Gestagen einnehmen soll.

Es hat sich bewährt, die Progesteron-Kapseln zunächst 10 Tage lang ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen einzunehmen. Danach sollte eine Pause von 4 Tagen eingelegt werden, in der es zu einer Blutung kommen kann. Danach sollten Sie sich an die Empfehlungen Ihrer Frauenärztin halten!

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BeschwerdenHerzklopfen | ZyklusbeschwerdenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich habe einen sehr unregelmäßigen Zyklus. Ich nehme Progesteron alle 14 Tage. In letzter Zeit habe ich häufiger Herzrasen nach dem Aufwachen. Estradiolspray nehme ich nur nach Gefühl, da mein Östrogenspiegel sehr schwankt. Wann im Zyklus ist der Estrogenspiegel am niedrigsten?

Der Estrogenspiegel ist um die Menstruation herum am niedrigsten. Es kommt aber auch darauf an, ob die Hormone im Gleichgewicht sind. Grundsätzlich hat sich die Einnahme von zum Beispiel Progesteron 100 mg ab dem 12. Zyklustag für 12 Tage bewährt. Da die Wechseljahre durchaus ca. 10 Jahre andauern können, sollten Sie überlegen, sich eine Hormonspirale einsetzen zu lassen, die die Regelblutung zuverlässig unterdrückt. So kann durch eine entsprechende Hormonapplikation eine konstante und stabile Situation geschaffen werden.

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BeschwerdenScheidentrockenheit | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlterälter als 65 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich leide seit einiger Zeit unter Schlaflosigkeit und Scheidentrockenheit. Meine Psychologin hat mir zu einer bioidentischen Hormonersatztherapie geraten. Meine Wechseljahre haben vor über 15 Jahren begonnen. Ist eine solche Therapie jetzt noch sinnvoll? Kann man etwas dagegen tun? Vielen Dank!

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen in Ihrer Altersgruppe keine Hormontherapie mehr vor. Sie könnten aber gegen die Scheidentrockenheit regelmäßig und dauerhaft Estriol vaginal anwenden. Eine Hormontherapie wird dagegen mit Estradiol durchgeführt. Es wird von den Fachgesellschaften empfohlen, bei „Schlafproblemen“ eine geringe Dosis eines Antidepressivums einzunehmen, z. B. 10 mg Paroxetin.

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BeschwerdenSchlafstörungen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße180–185 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, seit einigen Wochen nehme ich morgens einen Hub Estradiol-Gel und abends zurzeit durchgehend 100 mg Progesteron. Nun möchte ich die Dosis auf 200 mg erhöhen, da meine Schlafstörungen noch nicht besser geworden sind. Das habe ich auch mit meiner Ärztin so besprochen. Allerdings habe ich seit wenigen Tagen eine ganz leichte Schmierblutung. Soll ich diese ignorieren und weiter alles nehmen oder eine Pause einlegen? Bin sehr verunsichert.

Ich empfehle, die Hormone für 4 Tage ganz wegzulassen und dann wieder mit der gewünschten Dosierung zu beginnen. Viele Frauen profitieren davon, wenn das Gel kurz vor dem Schlafengehen aufgetragen wird!

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht45–50 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, meine letzte Periode ist erst ein paar Monate her. Seitdem habe ich ständig Kopfschmerzen. Zweimal (2 Monate vor der letzten Periode) hatte ich genau 24 Stunden vor der Periode die gleichen Kopfschmerzen. Mit Beginn der Periode verschwanden sie. Dieses Mal nicht, da die Periode auch nur einen Tag dauerte. Hängen diese Kopfschmerzen mit der Hormonumstellung zusammen? Was kann ich dagegen tun? Vielen Dank!

Natürlich befinden Sie sich in den Wechseljahren, die sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen können. Eine Hormontherapie mit den körpereigenen Hormonen Progesteron und Estradiol sollte erwogen werden. Aufgrund Ihrer Angaben und Ihrer Körpermaße sollte zunächst Progesteron eingenommen werden, und zwar Progesteron 100 mg über 12 Tage. Eventuell folgt eine Menstruation. Am besten melden Sie sich dann wieder. Da Sie aufgrund Ihrer Statur osteoporosegefährdet sind, sollten Sie bald eine Knochendichtemessung durchführen lassen!

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BeschwerdeSchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Risiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, seit kurzer Zeit nehme ich Progesteron-Kapseln oral vor dem Schlafengehen ein, da ich unter massiven Schlafstörungen leide. Jetzt schlafe ich zwar gut, aber am nächsten Tag bin ich stark benommen und leide unter heftigem Schwindel. Meine Frage: Gewöhnt sich der Körper an die Nebenwirkungen von Progesteron und soll ich es weiter nehmen? Oder vertrage ich Progesteron einfach nicht und sollte es besser absetzen? Außerdem habe ich eine leichte Schilddrüsenunterfunktion und nehme L-Thyroxin 25 µg täglich. Vielen Dank.

Ja, es gibt eine Gewöhnungsphase, Sie nehmen körpereigenes Progesteron ein. Die Kapsel sollte 1 bis 1,5 Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Wenn Sie 200 mg eingenommen haben, versuchen Sie es gegebenenfalls mit 100 mg.

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BeschwerdeHerzklopfenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Kann ich eine Hormontherapie beginnen, wenn ich Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen habe? Ich bin seit 5 Jahren in den Wechseljahren und habe diese Beschwerden seit dieser Zeit.

Die Beschwerden könnten mit den Wechseljahren zusammenhängen. Nach den Leitlinien der Fachgesellschaften könnten Sie durchaus noch mit einer Hormontherapie in den Wechseljahren beginnen. Ich nehme an, Sie nehmen ein sogenanntes Antihypertonikum, um Ihren Blutdruck zu normalisieren. Dann könnten Sie 12 Tage lang eine Kapsel mit 100 mg körperidentisches Progesteron, jeweils ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen einnehmen. Danach machen Sie 4 Tage Pause. Es ist nicht auszuschließen, dass eine (Schmier-)Blutung auftritt. Dann beginnen Sie damit, unmittelbar vor dem Schlafengehen einen halben Hub Estradiol-Gel, das körperidentisches Estradiol enthält, aufzutragen und ca. 1 Stunde vorher die Progesteron-Kapsel einzunehmen. Natürlich müssen Sie das Vorgehen mit Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen absprechen und sich die Präparate verschreiben lassen.

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BeschwerdenZwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter40–45 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Seit etwa zwei Jahren habe ich Zyklusstörungen. Alle 5–6 Monate treten verlängerte Zyklen auf, die dann mit einer Dauerblutung oder einer sehr starken und langen Blutung enden. Diese wurden bisher mit Chlormadinonacetat für 12 Tage gestoppt, danach kam es zu einer stärkeren Blutung und es war vorbei. Es folgten normale Zykluslängen, bis nach einigen Monaten wieder eine Dauerblutung einsetzte. Meine Frauenärztin stellte vermehrt Follikelzysten fest, die die Dauerblutung verursachten. Sie empfahl mir eine Gestagenpille oder alternativ Progesteron-Kapseln zyklisch für 14 Tage jeden Monat. Ich habe Krampfadern, die mir jetzt im Sommer Beschwerden bereiten. Was halten Sie von diesem Therapievorschlag im Hinblick auf ein eventuell erhöhtes Thromboserisiko? Und ist es mit über 40 nicht schon sehr spät, mit der Pille anzufangen?

Da Sie schlank sind, nehme ich an, dass Sie keine Risikofaktoren haben, die gegen die Einnahme einer Gestagenpille sprechen. Zudem ist die Einnahme einer Gestagenpille nicht mit einem erhöhten Thromboserisiko verbunden – im Gegensatz zu kombinierten Pillen, die neben einem Gestagen auch ein Östrogen enthalten. Aber das müssen die Ärzte vor Ort beurteilen. Da die Wechseljahre noch gut 10 Jahre dauern können, können Sie auch überlegen, sich eine sogenannte Hormonspirale einsetzen zu lassen. Je nach Dosis der Spirale kann diese die Blutung 3 bis 5 Jahre, teilweise sogar bis zu 8 Jahre, unterdrücken. Bei Bedarf könnten Sie dann bei Wechseljahresbeschwerden zusätzlich Estradiol anwenden.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Herzklopfen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo zusammen. Ich habe schon viel gelesen, aber mein konkretes Problem war noch nicht dabei. Laut Hormonstatus befinde ich mich in der Perimenopause kurz vor der Menopause. Seit einiger Zeit plagen mich viele Symptome. Am schlimmsten sind die Schlafstörungen und das Herzrasen. Gefolgt von Angstzuständen und depressiven Verstimmungen. Seit 2 Monaten habe ich keine Blutung mehr. Vorher waren sie unregelmäßig und kurz. Die Gynäkologin hat mir 2 Estradiol-Kapseln morgens und 200 mg Progesteron-Kapseln abends verschrieben, mit dem Hinweis, diese durchgehend einzunehmen. Ist das auch Ihre Meinung? Und wenn ja, warum? Ich dachte mir, es könnte doch noch eine Blutung kommen. Und eine weitere Frage schließt sich an. Ab wann kann ich mit einer Linderung der Symptome rechnen bzw. wann muss ich was ändern? Vielen Dank!

Im Prinzip ist das möglich, aber ich empfehle ein etwas anderes Vorgehen: Zuerst nehmen Sie die Progesteron-Kapseln 10 Tage lang, jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen. Dann machen Sie eine Pause von 4 Tagen, in der die Menstruation kommen kann. Unabhängig davon, ob die Regelblutung eintritt oder nicht, tragen Sie kurz vor dem Schlafengehen ein Hub Estradiol-Gel auf und nehmen die Progesteron-Kapsel ca. 1 Stunde vorher ein. Beide Hormone werden dann parallel und kontinuierlich angewendet. Sollte es zu einer Blutung kommen, machen Sie einfach wieder 4 Tage Pause. Viel Erfolg!

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | Scheidentrockenheit | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße180–185 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bekomme meine Periode nur noch sehr leicht alle paar Monate. In letzter Zeit habe ich vermehrt Hitzewallungen, extreme Trockenheit der Schleimhäute, Herzrasen, Unruhe/Ruhelosigkeit bis hin zu Angst/Panikattacken. Mein Frauenarzt hat mir Estradiolgel 2 Hübe/Tag und 100 mg Progesteron verschrieben. Seit 1,5 Wochen nehme ich morgens einen Hub und abends einen Hub Estradiol und kurz vor dem Schlafengehen noch 100 mg Progesteron. Die Hitzewallungen sind deutlich besser und allgemein würde ich auch sagen, dass es mir besser geht. Aber die Unruhe ist manchmal noch da. 1. Soll ich aufgrund der Symptome 3 Hübe Estradiolgel anwenden? 2. Gerade wegen der Unruhe: kann ich ohne Bedenken versuchen, 200 mg einzunehmen. z. B. 100 mg morgens und 100 mg abends und das durchgehend, ohne Unterbrechung?

Bei Ihren Körpermaßen wären 3 Hübe pro Tag viel zu viel. Da Sie eine jahrelange Hormontherapie in den Wechseljahren vor sich haben, sollten Sie nur so viel wie nötig anwenden. Die meisten Frauen kommen mit einem Hub Gel aus, der am besten kurz vor dem Schlafengehen aufgetragen wird. Eine Kapsel mit 200 mg Progesteron sollte etwa 1 Stunde vorher eingenommen werden. Beide Hormone sollten täglich angewendet werden.

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BeschwerdeHerzklopfenThemenDosierung & Anwendung | Risiken & NebenwirkungenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Hallo, ich nehme seit 14 Tagen morgens 2 Hub Estradiol-Gel und abends 200 mg Progesteron-Kapseln. Seit ca. einer Woche habe ich einen erhöhten Blutdruck, extreme Unruhe und ein extremes Kälteempfinden, das abends wieder nachlässt. Seit 3 Tagen habe ich die Dosis auf 1 Hub morgens reduziert. Abends ist mein Blutdruck wieder normal, aber trotz der Einnahme von Progesteron leide ich unter starken Schlafstörungen. Meine Frage wäre, ob ich beides besser abends anwenden sollte und ob die Nebenwirkungen nachlassen, wenn sich mein Körper an die Hormone gewöhnt hat. Mein Vitamin D Spiegel ist gut und ich nehme noch B Vitamine und Magnesium zu mir. Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen.

Wenn ich davon ausgehe, dass Sie noch nie eine Hormontherapie in den Wechseljahren angewendet haben und unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße, ist die Dosis viel zu hoch. Setzen Sie die Hormone mindestens 4 Tage komplett ab und beginnen Sie dann kurz vor dem Schlafengehen mit der Anwendung von einem halben Hub Gel und ca. 1 Stunde vorher mit der Einnahme einer Kapsel mit 100 mg körperidentischem Progesteron. Beide Hormone sollten Sie dann kontinuierlich anwenden. Messen Sie jeden Morgen nach dem Aufwachen im Bett Ihren Blutdruck und notieren Sie die Werte. Haben Sie schon Ihre Knochendichte messen lassen?

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrte Damen und Herren, ich nehme seit etwa einem Jahr 1x täglich eine Kombikapsel Estradiol/Progesteron (1 mg/100 mg) gegen meine Wechseljahresbeschwerden. Das hat auch bis vor wenigen Wochen gut funktioniert, seitdem habe ich wieder vermehrt mit Wechseljahresbeschwerden zu kämpfen. Laut meiner Frauenärztin könnte ich auf ein Gel und eine Progesterontablette umsteigen, aber sie würde mir nur eine Tablette mit 100 mg Progesteron verschreiben. Von dem Kombinationspräparat könnte ich auch 2 Tabletten nehmen, aber nicht dauerhaft. Leider verstehe ich das nicht, denn wenn ich 2x das Kombi-Präparat nehmen würde, wären das 200 mg Progesteron. Außerdem dachte ich, dass es sowieso sinnvoll ist, 200 mg Progesteron zu nehmen. Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich mich verhalten soll, und habe schon überlegt, die Ärztin zu wechseln.

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße können Sie alternativ ca. 1 Hub Estradiol-Gel kurz vor dem Schlafengehen auftragen. Estradiol schützt vor der Entwicklung von Osteoporose. Eine Stunde vorher sollte eine Progesteron-Kapsel eingenommen werden, wobei zum Beispiel 100 mg Progesteron ausreichen sollten, aber auch gegen die Einnahme von 200 mg Progesteron spricht nichts. Es ist erwiesen, dass 200 mg die Schlafqualität maximal verbessern.

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BeschwerdenSchlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, seit über zehn Jahren nehme ich Progesteron-Kapseln 100 mg und 1–2 Hub Estradiol-Gel, mit zwischenzeitlichem Auslassversuch der Hormone (8 Monate). Seit einem Monat nehme ich Famenita 200 mg, weil ich unter sehr starken Schlafstörungen litt, Stimmungseinbrüche und die Schilddrüse Probleme machte und der TSH-Wert supprimiert wurde. Gleich nach der Einnahme der höheren Progesteron-Dosis (200 mg) hatte ich einen sehr guten, tiefen und energiereichen Schlaf, wie ich ihn seit über zehn Jahren nicht mehr hatte. Ich merke erst jetzt, dass ich in einem Zustand ständiger Erschöpfung und Schlafmangels war. Ich bin wie ein neuer Mensch. Nun meine Frage: Ist die dauerhafte Einnahme von Progesteron 200 mg schädlich?

Das ist ja toll, dass Ihnen das körpereigene Hormon in höherer Dosierung geholfen hat. Es ist eigentlich gut dokumentiert, dass man mit 200 mg eine sehr gute Wirkung auf den Schlaf erzielt. Es spricht nichts dagegen, diese Dosis dauerhaft einzunehmen. Alles Gute!

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Guten Abend, ich verwende 50 mg Estradiol-Pflaster und 100 mg Progesteron vaginal, und zwar durchgehend! Ich habe trotzdem Schlafstörungen! Ist es besser, das Progesteron oral einzunehmen?

Progesteron verbessert nur dann die Schlafqualität, wenn es eingenommen wird. 200 mg erzielen eine gute Wirkung.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Gewichtszunahme | Hitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | SchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Risiken & NebenwirkungenAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, ich habe seit ca. 10 Jahren keine Gebärmutter mehr, die Eierstöcke sind noch da. Seit letztem Jahr habe ich mit vielen Beschwerden zu kämpfen, für die niemand eine Ursache finden konnte (Schwindel, Gelenkschmerzen, starke Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Traurigkeit). Jetzt kamen plötzlich extremer Haarausfall (mehr als die Hälfte meiner Haare in wenigen Monaten) und Hitzewallungen alle 30 Minuten am Tag und in der Nacht dazu. Gestern war ich beim Gynäkologen und er hat mir wegen meiner Beschwerden Estradiol-Gel verschrieben. Ich soll abends 2 Hübe auf Arme und Schultern auftragen und in 14 Tagen nochmal 2 Hübe morgens. Etwa eine halbe Stunde nachdem ich das Gel gestern Abend aufgetragen hatte, fühlte sich mein Kopf ganz komisch an. Keine Kopfschmerzen, kein Schwindel – eher so ein Benommenheitsgefühl. Schwer zu erklären, und heute Morgen habe ich so einen komischen Druck im Kopf. Kann das vom Gel kommen? Und wenn ja, geht das wieder weg oder ist das Medikament nicht gut für mich? Die Gynäkologin wollte mir kein Blut abnehmen. Vielleicht mache ich einen Termin beim Endokrinologen.

Ihre Symptome können durchaus auf die Wechseljahre zurückgeführt werden. Aber die Dosierungsempfehlung ist bei Ihrer Körpergröße viel zu hoch. Sie sollten kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Gel auftragen! Viel hilft nicht viel und Geduld ist leider notwendig. Besprechen Sie Änderungen in den Dosierungen auch mit Ihrer behandelnden Gynäkologin/Ihrem behandelnden Gynäkologen.

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Professor Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und leide seit Jahren unter Hitzewallungen, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Panikattacken. Ich habe mich für eine Hormontherapie entschieden und bekomme jetzt Estradiol-Gel und Progesteron-Kapseln 200 mg. Ich habe eine Frage zur Dosierung. Soll ich die Progesteron-Kapseln erst ab dem 12. Tag der Therapie einnehmen oder kann ich sie vom ersten Tag an nehmen? Oral oder vaginal? Meine Frauenärztin hat gesagt, ich kann sie jeden zweiten Tag nehmen oder 12–14 Tage am Stück. Von einer Einnahmepause war nicht die Rede. Ist das die richtige Dosierung? Was würden Sie mir empfehlen?

Da die letzte Regelblutung etwas länger zurückliegt, sollten Sie die Progesteron-Kapseln zunächst 10 Tage lang jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen einnehmen. Danach machen Sie 4 Tage Pause, in der es zu einer leichten Blutung kommen kann. Nach der Pause beginnen Sie unmittelbar vor dem Schlafengehen mit der Anwendung von Estradiol-Gel und nehmen die Kapsel ca. 1 Stunde vorher ein. Danach wenden Sie beide Hormone dauerhaft an. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin über 40 Jahre alt und trage seit über fünf Jahren eine Hormonspirale. Seit mehreren Monaten habe ich monatlich Scheideninfektionen. Die übliche Pilztherapie wurde 1x mit Fluconazol unterstützt, was zu einer einmaligen Infektfreiheit führte. Seitdem habe ich monatliche Beschwerden. Eine einmalige bakterielle Infektion wurde mit antibiotischen Zäpfchen (3 Tage) behandelt. Seit fast einem halben Jahr verlängert sich die Regelblutung auf 14 Tage. Die Infektion ist 2–3 Tage nach der Blutung spürbar. Ich bin verzweifelt und hoffe auf Ihren Rat.

Das ist ungewöhnlich! Eine Hormonspirale sollte keine oder nur sehr leichte und kurze Blutungen verursachen. Gibt es eine Ultraschalluntersuchung, um den richtigen Sitz der Hormonspirale zu überprüfen? Sie können vaginal regelmäßig und „dauerhaft“ estriolhaltige Scheidenzäpfchen anwenden. Estriol fördert die Durchblutung der Scheidenschleimhaut und stärkt so die Abwehrkräfte.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Herzklopfen | Muskel- / GelenkschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, wegen starker Wechseljahresbeschwerden (Herzrasen, Kopf- und Gliederschmerzen, Haarausfall) nehme ich seit Anfang März 1/2 Hub Estradiolgel und 1 Progesteronkapsel 100 mg pro Tag. Danach wurde es etwas besser, aber vor allem das Herzrasen blieb sehr stark, sodass ich nach ca. 3 Wochen auf 1 Hub Estradiolgel erhöhte. Zuerst wurde es besser, aber seit ein paar Tagen sind vor allem das Herzrasen, aber auch die anderen Beschwerden wieder stärker geworden. Jetzt weiß ich nicht, ob ich zu viel oder zu wenig von den beiden Hormonen nehme. Was ist Ihre Meinung?

Leider dauert es einige Zeit, bis die erhöhte Dosis wirkt. Sie könnten es vorübergehend mit 2 Kapseln Progesteron, also 200 mg, versuchen, die Sie ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen einnehmen, und das Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen. Hoffentlich haben Sie bald keine Beschwerden mehr! Besprechen Sie Änderungen in den Dosierungen auch mit Ihrer behandelnden Gynäkologin/Ihrem behandelnden Gynäkologen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Libidoverlust | ScheidentrockenheitThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße160–165 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Tag, vielleicht können Sie mir bei meinem Anliegen helfen. Seit einigen Monaten habe ich manchmal Scheidentrockenheit und meine Libido hat nachgelassen. Meine Gynäkologin hat gesagt, dass sie keine innere Verengung spürt und nicht glaubt, dass ich in den Wechseljahren bin. Aber ich bin mir nicht sicher, auch weil ich manchmal nachts schwitze, besonders kurz bevor ich meine Periode bekomme oder in den ersten Tagen der Blutung. Ich möchte, dass ein Arzt meinen Hormonhaushalt untersucht, um zu sehen, wo ich hormonell stehe. Leider macht meine Frauenärztin das nicht. Was sollte Ihrer Meinung nach untersucht werden und haben Sie eine Idee, wo? Könnte ich aufgrund meiner Symptome in den Wechseljahren sein? Zuletzt habe ich vor ca. 6 Monaten Milchsäurezäpfchen genommen.

Manchmal beginnen die Wechseljahre (langsam) bereits in Ihrem Alter. In diesem Fall sollte eine Hormondiagnostik zwischen dem 21. und 24. Zyklustag erfolgen. Wenn Sie aber noch regelmäßige Zyklen haben, ist eine vorzeitige Perimenopause unwahrscheinlich. Ich gehe davon aus, dass Sie derzeit auch keine Pille nehmen. Haben Sie eventuell Belastungen (Stress) bekommen?

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Risiken & NebenwirkungenAlter55–60 JahreGröße180–185 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Guten Tag, ich stelle meine Hormonersatztherapie gerade von einem Kombinationspflaster auf Estradiol-Gel und Progesteron-Kapseln um. Ich soll morgens und abends je einen Hub Estradiol-Gel auftragen und gegen 22:00 Uhr eine Kapsel Progesteron mit 100 mg einnehmen. In der Packungsbeilage des Estradiol-Gels steht jedoch, dass beide Hübe morgens oder abends zusammen angewendet werden sollen. Ist die Aufteilung auf morgens und abends in Ordnung? Sind Nebenwirkungen zu erwarten, wenn ich das Pflaster gut vertragen habe?

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße und Ihres Alters schlage ich vor, dass Sie kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel auftragen und etwa eine Stunde vorher eine Kapsel mit 200 mg Progesteron einnehmen. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, ich leide an Endometriose und Adenomyose. Ich nehme seit vielen Jahren Hormone zur Kinderwunschbehandlung. Davor hatte ich eine Eileiterschwangerschaft, davor lange Zeit eine Desogestrel-Pille. Jetzt habe ich Zyklen zwischen 18 bis max. 24 Tagen, der Eisprung meist am 10. Zyklustag. In der Zeit vor der Periode schlimmes PMS mit Panik und Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufproblemen und Zittern. Niemand weiß, was mir helfen könnte. Mein Gynäkologe hat mir 200 mg Progesteron-Kapseln abends in der 2. Zyklushälfte verschrieben, er geht von Perimenopause aus, da ich zum Zeitpunkt der Kinderwunschbehandlung schon sehr niedrige AMH-Werte hatte. Ein Chirurg schlug eine Pille vor, er schließt eine frühe Menopause aus, es wäre Endometriose. Keiner will einen Hormonstatus machen, das sei nicht aussagekräftig, weil es zu starke Schwankungen gäbe. Die Schilddrüse ist in Ordnung, es gibt einen leichten Vitamin-D-Mangel. Alle anderen Blutwerte sind in Ordnung. Was könnte mir helfen?

An sich halte ich es für sinnvoll, in Ihrer Altersgruppe eine vorzeitige Perimenopause auszuschließen. Dies ist leicht möglich, wenn insbesondere während der Blutung FSH, LH, E2, AMH und Vitamin D kontrolliert werden. Diese Untersuchungen werden von der Krankenkasse übernommen! Sollte sich bestätigen, dass sich Ihre Eierstöcke abschalten, ist eine gezielte Hormontherapie möglich. Grundsätzlich kann die Einnahme von Drospirenon von Vorteil sein.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo, ich habe seit ca. 20 Jahren die Hormonspirale und wollte gerne wissen, ob eine Therapie mit bioidentischen Hormonen gegen Wechseljahresbeschwerden dennoch möglich ist. Meine Periode kam seit der Spirale nur als Schmierblutung und nur gelegentlich.

Ja, diese „Kombination“ hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen. Sie können bei liegender Hormonspirale täglich kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel dauerhaft auftragen. Sollte es zu einer Dauerblutung kommen, ist die Wirkung der Hormonspirale nicht mehr ausreichend!

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaRisiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGröße155–160 cmGewichtmehr als 105 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, seit einiger Zeit habe ich mit Zyklusstörungen zu kämpfen. Jetzt habe ich seit mehreren Wochen eine Dauerblutung. Meine Frauenärztin hat mich zur Ausschabung in die Klinik geschickt. Die Ärzte dort verschrieben mir aber Dydrogesterontabletten 1x morgens und 1x abends für 10 Tage. Nun meine Frage: Im Beipackzettel steht, dass das Risiko für Thrombose und Herzinfarkt oder Schlaganfall bei Hormoneinnahme erhöht ist. Ich bin ein sehr ängstlicher Mensch und bin übergewichtig, rauche nicht und mein Blutdruck ist durch einen leichten Betablocker nicht erhöht. Besteht auch für diese kurze Zeit ein erhöhtes Risiko oder nur, wenn ich die Hormone über einen längeren Zeitraum einnehme? Ich hoffe, dass Sie mir meine Angst nehmen können. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Das Dydrogesteron hat sich seit ca. 50 Jahren bewährt. Dass keine Ausschabung durchgeführt wurde, wundert mich sehr, da bei Ihnen mehrere Risikofaktoren zusammentreffen. Das Übergewicht übersteigt das Risiko einer Hormoneinnahme. Wurde mit Ihnen schon einmal über die sogenannte Schlankheitsspritze gesprochen?

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Morgen, seit einigen Monaten nehme ich 1 Hub Estradiol-Gel und 200 mg Progesteron. Beschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen haben sich gebessert, aber ich habe ständig (mindestens alle 7 Tage Zwischenblutungen) bzw. nach 10 Tagen stärkere Blutungen. Eine Kontrolluntersuchung war ohne Befund, die Blutung sei hormonell bedingt. Was raten Sie mir? Vielen Dank!

Die Dosierung ist optimal auf Ihre Körpermaße abgestimmt und erfahrungsgemäß treten keine Blutungen auf! Tragen Sie das Estradiol-Gel kurz vor dem Schlafengehen auf und nehmen Sie die Kapsel ca. 1 Stunde vorher ein. Es könnte sich ein Polyp „verstecken“, der leicht übersehen werden kann.

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BeschwerdeMuskel- / GelenkschmerzenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Seit mehreren Jahren habe ich immer wieder Muskelschmerzen im Rücken, in der Brust und in den Armen sowie Gelenkschmerzen im Ellenbogen und in der Schulter. Im Moment fast täglich. Krankengymnastik hat immer nur kurzzeitig Linderung gebracht. Ich bin viel in Bewegung (durch Arbeit, Spaziergänge, Tanzen, Garten, Haushalt), habe oft körperlich anstrengende Arbeit. Leider mache ich mir immer viele Sorgen und habe Ängste. Kann eine Hormonersatztherapie meine Beschwerden lindern? Ich habe auch von Testosterongaben gehört. Vielleicht noch wichtig: Ich trage eine Hormonspirale. Leider konnte meine Frauenärztin meine Beschwerden nicht mit den Wechseljahren in Verbindung bringen, sie hat mich nicht ernst genommen.

Altersmäßig befinden Sie sich in den Wechseljahren und haben jetzt wahrscheinlich nur noch wenig Estrogen zur Verfügung. Deshalb kann es sinnvoll sein, bei liegender Hormonspirale, die auch liegen bleiben sollte, kurz vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel aufzutragen.

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BeschwerdenSchlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, ich habe seit längerer Zeit Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, verminderte Belastbarkeit und einen kurzen Zyklus von ca. 22–23 Tagen mit einer Menstruationsdauer von ca. 8–10 Tagen, davon zwei sehr starke. Nun wollte ich eigentlich eine Therapie mit bioidentischen Hormonen beginnen, da ich synthetischen Hormonen etwas kritisch gegenüberstehe, aber mein Frauenarzt empfiehlt mir die Hormonspirale, das sei besser. Können Sie mir dazu einen Rat geben? Vielen Dank!

Ihre Symptome klingen nach Beginn der Wechseljahre. Um dies zu bestätigen, wäre eine Hormondiagnostik sinnvoll. Das Einsetzen einer Hormonspirale hat sich über Jahrzehnte bewährt, da sie die Menstruation zuverlässig über 8 Jahre und länger unterdrückt, danach kann natürlich jederzeit mit körpereigenen, bioidentischen Hormonen behandelt werden. Sie könnten aber ab sofort Progesteron 200 mg ab dem 12. Zyklustag für 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen einnehmen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Guten Abend Herr Prof. Dr. Bohnet, meine letzte Periode hatte ich vor mehr als zwei Jahren. Seit einem Jahr nehme ich Estradiol-Gel, 1/2 Hub (vor dem Schlafen) und eine Progesteron-Kapsel vaginal (auch abends). Eigentlich fühle ich mich im Moment gut, keine Hitzewallungen, schlafe auch einigermaßen durch. Meine Frage: Wie hoch sollten die Blutwerte unter der Hormonersatztherapie sein? Ist es richtig, dass der Progesteronwert im Verhältnis zum Estrogenspiegel etwas höher sein sollte, damit es nicht zu einer Estrogendominanz kommt? Soll ich eventuell einen ganzen Hub Estradiol-Gel und 2 Kapseln Progesteron einnehmen? Ich nehme auch Vitamin D, ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme dafür L-Thyroxin 75 µg. Die Knochendichte wurde noch nicht gemessen. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Die Werte sind erfahrungsgemäß optimal! Eine Hormonersatztherapie sollte jedoch nicht auf der Basis von Hormonspiegeln erfolgen, weshalb solche Untersuchungen von den Fachgesellschaften abgelehnt werden. In Ihrer Altersgruppe kann es nicht zu einer Estrogendominanz kommen, solange Sie die angegebene Dosierung einhalten.

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BeschwerdenHerzklopfen | HitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGrößegrößer als 185 cmGewichtmehr als 105 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Tag, ich nehme seit knapp einem Jahr abends 200 mg Progesteron und 1 Hub Estradiol-Gel. Meine Beschwerden (extremes nächtliches Schwitzen, Hitzewallungen und Herzrasen) haben sich seitdem sehr gebessert. Ich bin völlig beschwerdefrei. Seit wenigen Wochen nehmen Nachtschweiß und Herzrasen wieder zu. Was raten Sie mir?

Die Hormone hören nicht auf zu wirken! Aufgrund Ihrer Körpermaße liegt möglicherweise ein metabolisches Syndrom oder sogar ein Diabetes mellitus vor, der die Symptome der Wechseljahre verstärken oder sogar auslösen kann. Lassen Sie sich von einem Diabetologen beraten, ob Sie zum Beispiel einmal wöchentlich Semaglutid spritzen sollten, um eine Gewichtsabnahme in Gang zu setzen. Die Hormone könnten Sie weiterhin nehmen. Alles Gute!

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BeschwerdenSchlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Professor Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und habe seit mehreren Jahren keine Regelblutung mehr. Nach langem Zögern habe ich mich für eine Hormonersatztherapie entschieden. Ich nehme seit 5 Tagen Estradiol-Gel (1 Hub) und soll dann ab dem 12. Tag 200 mg Progesteron-Kapseln einnehmen, dann eine Woche Pause. Aber ich fühle mich total schlecht. Ich bin gereizt, nervös, habe Angst und schlafe schlecht. Meinen Sie, dass das am Anfang normal ist, oder soll ich gleich Progesteron nehmen? Ich habe auch schon oft gehört, dass man Progesteron ohne Pause nehmen soll, wenn man längere Zeit keine Regel hat. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Wenn Sie schon lange keine Periode mehr hatten, haben Sie wahrscheinlich einen fast absoluten Estrogenmangel entwickelt. Dann ist ein Sprung von 0 auf 100 vielleicht nicht optimal. Ich empfehle, zunächst 10 Tage lang 200 mg Progesteron in Kapseln einzunehmen und dann eine Pause von 4 Tagen einzulegen, in der eine leichte Blutung nicht auszuschließen ist. Danach sollte man wieder mit den Kapseln beginnen und kurz vor dem Schlafengehen einen halben Hub Estradiol-Gel dazugeben. Der Körper muss sich langsam wieder an die Hormone gewöhnen!

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BeschwerdeHerzklopfenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Bohnet, mir wurde vor mehreren Jahren die Gebärmutter entfernt. Seither habe ich von meiner Ärztin Chlormadinonacetat bekommen. Nun habe ich es auf Anraten meiner Ärztin abgesetzt, da es im Verdacht steht, bei längerer Einnahme Meningeome auszulösen. Seit einigen Wochen nach dem Absetzen geht es mir richtig schlecht. Ich habe Schwindel, Kopfschmerzen, Brain Fog, Herzstolpern und Angstzustände, die ich vorher noch nie hatte. Ich war zu Abklärung beim Hausarzt (Kaliummangel wurde festgestellt), Orthopäden (v. a. Prolabs HWS), HNO und meiner Gynäkologin. Diese hat mir jetzt Desogestrel verschrieben. Auf meine Frage nach bioidentischen Hormonen sagte sie, das würde mir nicht helfen. Desogestrel hat meine Beschwerden allerdings nicht verbessert. Haben Sie einen Rat?

Ich kann die Empfehlungen bzw. Aussagen Ihrer Frauenärztin nicht nachvollziehen. Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen vor, dass Frauen ohne Gebärmutter nur Estradiol anwenden. Es hat sich seit Jahrzehnten bewährt, abends vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel aufzutragen. Da Sie sehr lange Chlormadinonacetat und andere Präparate eingenommen haben, dauert es erfahrungsgemäß leider einige Wochen, bis sich ein neues Gleichgewicht einstellt. In dieser Zeit fühlen sich die Frauen leider nicht besonders wohl. Aber Geduld lohnt sich!

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BeschwerdenScheidentrockenheit | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht45–50 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, mir wurde vor wenigen Jahren die Gebärmutter wegen eines gutartigen Myoms entfernt, die Eierstöcke blieben erhalten. Ich leide unter Wechseljahresbeschwerden wie Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, trockene Haut/Schleimhaut. Mein Arzt hat mir Estradiol Pflaster 25 µg jeden 4. Tag verschrieben, mit mäßigem Erfolg. Jetzt stelle ich auf Estradiol-Gel 0,6 mg/g täglich um. Ist das ausreichend? Ich habe Osteoporose und nehme täglich Vitamin D. Vielen Dank!

Es entspricht den Leitlinien der Fachgesellschaften, unmittelbar vor dem Schlafengehen ein Estradiol-Gel aufzutragen. Es ist bekannt, dass schlanke Frauen ein hohes Osteoporose-Risiko haben. Wie sind Ihre T-Werte von der Knochendichtemessung? Treiben Sie regelmäßig Sport? Ihr Vitamin D-Spiegel sollte dauerhaft zwischen 30 und 40 ng/ml liegen, was eine tägliche Einnahme von mindestens 2000 IE zu einer Mahlzeit voraussetzt.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemenDosierung & Anwendung | Risiken & NebenwirkungenAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, über knapp 8 Jahre habe ich morgens 1 Hub Estradiol Gel und 1 Tablette Chlormadinonacetat 2 mg eingenommen. Mein Frauenarzt riet mir im Anfang letzten Jahres aufgrund der Nebenwirkungen von Chlormadinonacetat auf Progesteron Kapseln umzustellen. Nach 6 Wochen bekam ich überraschenderweise eine Blutung für ca. 5–6 Tage. Mit Chlormadinon hatte ich keine Blutungen mehr. Ich bin natürlich vor Schreck zum Frauenarzt gegangen. Dieser meinte, das kommt von der Umstellung, kann vorkommen. Die nächste Blutung kam dann ein Vierteljahr später und dann noch einmal acht Wochen danach. Bis vor wenigen Wochen war alles in Ordnung. Seitdem habe ich erneut eine Blutung, die mal ein bisschen weniger, dann wieder ein bisschen stärker ist. Ich war zwischendurch beim Gynäkologen, da ich nach anhaltender Blutung sehr besorgt war. Er hat nachgeschaut, ein kleines Eibläschen war zu sehen und sonst war alles in Ordnung. Die Blutung hält immer noch an. Mein Gynäkologe meinte, ich solle eine Pause mit beiden Hormonen von ca. 4–5 Tagen machen. Das mache ich jetzt seit zwei Tagen und die Blutung wird nicht besser. Was würden Sie mir raten? Ich habe keine Kinder. Für Ihre Meinung wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Chlormadinonacetat ist etwa 10-mal stärker als Progesteron. Insofern hat Ihr Frauenarzt das wahrscheinlich schon richtig eingeschätzt. Ja, Sie können die Pause jetzt durchaus bis zu 1 Woche beibehalten. Dann fangen Sie wieder mit dem Gel an, das heißt zunächst einen halben Hub kurz vor dem Schlafengehen. Eine Stunde vorher nehmen Sie eine Progesteron-Kapsel mit 200 mg. Sollte es danach zu einer erneuten Blutung kommen, muss sicherheitshalber eine sogenannte Ausschabung durchgeführt werden.

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BeschwerdenHerzklopfen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Bohnet, ich stehe am Anfang der Wechseljahre. Ich habe Beschwerden wie Schlafstörungen, Unruhe, Angstzustände, PMS und Herzrhythmusstörungen. Ich verhüte mit der Hormonspirale und habe noch regelmäßige Blutungen. Meine Ärztin hat mir heute Progesteron-Kapseln 100 mg vor dem Schlafengehen verschrieben, durchgehend. In 6 Wochen findet die Besprechung und Auswertung statt. Jetzt lese ich, dass die zyklische Einnahme empfohlen wird. Was ist Ihre Meinung und Empfehlung? Vielen Dank!

Es ist merkwürdig, dass Sie unter der Hormonspirale regelmäßig Blutungen haben. Solange diese auftreten, produzieren Ihre Eierstöcke noch Estrogen, was in Ihrem Alter auch zu erwarten ist. Insofern wundert es mich, dass die typischen Wechseljahresbeschwerden auftreten. Normalerweise würde ich eine Hormondiagnostik machen und dann entscheiden: Es spricht nichts dagegen, den Empfehlungen Ihrer Frauenärztin zu folgen.

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 55 Jahre alt und leide seit 20 Jahren an Schlafstörungen. Seit etwa 5 Jahren nehme ich 200 mg Progesteron ein und trage Estradiol-Gel ohne Pause am Abend auf. Das hat mir bei den Schlafstörungen enorm geholfen, und ich bin sehr dankbar dafür. Innerhalb weniger Tage hat sich mein Schlaf verbessert. Leider ist die Schlaflosigkeit zurückgekehrt. Was kann ich tun?

Das körpereigene Hormon verliert seine Wirkung nicht. Insofern sind andere Ursachen auszuschließen. Ein Psychiater wäre zum Beispiel ein Ansprechpartner, zumal sich kleine Mengen eines Antidepressivums als schlaffördernd erwiesen haben.

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BeschwerdeGewichtszunahmeThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Meine Wechseljahre bereiten mir Probleme. Ich nehme abends 200 mg Progesteron ein und soll selbst mit dem Estradiol-Gel experimentieren. Ich nehme alle zwei Tage einen Hub Estradiol-Gel. Ich würde gerne verstehen, was genau mit „experimentieren“ gemeint ist, da ich mich gerne besser fühlen würde. Obwohl ich mich viel bewege, schaffe ich es nicht, mein Gewicht zu reduzieren. Bei der letzten Blutabnahme waren die Hormone nicht im Gleichklang. Vor 3 Jahren wurde meine Gebärmutter aufgrund von Myomen entfernt.

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen bei Frauen ohne Gebärmutter lediglich die Anwendung von Estradiol vor. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße, sollte ein Hub Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen ausreichend sein, zumal im Fettgewebe Estron produziert wird. Wahrscheinlich haben Sie ein sogenanntes metabolisches Syndrom entwickelt, welches ähnliche Symptome wie die Wechseljahre hervorruft beziehungsweise solche verstärkt. Ich möchte Ihnen empfehlen, dass Sie sich bei einem Diabetologen vorstellen, damit er unter anderem entscheidet, ob Sie zum Beispiel einmal wöchentlich Semaglutid spritzen, damit eine Gewichtsreduktion in Gang kommt.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, seit einigen Monaten habe ich massiv starke Regelblutungen und bis vor kurzem habe ich eine Kombinationspille genommen. Anfang des Jahres habe ich eine Abrasio bekommen, da nach sehr starken Blutungen mein Uterus immer noch voller Blut und Blutgerinnsel war. Ich habe auch ein Myom, das wohl sehr starke Blutungen auslöst. Seitdem nehme ich die Pille, um die Blutung zu regulieren. Gestern Nacht habe ich wieder stark zu bluten begonnen. Welche Hormone bzw. Medikamente würden Sie empfehlen? Gibt es gute Behandlungsmöglichkeiten meines Myoms und der starken Blutungen? Was halten Sie von der Goldnetz-Methode? Ich möchte eine Hysterektomie unbedingt vermeiden.

Es ist empfehlenswert, eine Hormonspirale in Betracht zu ziehen. Es wundert mich, dass Ihnen das noch nicht angeboten wurde. Bei Wechseljahresbeschwerden können Sie jederzeit ein bioidentisches Estrogen anwenden, zum Beispiel ein Estradiol-Gel. Es ist wichtig, dass Sie die Anwendung mit Ihrem Arzt besprechen.

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BeschwerdeHerzklopfenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße155–160 cmGewicht45–50 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich leide unter extremer Energielosigkeit, insbesondere abends. Seit 14 Tagen verwende ich 1 Hub Estradiol-Gel und 100 mg Progesteron. Trotzdem habe ich immer noch Herzklopfen und keine Besserung bemerkt. Außerdem sind meine Tränensäcke auffällig. Könnten die Wassereinlagerungen durch die Hormonersatztherapie sein? Soll ich die Behandlung fortsetzen?

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße, die grundsätzlich auf ein erhöhtes Osteoporoserisiko hinweisen, empfehle ich Ihnen, die Therapie fortzusetzen. Die Wechseljahre können sich über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren erstrecken. Bitte haben Sie Geduld, da es 3 Monate dauern kann, um eine stabile hormonelle Situation zu erreichen. Letztendlich entscheiden Sie selbst!
Wurde Ihre Knochendichte dokumentiert? Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemenDosierung & Anwendung | Risiken & NebenwirkungenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich nehme seit etwa drei Monaten jeden Morgen einen Hub Estradiol-Gel und abends 100 mg Progesteron. Mir geht es körperlich recht gut. Vorher war mein Zyklus unregelmäßig und eher lang. Die Menstruation dauerte bis zu 10 Tage, davon 2 Tage sehr stark. Ich nehme das Estradiol-Gel durchgängig und Progesteron ab dem 10. Tag und seitdem beginnt meine Menstruation schon am 18./20. Tag, also sehr früh. Wie kann ich den Zyklus wieder verlängern oder was empfehlen sie mir?

In Ihrer Altersgruppe produzieren die Eierstöcke unterschiedliche Mengen an Estrogen und so gut wie kein Progesteron mehr. Es kann daher schwierig sein, einen stabilen Zyklus zu erreichen. Eine Möglichkeit, die Hormone anders anzuwenden, wäre ab dem 12. Zyklustag über 12 Tage hinweg einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen und parallel dazu eine Progesteron-Kapsel ca. 1 Stunde zuvor einzunehmen. Bitte beachten Sie, dass Sie in den ersten 12 Tagen nichts einnehmen sollten! Da Sie sehr schlank sind, besteht grundsätzlich ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Deshalb empfehle ich, dass Ihre Knochendichte dokumentiert wird! Nehmen Sie Vitamin D ein?

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BeschwerdenSchlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich wollte Sie darüber informieren, dass ich einen nachgewiesenen Progesteronmangel von 0,2 habe. Zum Glück sind meine Estradiol- und FSH-Werte noch normal. Meine Gynäkologin hat mir aufgrund von starken Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen Progesteron 200 mg verschrieben, das ich vaginal für 14 Tage anwenden und dann für 14 Tage pausieren soll. Seit ich vor 4 Tagen damit begonnen habe, schlafe ich noch schlechter. Ich wache alle anderthalb Stunden auf. Sollte ich vielleicht zuerst mit Progesteron 100 mg beginnen oder es lieber schlucken? Sie meinte, dass es nicht so gut wirkt.

Die schlaffördernde Wirkung von Progesteron tritt nur bei Einnahme der Kapseln ein. Sie können sofort damit beginnen, eine Kapsel etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen und dies für etwa eine Woche fortsetzen. Anschließend machen Sie vier Tage Pause. Es könnte zu einer Blutung kommen. Danach setzen Sie die Einnahme fort und nehmen die Kapseln täglich kontinuierlich ein. Eine Dosis von 200 mg Progesteron hat die beste Wirkung.

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter35–40 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich hatte schon immer sehr lange und unregelmäßige Menstruationszyklen (ca. 6 Wochen), die vor allem in den letzten Jahren mit starken PMS-Symptomen mindestens eine Woche vor der Menstruation einhergingen. Seit 10 Monaten nehme ich nun Progesteron 200 mg ab dem 17. Zyklustag für 10 Tage. Dadurch hat sich mein Zyklus auf 5 Wochen verkürzt und während der Progesteroneinnahme geht es mir meistens gut. Nach der 10-tägigen Progesteroneinnahme dauert es dann aber wieder eine Woche bis zur Blutung und in dieser Woche habe ich immer noch eine sehr ausgeprägte PMS-Symptomatik. Meine Frauenärztin hat mir nun vorgeschlagen, das Progesteron direkt am 1. Zyklustag für 3 Wochen einzunehmen und dann eine Woche Pause zu machen. Das habe ich nun gemacht, nehme seit 5 Tagen Progesteron und stelle leider keine Linderung fest. Und wenn ich Progesteron 21 Tage nehme, würde es dann nicht den Eisprung verhindern, sodass ich nach drei Wochen keine Blutung mehr habe? Da ich auch unter Migräne leide, ist die Einnahme der Antibabypille nicht möglich.

Wenn Ihre Menstruationsabstände meist länger als 5 Wochen sind, haben Sie wahrscheinlich keinen regelmäßigen Eisprung. Üblicherweise findet dieser ca. am 14. Zyklustag statt. Deshalb wird körpereigenes Progesteron meist erst danach eingesetzt, vor allem, wenn eine Schwangerschaft erwünscht ist. Ansonsten kann es hilfreich sein, die Kapseln vom 12. Zyklustag an über 12 Tage einzunehmen. Eine Alternative bei PMS ist die Einnahme einer östrogenfreien Pille, die nur ein Gestagen enthält.

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht45–50 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrtes Expertenteam, ich habe bisher eine Kombinationspille eingenommen und hatte auch nach 2 Monaten Pause keine Beschwerden. Ich habe seit über einem Jahr keine Blutung mehr gehabt. Nun soll ich auf eine Hormonersatztherapie umsteigen und mir wurde ein Kombinationspräparat mit Estradiolvalerat und Dienogest empfohlen. Laut Literatur und auch Ihren Beiträgen sollte ich doch lieber ein Gel und Progesteron nehmen? Ich bin untergewichtig, treibe viel Sport, schlafe eher wenig und ernähre mich sehr gesund, meine Blutwerte sind normal. Ich möchte weiterhin Hormone einnehmen, vor allem für die Knochengesundheit, und möchte wissen, ob das Estradiol-Gel dafür ausreicht. Und ob eine bioidentische Hormonersatztherapie auch für mich günstiger wäre. Mit der Pille hatte ich keine Beschwerden und habe mir nie Sorgen gemacht. Sollte man bestimmte Hormone im Blut bestimmen?

Das körpereigene Estradiol hat auf den Knochen einen besonders guten Effekt. Aus diesem Grund würde ich Ihnen raten, einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufzutragen und ca. 1 Stunde zuvor eine Progesteron-Kapsel 100 mg einzunehmen. Beide Hormone wären kontinuierlich anzuwenden.

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Professor, ich wende mich an Sie, da ich seit September 2023 unter extremen Wechseljahresbeschwerden leide (Hitzewallungen, Herzrasen, Schlafprobleme etc.). Ich hatte 2012 eine Endometriumablation, wodurch ich seither keine Menstruation mehr habe. Mein Arzt hat mir eine zyklische Behandlung verschrieben, bestehend aus 2 Hub Estradiol-Gel für 14 Tage und anschließend zusätzlich Progesteron 200 mg für 12 Tage, danach erneut nur Estradiol-Gel usw. Ich nehme die Präparate seit ca. 6 Wochen abends und die Beschwerden haben sich signifikant verbessert. Nun habe ich gelesen, dass beide Präparate auch kontinuierlich angewendet werden können. Was empfehlen Sie mir in diesem Fall? Ich habe keine Hypertonie und auch sonst keine weiteren Erkrankungen.

Da Sie keine Menstruation mehr bekommen können, ist es in der Tat sinnvoll, die Hormone nicht zyklisch anzuwenden, sondern kontinuierlich. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße sollten Sie mit einem Hub Estradiol-Gel auskommen. Ihre Knochendichte sollte dokumentiert sein. Nehmen Sie Vitamin D ein?

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BeschwerdenHerzklopfen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich nehme aufgrund von Beschwerden wie Schlafstörungen, Herzrasen und innerer Unruhe seit 8 Tagen Estradiol Gel 2 Hübe morgens und Progesteron 200 mg abends. Davor habe ich mit der Pille verhütet, daher konnte kein Hormonstatus gemacht werden, und ich soll die Hormone in dieser Dosierung erstmal durchgehend nehmen. Nach einer gleich anfänglich deutlichen Verbesserung habe ich nun sehr empfindliche Brustwarzen und letzte Nacht wieder Schlafstörungen mit Herzrasen. Sollte ich an der Dosierung etwas ändern oder braucht es einfach Zeit, bis sich alles einpendelt?

Sie sind natürlich in den Wechseljahren. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße sollten Sie einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen und ca. 1 Stunde zuvor Progesteron 200 mg einnehmen. Dadurch, dass Sie wohl bis vor kurzem die Pille eingenommen haben, mag es durchaus mehrere Wochen dauern, bis Sie in eine stabile hormonelle Lage kommen. Es ist also Geduld gefragt!

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BeschwerdenGelenkschmerzen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, mein Zyklus – 30 Tage – ist immer noch absolut regelmäßig. Seit 6 bis 12 Monaten habe ich zyklusabhängig relativ starke Beschwerden, vor allem kurz vor dem Eisprung (Unterbauchschmerzen, schlechtes Einschlafen) und vor allem ab ca. 10 bis 7 Tage vor dem Einsetzen der Periode (Gereiztheit, schlechte Stimmung, Muskel- und Gelenkschmerzen, Abgeschlagenheit), sonst aber keine typischen Beschwerden wie Schwitzen oder Hitzewallungen. Aufgrund einer familiären Vorbelastung (Mutter und Tante Brustkrebs ab Ende 50) hatte ich Bedenken zu einer HRT. Meine Frauenärztin hat mir jetzt 100 mg Progesteron ab dem 14/15. Tag für 12 bis 14 Tage empfohlen. Würden Sie das bestätigen?

In Ihrer Altersgruppe hat es sich durchaus bewährt, das körpereigene Progesteron zyklisch einzusetzen, wobei die Einnahme von 200 mg Progesteron der von 100 mg vorzuziehen ist. Auch aufgrund Ihrer zyklusabhängigen Beschwerden erscheint es günstig, wenn Sie die Kapsel vom 12. Zyklustag über 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Viel Erfolg!

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BeschwerdeOsteoporoseThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße160–165 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag! Vor 3,5 Jahren wurde mittels Hormonstatus festgestellt, dass ich in den verfrühten Wechseljahren bin. Ich nehme seit dieser Zeit ein synthetisches Präparat und mich würde interessieren, ob in meinem Alter auch ein bioidentisches Präparat angewendet werden könnte und ob es hinsichtlich möglicher Osteoporose-Gefahr und Demenz ebenso wirksam ist. Vielen Dank!

Die Anwendung der körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron hat sich seit Jahrzehnten bewährt und wirkt der Entwicklung einer Osteoporose nachweislich entgegen. Wurde Ihre Knochendichte bereits gemessen? Nehmen Sie Vitamin D? Da Sie aus heutiger Sicht bei verfrühten Wechseljahren über Jahrzehnte Hormone anwenden „sollten“, wäre zu überlegen, ob Sie sich eine sogenannte Hormonspirale legen lassen, welche zuverlässig 8 Jahre verhindert, dass sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut und Blutungen zustande kommen. Die quasi alleinige Anwendung von Estradiol minimiert Nebenwirkungen und möglicherweise auch das Brustkrebsrisiko.

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BeschwerdenHerzklopfen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße155–160 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

In letzter Zeit werde ich nachts wach und habe Herzrasen und merke, dass mein Blutdruck erhöht ist. Tagsüber bin ich sehr nervös und merke im Brustbereich so ein Kribbeln. Der Estradiolwert liegt bei 53. FSH liegt bei 6,7, das Anti-Müller-Hormon bei 1,10. Meine Frauenärztin sagt die Werte sind alle okay. Mir geht es aber nicht so gut.

In der Tat lassen die Werte noch nicht auf ein deutliches Nachlassen der Eierstockfunktion schließen. Aber vom Alter her sind Sie in den beginnenden Wechseljahren. Haben Sie Belastungen? Gibt es Diabetes in Ihrer Familie? Es hat sich bewährt, in der 2. Zyklushälfte das körpereigene Progesteron einzunehmen, z. B. vom 12. Zyklustag 200 mg Progesteron-Kapseln über 12 Tage. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße könnte ein metabolisches Syndrom vorliegen, welches wechseljahresähnliche Symptome hervorruft oder solche verstärkt.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße175–180 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Hallo, ich hatte vor 6 Jahren eine Gebärmutterentfernung. Die Eierstöcke blieben erhalten. Ich leide seit einigen Jahren unter Hitzewellen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Unruhe usw. Ist die Einnahme von Progesteron und Estrogen, nach einer Gebärmutterentfernung ebenfalls möglich? Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen vor, dass Frauen ohne Gebärmutter „nur“ Estradiol anwenden. Sie können selbstverständlich abends vor dem Schlafengehen täglich einen Hub Estradiol-Gel auftragen. Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Herzklopfen | SchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Bohnet, seit ca. 1,5 Jahren habe ich folgende Symptome: Schlafstörungen, Herzstolpern, innere Unruhe, Blutdruckschwankungen, Migräne, Ängstlichkeit mit depressiver Verstimmung bis hin zu Panikattacken. Ich nehme dagegen seit 1 Jahr Opipramol, hilft aber nicht vollständig. Ich habe bei meiner Frauenärztin die Hormone bestimmen lassen: FSH 51,0 mIU/ml, E2 49,2 pg/ml, Progesteron 0,39 ng/ml. Daraufhin bekam ich ein Kombinationspräparat mit Estradiol und Progesteron verschrieben. Dieses nehme ich jetzt seit ca. 3 Wochen, die Beschwerden sind noch da, aber schon etwas seltener und nicht ganz so ausgeprägt. Nun habe ich seit heute eine ganz leichte Schmierblutung, soll ich pausieren oder die Kapseln weiter durchgängig einnehmen? Wie lange kann es dauern, bis meine Beschwerden ganz weg sind?

Das FSH zeigt, dass die Aktivität Ihrer Eierstöcke weitgehend erloschen ist. Die Wechseljahre ziehen sich durchaus 10 Jahre hin. Aus heutiger Sicht hätten Sie schon früher mit einer Hormontherapie beginnen sollen. Bevor es zu einer Dauerschmierblutung kommt, empfehle ich gerne eine kurze Pause von z. B. mindestens 4 Tagen mit den Hormonen. Innerhalb von 3 Monaten sollten die Beschwerden deutlich weniger geworden sein. Bei jeder Frau in den Wechseljahren sollte die Knochendichte dokumentiert werden! Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdenSchlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, nach 5 Zyklen zunehmender Beschwerden wie Schmerzen während der Regel, Schlaflosigkeit und Brustspannen wurde der Hormonstatus abgenommen und ein Progesteronmangel festgestellt. Mir wurden 100 mg Progesteron vaginal verordnet. Nun meine Frage: Gibt es einen Unterschied bezüglich der Wirkung auf die Schlafqualität bei der vaginalen Anwendung oder der oralen Einnahme?

Der schlaffördernde Effekt tritt praktisch nur bei Einnahme der Progesteron-Kapsel auf. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße sollten 200 mg Progesteron eingesetzt werden, und zwar vom 12. Zyklustag über 12 Tage.

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BeschwerdenGelenkschmerzen | Hitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Dr. Bohnet, ich habe nach immer länger werdenden Zyklen (früher 25 Tage) seit dem Frühjahr massiv mit Hitzewallungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Gelenkschmerzen, Brain Fog, Mattigkeit etc. zu kämpfen. Da sich die Probleme nicht von allein besserten, begann ich Anfang September mit 200 mg Progesteron und einem Hub Estradiol. Alle Beschwerden besserten sich innerhalb von Tagen. Ich bin total aufgeblüht. Nach 4 Wochen bekam ich eine leichte Blutung, welche wieder von allein aufhörte, die Hormone nahm ich normal weiter. Jedoch hatte ich das Gefühl, zu viel Progesteron zu haben. Nach Absprache mit meiner Frauenärztin nahm ich dann 100 mg Progesteron und einen Hub Estradiol immer abends. Nun, nach zwei Monaten und zunehmendem Brustspannen, habe ich wieder eine leichte Blutung. Ich habe auch immer sehr viel Wassereinlagerung und einen trägen Darm. Ich habe das Gefühl, dass ich noch irgendetwas ändern sollte? Vielleicht haben Sie eine Idee?

Die Symptome weisen auf einen Überhang an Estradiol hin. Es kann durchaus sein, dass Ihre Eierstockfunktion zwischendurch auflebt und unkontrolliert Estradiol bildet. Dann wäre es durchaus sinnvoll, 200 mg Progesteron einzunehmen. Bei einer Blutung lassen Sie am besten beide Hormone für 4 Tage weg!

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich bin über 50 Jahre alt, meine letzte Periode war Mitte dieses Jahres. Ich habe Wechseljahresbeschwerden: Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Hitzewallungen. Heute hat mir meine Gynäkologin ohne Blutabnahme 100 mg Progesteron verordnet, kein Östrogen. Das Progesteron soll ich ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen und 3 Monate durchweg nehmen. In drei Monaten habe ich wieder einen Kontrolltermin. Ist es in Ordnung, ausschließlich Progesteron zu geben?

Ja, so kann das angegangen werden! Aber es ist sinnvoller, wenn Sie die Progesteron-Kapseln erst einmal nur 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Dann machen Sie 4 Tage Pause, in der es zu einer meist leichten Blutung kommen kann. Wenn keine Menstruation auftritt, bilden Ihre Eierstöcke kein Estradiol mehr! Dann wäre es in der Tat sinnvoll, parallel täglich einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufzutragen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | SchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Risiken & NebenwirkungenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Herr Professor, auch ich bräuchte Ihren Rat. Ich bin über 55 Jahre alt und habe seit ca. 3 Jahren keine Regel mehr. Weiterhin habe ich eine leichte Hypothyreose, Schlafprobleme und mitunter depressive Verstimmungen. Meine Gynäkologin verschrieb mir heute ein Kombipräparat mit Estradiol und Progesteron als Kapsel. Ich bin etwas unsicher, es zu nehmen. Mein LDL ist erhöht, ansonsten ist der Blutdruck eher niedrig, keine Ablagerungen in den Gefäßen, das hat die Kardiologin überprüft. Ich bin normalgewichtig. Soll ich das Präparat ausprobieren?

Das Präparat enthält die körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron und hat sich durchaus bewährt. Allerdings wird allgemein in Ihrer Altersgruppe die Anwendung von Estradiol über die Haut, z. B. in Form von Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen bevorzugt. Damit die Gebärmutterschleimhaut nicht „wuchert“, müssen dann parallel Progesteron-Kapseln ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Das Blutfettprofil verbessert sich im Allgemeinen unter der Therapie!

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | Libidoverlust | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 50 Jahre alt und hatte vor 5 Jahren eine Gebärmutterentfernung, leide unter Bluthochdruck und gestörter Nüchternglukose und seit einem Jahr unter Hitzewallungen, Schlafstörungen und Libidoverlust. Pflanzliche Präparate haben nichts gebracht. Soll ich mit Hormonen anfangen?

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen bei Frauen ohne Gebärmutter grundsätzlich die ausschließliche Gabe von Estradiol, vorzugsweise in niedriger Dosierung transdermal, unmittelbar vor dem Schlafengehen vor. Aufgrund Ihrer Angaben sollte der Blutdruck eingestellt sein und es wäre u. a. ein erhöhtes (LDL-) Cholesterol auszuschließen. Hier müsste Ihr Frauenarzt vor Ort mit dem Hausarzt zusammenarbeiten und die Situation klären.

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BeschwerdeLibidoverlustThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Ich habe vor einem Jahr beide Eierstöcke entfernt bekommen, die Gebärmutter nicht. Seit Anfang dieses Jahres nehme ich 2 Sprühstöße Estradiol und abends 200 mg Progesteronkapseln. Seit einem Monat probiere ich statt des Sprays ein Gel morgens aus. Meine Frage: Könnte ich auch nur Progesteron nehmen? Denn ich habe jetzt 2 Tage kein Estradiol genommen und es geht mir eigentlich gut, vielleicht sogar mental besser. Was aber seit der OP leidet, ist die Libido. Gibt es bessere Empfehlungen/Tipps?

Es meist nur eine Frage der Zeit, bis der Östrogen-Mangel zu Beschwerden führt. Außerdem schützt Estradiol vor der Entwicklung einer Osteoporose! Tragen Sie einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auf und nehmen ca. 1 Stunde zuvor 200 mg Progesteron. Die Libido ist nicht auf Hormone allein zurückzuführen; aber es hat sich als positiv erwiesen, DHEA-haltige Scheidenzäpfchen regelmäßig anzuwenden. Ihre Knochendichte sollte dokumentiert werden! Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, da ich unter erheblichen Schlafstörungen leide, hat mir meine Gynäkologin zur Einnahme von Progesteron geraten. Ich befinde mich in der Menopause. In der Packungsbeilage steht bei der Einnahme bei Behandlung nach den Wechseljahren Folgendes: „Eine Einzeldosis sollte zusätzlich abends vor dem Schlafengehen über mindestens 12 bis 14 Tage pro Monat (in den letzten 2 Wochen des jeweiligen Behandlungszyklus) eingenommen werden. Darauf folgt ungefähr eine Woche ohne Hormonersatzbehandlung, während Entzugsblutungen auftreten können.“ Meine Gynäkologin hat mir abweichend davon, die tägliche Einnahme des Progesterons ohne Pause empfohlen. Östrogen-Präparate nehme ich nicht. Ist eine tägliche Dosis ohne Pause üblich?

Da die Aktivität Ihrer Eierstöcke erloschen sein dürfte, können Sie die Progesteron-Kapseln täglich ohne Pause ca. 1 Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Eventuell wäre die Einnahme mit einem Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen zu ergänzen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag Herr Prof. Dr. Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und seit fast fünf Jahren postmenopausal. Ich bin Raucherin und würde trotzdem eine Hormontherapie anfangen, habe aber Angst vor Thrombose, Herzinfarkt etc. Würde ein Estradiol-Gel oder Estradiol-Spray weniger schädlich sein wegen des Rauchens? Welches Gestagen müsste ich dazu nehmen? Danke für Ihre Antwort!

Als Erstes wären die Risikofaktoren zu bestimmen, d. h. Blutfette, Entzündungsparameter, Blutdruck etc. Dann ist es die Verantwortung der Ärzte vor Ort, ob Sie Ihnen eine klassische, über Jahrzehnte bewährte Hormontherapie zukommen lassen wollen, d. h. abends vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel und eine Stunde zuvor die Einnahme von 100 mg Progesteron als Gestagenkomponente. Vielleicht sollten die Wechseljahre Anlass sein, mit dem Rauchen aufzuhören? In jedem Falle haben Sie auch ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdenGelenkschmerzen | HitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Lieber Herr Prof. Bohnet, ich bin über 45 Jahre alt und hatte seit Januar zwei 40-tägige, einen 17-tägigen und einen 68-tägigen Zyklus mit Symptomen wie Hitzewallungen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, Hirnnebel, schlechter Schlaf. Derzeit habe ich keine Hitzewallungen, der Schlaf ist gut, die Schmerzen sind auch besser. Die anderen Symptome bestehen aber weiterhin. Meine Gynäkologin hat mir für abends Progesteron, das ich zyklisch nehmen soll, und morgens einen Sprühstoß Estradiol-Spray verordnet. Ich soll mit 200 mg Progesteron anfangen, frage mich aber, ob es nicht ausreicht, mit 100 mg zu starten. Sie sagte, wenn 100 mg, dann tägliche Einnahme. Mich würde Ihre Einschätzung dazu interessieren, zumal ich ja nun nicht mehr weiß, wie zuverlässig mein Zyklus ca. 28 Tage lang sein wird und ich so bei längeren Zyklen lange kein Progesteron einnehmen würde. Da ich in diesem Zyklus einen Eisprung hatte, gehe ich von einem normalen Zyklus aus. Ich habe Hashimoto-Thyreoiditis, die Labor-Werte liegen ohne die Einnahme von L-Thyroxin im Normbereich. Ich bedanke mich für Ihre Einschätzung.

Solange noch Menstruationen auftreten, werden noch ausreichende Mengen an Estradiol gebildet. Dann wird das Progesteron zyklisch angewendet und vorzugsweise in einer Dosierung von 200 mg! Unter Berücksichtigung Ihrer letzten Periode könnten Sie ab sofort eine Kapsel jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen über ca. 10 Tage einnehmen. Anschließend machen Sie eine Pause, in der es ggf. zu einer Blutung kommen kann. Danach wäre ab dem 12. Zyklustag über 12 Tage die Kapsel anzuwenden. Wenn die Blutungen ganz schwach werden, könnten Sie die Progesteron-Kapseln kontinuierlich einnehmen und zusätzlich Estradiol auftragen. Ob man später auf 100 mg zurückgeht, wäre dann zu entscheiden! Eine Überdosierung erfolgt mit 200 mg Progesteron nicht!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Professor Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und habe seit ca. 1 Jahr keine Blutungen mehr. Mit Mitte 50 kamen die typischen Wechseljahresbeschwerden, u. a. 2 Hitzewallungen pro Stunde und starke Schweißausbrüche nachts. Mein zu hoher Blutdruck konnte medikamentös sehr gut eingestellt werden. Leider habe ich auch einen zu hohen LDL-Wert und schon leichte Ablagerungen an den Halsschlagadern. Daher wurde mir empfohlen, ein weiteres Präparat einzunehmen. Jetzt habe ich in einem Buch gelesen, dass Estradiol oral eingenommen in der Leber die Wirkstoffe freisetzt, die das Cholesterin senken. Haben Sie damit Erfahrungen? Es heißt auch, dass die sich HRT positiv auf den Blutdruck auswirken kann, sodass keine Blutdrucksenker mehr notwendig sind. Was kann die HRT denn tatsächlich leisten? Vielen Dank, dass Sie Ihr Wissen mit uns teilen!

Mich wundert, dass Sie offensichtlich nicht von Anfang an in den Wechseljahren die körpereigenen Hormone angewendet haben. Das Estradiol führt zu einer Erhöhung des „guten“ HDL-Cholesterols und kann über Jahre hinweg auch das LDL leicht günstig beeinflussen. Wie sind Ihre LDL- und HDL-Werte derzeit unter Rosuvastatin? Wo liegt der Wert des Lipoprotein a? Ja, auch der Bluthochdruck, welcher in den Wechseljahren entsteht, wird durch Estradiol positiv beeinflusst. Eine Therapie könnte beinhalten, dass Sie einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen und ca. eine Stunde zuvor eine Kapsel mit 100 mg Progesteron einnehmen. Dies müsste natürlich mit Ihrem Frauenarzt vor Ort abgesprochen werden! Aus der Ferne kann ich nicht vollumfänglich die Situation einschätzen!

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BeschwerdenSchlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich habe in Absprache mit meiner Frauenärztin den Verhütungsring vor 4 Wochen abgesetzt. Seit 2 Wochen habe ich tägliche Zwischenblutungen und erkenne keinen Zyklus. Ich leide zudem unter Reizbarkeit und Schlaflosigkeit. Wie und wann kann ich mit bioidentischen Hormonen starten? Danke und viele Grüße!

Offensichtlich haben Sie den Ring weggelassen, ohne dass ein Plan aufgestellt wurde, was danach passieren soll? Und das in den Wechseljahren. Am besten, Sie nehmen ab sofort 10 - 12 Tage eine 200 mg Progesteron-Kapsel jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen, welche das körpereigene Hormon in bioidentischer Form enthält. Machen Sie gleich wieder einen Termin mit der Praxis aus, damit ein Therapieplan aufgestellt wird!

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BeschwerdenSchlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, seit einem Jahr habe ich oft einen verkürzten Zyklus, seit drei Monaten schlafe ich schlecht. Ich bat meinen Arzt um Progesteron. Hat er mir verschrieben, er meinte aber ich soll auch Östradiol als Gel nehmen. Morgens und abends je einen Hub, abends 100 mg Progesteron vaginal. Ich fragte ihn, weshalb auch Östrogen? Ich habe seine Antwort trotz Nachfrage nicht verstanden. Können Sie mir sagen: ist es sinnvoll auch Östrogen zu nehmen oder nicht?

In Ihrer Altersgruppe haben die Eierstöcke erfahrungsgemäß noch eine ausreichende Restaktivität, um Estradiol zu bilden. Solange das geschieht, kommt es auch zu Blutungen! Es hat sich seit Jahrzehnten bewährt, zunächst nur das körpereigene Progesteron zyklisch einzusetzen, d. h. vom 12. Zyklustag über 12 Tage. Damit das Hormon die Schlafqualität verbessert, sollte es ca. 1 Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen werden. Dabei sind 200 mg, auch unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße, vorzuziehen. Also zunächst kein Estradiol!

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin über 50 Jahre alt und hatte meine letzte Periode vor ca. 2 Jahren. Seit mehreren Jahren leide ich immer wieder unter massiven Wechseljahresbeschwerden, die meine Lebensqualität und Leistungsfähigkeit sehr stark beeinträchtigen. Vor allem sehr starke Schlafprobleme/Schlaflosigkeit, die zu vielen weiteren Beschwerden führen und ja nachweislich das Herzinfarktrisiko erhöhen. Ich habe leider die „Faktor V Leiden Genmutation“, bisher aber noch nie eine Thrombose erlitten. Mir wurde von ärztlicher Seite abgeraten, bioidentische Hormone zu nehmen. Da die Beschwerden aber so massiv sind, denke ich, dass die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben ist, darauf zu verzichten. Wie ist Ihre Meinung und Empfehlung hierzu?

Sie könnten in jedem Falle das körpereigene Progesteron anwenden. So wäre z. B. eine Kapsel mit 200 mg Progesteron jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen, allerdings zunächst nur 10 Tage. Dann machen Sie eine Pause von 4 Tagen, in der möglicherweise eine Schmierblutung auftritt. Egal, ob oder, ob sie nicht kommt, fangen Sie mit den Kapseln wieder an und tragen zusätzlich unmittelbar vor dem Schlafengehen einen halben Hub Estradiol-Gel etwa 3 Monate auf; in der Zeit passt sich das Gerinnungssystem an. Danach könnten Sie vermutlich auf einen Hub übergehen, falls die Beschwerden noch nicht ausreichend gemildert sind. Nehmen Sie jeden 3. Tag zum Abendbrot 1 Tablette ASS 100, was die Gerinnung etwas herabsetzt. Zuvor sollte man sehen, ob das LDL- und HDL-Cholesterin in Ordnung sind und das hsCRP (Entzündungswert!) sollte bestimmt werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße160–165 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Professor Bohnet, ich habe heute von meiner Frauenärztin Östradiol-Gel und 100 mg Progesteron bioidentisch verschrieben bekommen. Ich bin über 50 Jahre alt und habe seit mehr als fünf Jahren keine Blutung mehr aufgrund einer Entfernung der Gebärmutterschleimhaut. Uterus ist noch intakt. Ich habe diverse der gängigen Beschwerden und aufgrund dessen jetzt Hormone bekommen. Ich soll beides kontinuierlich 3 Monate probieren und dann zur Kontrolle. Ich lese Ihre Empfehlung an andere Frauen, mit 200 mg Progesteron für 10 Tage zu starten und dann nach einer Pause von 4 Tagen beide Hormone kontinuierlich zu nehmen. Könnte ich das auch so probieren oder sollte ich einfach mit beidem starten? Ich hatte eine Reihe diagnostischer Untersuchungen und alles ist soweit in Ordnung, meine Gefäße sind vergleichbar mit der Altersgruppe 45, Herz und Lunge gesund. Auch Mammografie in Ordnung.

Da Ihre Gebärmutterschleimhaut nicht mehr reagieren kann, brauchen Sie eigentlich „nur“ einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufzutragen, was durchaus Vorteile haben kann. Die Einnahme von Progesteron ca. 1 Stunde zuvor kann die Schlafqualität verbessern. Wegen der OP ist es durchaus richtig überlegt, wenn überhaupt, nur 100 mg Progesteron anzuwenden. Wenn die Gebärmutterschleimhaut intakt wäre, wären in der Tat 200 mg sinnvoll! Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße155–160 cmGewicht40–45 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrtes Expertenteam, ich bin über 40 Jahre alt und bei mir wurde vor 2 Jahren festgestellt, dass ich schon länger in den Wechseljahren bin. Ich hatte die letzte Pille (eine durchgängige) im Alter 35–40 Jahren genommen, deshalb ist das wahrscheinlich nicht aufgefallen. Mein später Kinderwunsch, der nun wahrscheinlich unerfüllt bleibt, ist ein Grund, weshalb ich mich erstmal gegen eine HRT entschied. Letztes Jahr hatte ich nochmal für 4 Monate meine Periode. Nach einer Eileiterspülung war es dann wieder vorbei. Seit einer Woche nehme ich nun eine Progesteron Kapsel mit 100 mg und einen Sprühstoß Estradiol. Muss ich beides am Abend nehmen oder könnte ich das Estradiol-Spray auch am Morgen auftragen? Ist die Dosierung erstmal okay? Gesetzt dem Fall ich hätte noch irgendwo eine Eizelle, könnte ich (auch wenn’s sehr, sehr unwahrscheinlich ist) unter den Hormonen dennoch schwanger werden?

Ob eventuell noch Eizellen vorhanden sind, könnte man anhand des AMH-Wertes abschätzen! Unter der niedrig dosierten Hormontherapie kann grundsätzlich durchaus noch ein Eibläschen mal heranreifen. Das produzierte Östradiol führt dann meist zu Brustspannen. Die Erfahrung zeigt, dass die Hormone abends am besten anzuwenden sind! Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße sollten Sie bereits die Knochendichte messen lassen, da ein erhöhtes Osteoporose-Risiko vorliegt! Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich hatte Stimmungsschwankungen, unruhigen Schlaf, Herzpoltern und sehr häufig Kopfschmerzen. Ich habe von meinem Arzt Progesteron 200 mg verschrieben bekommen (Einnahme ab 10. ZT, Dauer 12 Tage). Die Periode kommt regelmäßig. Mir geht es viel besser! Aber immer 3 bis 4 Tage nach Einnahme des Hormons bekomme ich Zwischenblutungen. Was kann das sein? Alter (Jahre): 40–45, Datum letzte Periode: < 1 Jahr, Gewicht (kg): 65–70, Größe (m): 1,70–1,75

Üblicherweise wird das körpereigene Progesteron mit 200 mg zyklisch vom 12. oder 13. Zyklustag 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen.

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BeschwerdenZwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter40–45 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, ich nehme seit 3 Monaten Östrogen als Spray (2 Hübe tgl.) und Progesteron oral (12–14 Tage lang). Ich befinde mich nun an Tag 20 und habe plötzlich meine Regelblutung bekommen. Soll ich nun mit dem Progesteron aufhören? Die Tage sind immerhin eine Woche zu früh dran. Sind solche starken Schwankungen trotz Hormoneinnahme normal?

Ja, Sie sollten mit beiden Hormonen pausieren! Vom Alter her dürfte eine noch deutliche Restaktivität Ihrer Eierstöcke bestehen. Üblicherweise wird dann nur Progesteron eingesetzt, z. B. eine Kapsel mit 200 mg Progesteron vom 13. Zyklustag über 10–12 Tage. Wurde denn überhaupt vor der Therapieempfehlung eine hormonelle Diagnostik vorgenommen?

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BeschwerdeHerzklopfenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Hr. Dr., ich habe einen Hormonstatus machen lassen. Östrogen 53 ng/l, Progesteron 0,3 ug/l, Testosteron 0,38 ug/l. Ich habe meine Periode nur noch sporadisch und wechselhaft, 3 Monate nicht, dann wieder nach 4 Wochen. Ich schwitze nachts, aber nicht übermäßig. Vor allem stolpert mein Herz, das macht mir am meisten zu schaffen und eine innere Unruhe. Aufgrund der anderen Fragen denke ich, ist es klar, dass Progesteron nötig ist. Frage: ist es schon angezeigt, auch Östrogen anzuwenden? Oder ist noch eine Restaktivität vorhanden und ich warte lieber noch? Vielen Dank!

Leider ist das aussagekräftigste Hormon, FSH, nicht gemessen worden! Von Ihrem Alter ausgehend dürfte die Restfunktion nur noch gering, aber auch sehr schwankend sein. Nehmen Sie durchaus sofort 200 mg des körpereigenen Progesterons, über 10 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen. Danach machen Sie eine Pause von 4 Tagen. Wenn eine Blutung auftritt, bilden Sie noch Estradiol, könnten aber zum Progesteron unmittelbar vor dem Schlafengehen einen halben Hub Estradiol-Gel auftragen. Sollte keine Blutung auftreten, fangen Sie sofort mit einem Hub Estradiol-Gel an. Beide Hormone wenden Sie dann kontinuierlich täglich an!

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BeschwerdenSchlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Zunächst vielen Dank für den Support. Seit Anfang des Jahres nehme ich Progesteron wegen Schlafstörungen. Trotz noch monatlicher Regelblutungen sollte ich dies durchgehend einnehmen. Da mein Zyklus dadurch total durcheinandergekommen ist, habe ich eigenmächtig auf zyklisch umgestellt. Zunächst täglich 200 mg, nun schlafe ich jedoch wieder deutlich schlechter. Habe nun seit 2 Tagen auf 100 mg umgestellt. Woran liegt es, dass der Schlaf wieder so viel schlechter wird? War die Dosierung zu hoch/niedrig? Bin ratlos und meine Ärztin hat keine Idee.

In Ihrer Altersgruppe weisen die Eierstöcke eine sehr wechselnde Tätigkeit auf. Üblicherweise wird eine Kapsel mit 200 mg Progesteron, vom 13. Zyklustag über 10–12 Tage eingenommen. Es ist eindeutig belegt, dass 200 mg Progesteron die Schlafqualität verbessern können. Wenn Sie ca. eine Woche blutungsfrei sind, fangen Sie einfach mit den Kapseln an.

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BeschwerdeBrustspannen / BrustschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Tag, ich habe die typischen Wechseljahresbeschwerden und habe dafür ohne Blutuntersuchung 300 mg Progesteron-Kapseln und zwei Hübe Estradiol-Gel verschrieben bekommen. Ich soll beides durchgehend anwenden, da ich nach einer Gebärmutterentfernung keine Blutungen mehr habe. Ich habe jetzt starke Brustschmerzen bekommen. Ist die Einstellung korrekt?

Dieser Vorschlag entspricht nicht den Leitlinien der Fachgesellschaften. Frauen ohne Gebärmutter sollen ausschließlich Estradiol anwenden! Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße würde ich davon ausgehen, dass (zunächst) ein Hub Gel ausreichend ist. Wenn Brustbeschwerden auftreten, weist das immer auf ein Zuviel an Östrogen hin! Machen Sie am besten eine Pause von mindestens vier Tagen mit beiden Hormonen und fangen danach an, zunächst nur einen halben Hub Gel aufzutragen. Die Dosis wäre anhand der Symptome ggf. zu steigern.

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BeschwerdeDepressive Verstimmung / DepressionenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße160–165 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Ich bin in der Postmenopause und leide seitdem unter depressiven Verstimmungen. Seit vier Wochen nehme ich deswegen durchgängig abends 100 mg Progesteron und morgens 1 Hub Estradiol-Gel. Ich fühle mich nicht mehr depressiv, aber noch nicht am Ziel angekommen. Körperlich merke ich noch keine Besserung und ich schlafe auch noch nicht besser. Ich würde daher gerne die Dosierung erhöhen. Welche Menge zu welcher Tageszeit wäre empfehlenswert?

Ihr ganzer Körper dürfte „hormonverarmt“ sein. Insofern ist Geduld gefragt und es dauert durchaus bis zu drei Monaten, bis sich eine stabile Hormonsituation ergibt. Das Estradiol-Gel wird am besten unmittelbar vor dem Schlafengehen aufgetragen und die Progesteron-Kapsel sollte ca. eine Stunde zuvor eingenommen werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin über 45 Jahre alt und befinde mich am Anfang des letzten Menstruationszyklus und habe schon immer eine Hormonspirale. Ich habe keine signifikanten Wechseljahresbeschwerden. Eine DXA-Untersuchung wurde auch gemacht, da ist auch alles in Ordnung. Sollte ich dennoch eine Estriadol-Creme nehmen? Vielen Dank!

In jedem Falle sollten Sie die Hormonspirale liegen lassen. Aufgrund Ihres Alters ist davon auszugehen, dass Ihre Eierstöcke durchaus noch „genügend“ Estradiol bilden, zumal Sie auch keine Symptome haben. Insofern würde ich meinen, dass Sie noch kein Gel anzuwenden brauchen. Sollten Sie schlechten Schlaf und eine trockene Scheide bekommen, könnten Sie dann jederzeit mit dem Estradiol-Gel beginnen. Ab Oktober sollten Sie täglich 2000 I.E. (Internationale Einheiten) Vitamin D zu einer Mahlzeit einnehmen.

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BeschwerdenHitzewallungen | LibidoverlustThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Bohnet, ich habe seit einem Jahr keine Periode mehr und starke Beschwerden mit Hitzewallungen und Libidoverlust. Meine Ärztin hat mir eine Hormontherapie empfohlen. Allerdings habe ich zahlreiche Myome. Darf ich trotzdem mit der Therapie beginnen?

Myome wachsen bei einer Wechseljahres-Hormontherapie praktisch nie. Aber nehmen Sie als Erstes nur 200 mg Progesteron, über zehn Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen ein. Möglicherweise tritt danach, d. h. innerhalb einer Woche, eine Blutung auf. Da aufgrund Ihres Alters noch nicht mit einer Erlöschung der Eierstockfunktion zu rechnen ist, wären Hormonanalysen angezeigt. Es wäre vor Ort abzusprechen, ob Sie dann die Kapseln weiterhin zyklisch, d. h. ca. alle 2 Wochen einnehmen.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Zwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße160–165 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, aktuell leide ich sehr unter hormonellen Beschwerden. Mein Zyklus ist sehr unregelmäßig, dieses Jahr hatte ich schon drei Monate keine Periode, dann wieder starke Blutungen mit kurzen Zyklen zwischen 14 und 20 Tagen. Vor und am Anfang der Periode Migräne, Übelkeit, Hirnnebel und Konzentrationsstörungen, außerdem Brustspannen/Brustschmerzen. In den letzten Monaten habe ich ein paar Kilo zugenommen, obwohl ich sehr auf meine Ernährung achte und regelmäßig Sport mache. Mein Schlaf ist häufig schlecht und ich bin wenig belastbar. Ein Myom, dass ich schon länger habe, hat sich vergrößert (aktuell 13 cm). Hormone zur Verhütung nehme ich seit fast zehn Jahren nicht mehr. Könnte mir eine Progesteron-Therapie weiterhelfen?

Ihre Beschwerden sind typisch für die Wechseljahre! Wurde denn in Ihrer Frauenarztpraxis keine Hormontherapie angeboten? Solange Blutungen auftreten, wird noch Estradiol produziert. Deshalb hat es sich seit langem bewährt, zunächst „nur“ das körpereigene Progesteron einzusetzen: so könnten Sie vom 13. Zyklustag über 10–12 Tage eine Kapsel mit 200 mg Progesteron jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Darin enthalten ist das Hormon in bioidentischer Form. Meist ist es notwendig, nach einigen Monaten auch zusätzlich Estradiol anzuwenden, z. B. ein Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Hallo, Herr Prof. Bohnet, ich bin über 40 Jahre alt und hatte vor mehreren Jahren eine Endometriumablation wegen einer verdickten Gebärmutterschleimhaut mit Goldnetz, seitdem keine Blutungen mehr. Leider habe ich seit über einem halben Jahr Brustspannen mit Schmerzen und oft Hitzewallungen und starke Schlafstörungen, wache oft auf und habe Probleme wieder einzuschlafen. Mein Frauenarzt hat bei mir aufgrund einer Blutuntersuchung einen Progesteronmangel und Östrogendominanz festgestellt und mir 200 mg Progesteron Kapseln verordnet. Kann ich diese Kapseln durchgehend nehmen oder lieber zyklisch über 12 Tage oder bekomme ich davon wieder starke Blutungen monatlich? Danke für ihre Antwort!

In Ihrer Altersgruppe tritt sehr häufig eine sogenannte Follikelpersistenz auf, welche über sich aufbauende Östrogendominanz u. a. zum Brustspannen etc. führt. Wenn die Symptome beginnen, nehmen Sie dann einfach eine Kapsel mit 200 mg Progesteron über 10–12 Tage. Mit Blutungen ist kaum zu rechnen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Haar- & HautproblemeThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 50 Jahre alt, mit folgenden Beschwerden: trockene Haut und Schleimhaut, Bartwuchs im Gesicht, Depressionen, Darmbeschwerden und Schilddrüsenunterfunktion. Ich möchte gern bioidentische Hormone nehmen, finde aber keinen richtigen Ansprechpartner. Herzlichen Dank!

Eigentlich müssten Sie in jeder Frauenarztpraxis eine individuelle Beratung und Präparate verordnet bekommen. Da Sie noch spontane Menstruationen haben, wird noch Estradiol durch Ihre Eierstöcke gebildet. Aber erfahrungsgemäß fehlt es an Progesteron. So könnten nach ärztlicher Beratung ab sofort 200 mg Progesteron-Kapseln über 10 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen werden, wonach mit der nächsten Blutung zu rechnen ist. Dann beginnen Sie ab dem 13. Zyklustag wieder mit der Einnahme der Progesteron-Kapseln über 10 – 12 Tage usw. Wenn die Blutungen sehr schwach werden, müsste wohl auch Estradiol eingesetzt werden.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Gelenkschmerzen | Libidoverlust | Scheidentrockenheit | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Dr. Bohnet! Ich leide seit zwei Jahren unter massiven Schlafstörungen teilweise mit starkem Schwitzen in der Nacht, starken Stimmungsschwankungen, Libidoverlust, Gelenkschmerzen, phasenweisem Spannen der Brüste, Juckreiz im Genitalbereich. Meine Zyklusdauer ist 19–27 Tage, die Periodendauer bis zu neun Tagen (wobei der Zyklus bereits seit vielen Jahren unregelmäßig ist). Alle Untersuchungen waren ergebnislos, mein Hormonstatus ist perfekt – daher werde ich von den Gynäkologen nicht ernst genommen. Ich treibe regelmäßig Sport und ernähre mich gesund, bin Nichtraucherin. Auch wenn der Hormonstatus perfekt ist, könnten es doch Wechselbeschwerden sein, oder? Bitte um Ihren Rat!

Ihr Hormonstatus mag als Einzelbefund und Momentaufnahme formal weitgehend noch „perfekt“ sein. Aber Sie sind in den Wechseljahren, in denen sehr wechselhafte Zyklen ablaufen! Außerdem sprechen die Blutungsintervalle und Ihr Alter dafür. Deshalb ist es sinnvoll, bereits mit einer Therapie zu beginnen. Üblicherweise wird als Erstes das körpereigene Gelbkörperhormon, Progesteron, zyklisch eingesetzt, vom 13. Zyklustag eine Kapsel mit 100 mg Progesteron über 10 Tage; die Kapsel wird ca. eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Herzklopfen | Hitzewallungen | Libidoverlust | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße155–160 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin über 55 Jahre alt und hatte meine letzte Periode mit Mitte 40. In den vergangenen Jahren hatte ich viele Wechseljahresbeschwerden, darunter auch eine Depression und eine Angststörung. Ich habe Schlafstörungen, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Herzklopfen, Libidoverlust und noch so einige körperliche Einschränkungen. Sollten diese Symptome nach so vielen Jahren nicht so langsam Geschichte sein? Ich bedanke mich sehr für Ihre Antwort!

Die Wechseljahressymptome können unterschiedlich und sehr lange andauern! Offensichtlich hatten Sie sich gegen eine Hormontherapie entschieden, welche grundsätzlich in Ihrer Altersgruppe auch nicht mehr angefangen werden sollte. Sie könnten regelmäßig und kontinuierlich Estriol-haltige Scheidenzäpfchen anwenden und über die Nahrung reichlich Pflanzenöstrogene aufnehmen, welche u. a. in Soja, Brokkoli, Mungbohnen etc. enthalten sind. Auch das Trinken von einem Liter grünen Tee pro Tag ist hilfreich.

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BeschwerdenHitzewallungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße175–180 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, ich bin seit fast 10 Jahren in den Wechseljahren. Die letzte Regelblutung war mit 50. Ich habe immer noch Stimmungsschwankungen, Schwäche und starkes Schwitzen am Tag. (Ich bin nicht sicher, ob es wirklich von den Wechseljahren kommt.) Jetzt hat mir die Frauenärztin einen Hub Estradiol-Gel morgens und eine Kapsel Progesteron 100 mg verordnet. Ich bin aber unsicher, ob ich jetzt noch damit anfangen soll. Ich war immer gegen Hormone. Am meisten macht mir das Schwitzen zu schaffen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Es ergibt durchaus Sinn, die körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron anzuwenden, welche vor Jahren von Ihren Eierstöcken produziert wurden. Probieren Sie doch einfach aus, zunächst nur die Progesteron-Kapsel eine Stunde vor dem Schlafengehen mal 2 Wochen einzunehmen. Wenn Sie keinen Vorteil erkennen, können Sie es wieder sein lassen, ohne dass Sie einen Nachteil hätten. Falls Sie sich für die Hormonersatztherapie entscheiden, tragen Sie später das Estradiol-Gel immer unmittelbar vor dem Schlafengehen auf.

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BeschwerdeHerzklopfenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Prof. Bohnet, ich bin über 45 Jahre alt. Vor über 15 Jahren wurde bei mir die Gebärmutter entfernt. Seit über einem Jahr leide ich unter zunehmenden Symptomen wie Hitzewallungen, Herz-Kreislaufstörungen mit Schwindel, Schlafstörungen, Erschöpfungszuständen, Gewichtszunahme, Libidoverlust, Gedächtnisverlust, Rückenproblemen usw. Kurz gesagt, wohl alle Symptome, die für die Menopause sprechen. Anfang des Jahres habe ich vom Gynäkologen Remifemin plus bekommen… Der versprochene Erfolg blieb aus. Was würden Sie empfehlen?

Wie Sie sehen, kommen Sie mit Pflanzenöstrogenen nicht weit. Ich verstehe nicht, warum Ihr Gynäkologe Ihnen nicht von vorneherein geraten hat, wie dies Leitlinien der Fachgesellschaften vorsehen, das körpereigene Estradiol z. B. in Form eines Hubes Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufzutragen! Dies hat sich seit Jahrzehnten bewährt.

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BeschwerdenSchlafstörungen | Zwischenblutungen & BlutungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Professor Bohnet, mir wurde wegen sehr starker Blutungen vor vier Monaten Dienogest verschrieben. Zuvor hatte ich 200 mg Progesteron eingenommen, das die Schlafstörungen, die ich seit den Wechseljahren habe, sehr verbessert hat, nur die Regelblutung blieb damit weiterhin zu stark. Leider schlafe ich wieder schlecht, seitdem ich es nicht mehr nehme. Nun meine Frage: kann ich zusätzlich zur Behandlung mit Dienogest weiter 200 mg natürliches Progesteron nehmen, um wieder einen ungestörten Nachtschlaf zu haben?

Nein, das ergibt keinen Sinn! Aber Sie könnten doch jetzt mit dem Dienogest aufhören und wieder mit Progesteron beginnen. Möglicherweise bleiben die Blutungen dann auch aus. Ggf. könnten Sie jederzeit wieder mit Dienogest beginnen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, Herr Prof. Bohnet, ich bin über 45 Jahre alt und leide seit Monaten unter Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen, Reizbarkeit und Erschöpfung. Meine Gynäkologin hat mir vor etwa zwei Monaten eine HRT verschrieben, mit einem Hub Estradiol-Gel täglich und 200 mg Progesteron abends in der zweiten Zyklushälfte. Schon nach kurzer Zeit haben sich dadurch die meisten Beschwerden gelindert. Ich habe noch regelmäßig meine Periode, allerdings recht kurz (zwei Tage, ca. alle drei Wochen). Nach Absetzen des Progesterons treten allerdings die Schlafstörungen sofort wieder auf. Kann ich das Progesteron durchgehend nehmen? Oder würden Sie etwas anderes empfehlen?

An sich wäre zuerst festzustellen, wie viel Restaktivität Ihre Eierstöcke noch haben. Sie können es probieren, täglich Progesteron-Kapseln einzunehmen, aber es könnte zu Dauerschmierblutungen kommen.

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BeschwerdenZwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Professor Dr. Bohnet, ich nehme wegen meiner Wechseljahresbeschwerden jetzt seit drei Monaten bioidentische Hormone. Meine Frauenärztin hat mir zwei Hübe Estradiol-Gel am Morgen und eine Kapsel Progesteron 200 mg vor dem Schlafengehen empfohlen. Nun habe ich seit der Einnahme wieder einen regelmäßigen Zyklus und Schmierblutungen, obwohl ich vor der Einnahme der Hormone schon seit einem Jahr keine Regelblutung mehr hatte. Was kann ich tun, um die Blutungen zu verhindern oder was würden Sie mir für eine Dosierung empfehlen?

Bei auftretenden Blutungen wird meist ein relatives Zuviel an Estradiol signalisiert. Ich würde die Hormone einmal 4–7 Tage weglassen, worauf mit einer Blutung zu rechnen ist. Egal ob eine kommt oder nicht, fangen Sie dann wieder an, die Progesteron-Kapsel ca. eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen und fügen parallel dazu jeden Tag einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen bei.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Hitzewallungen | Schlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich bin über 45 Jahre alt und habe aufgrund von Beschwerden, die vor einem Jahr begannen (starke Schlafstörungen, verkürzter Zyklus bis monatelang ausbleibendem Zyklus, Haarausfall, Hitzeschübe, trockene Augen) im Mai 2023 mit Progesteron 200 mg abends und 1 Hub Estradiol-Gel morgens begonnen. Meine Beschwerden sind deutlich gebessert, vor allem der Schlaf, und es geht mir seitdem richtig gut. Trockene Augen und Haarausfall bestehen leider weiterhin. Meine Frage zur Einnahmedauer: Meine Gynäkologin riet mir zu 14 Tage Progesteron – dann 14 Tage Pause und erneuter Beginn in der Zyklusmitte, Estradiol durchgehend, gerne auch erhöhen. Da mein Zyklus unregelmäßig ist und teilweise ganz ausfällt oder länger als 35 Tage ist, kann ich nicht abschätzen, wann die Zyklusmitte ist, und in den Progesteron-Einnahmepausen geht es mir deutlich schlechter bzgl. verkürztem Schlaf und Stimmung. Was ist Ihr Rat zum Einnahmezyklus von Progesteron? Kann ich es durchgängig nehmen?

Da Sie gerade eine Menstruation hatten, fangen Sie einfach an, beide Hormone gleichzeitig anzuwenden. Die Applikation des Gels sollte am besten vor dem Schlafengehen erfolgen. Wenn irgendwann eine (Dauer-)Schmierblutung auftritt, welche eine Woche oder länger dauert, lassen Sie die Hormone einfach vier Tage weg und fangen danach wieder an. Viel Erfolg!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Welche groben Zielwerte gelten für Estradiol und Progesteron während einer HRT bzw. bei welchen Blutwerten fühlen sich die meisten wohl? Wird der Progesteronwert durch die Hormonspirale beeinflusst? Ich nehme 100 mg Progesteron in einer Weichkapsel und 1 Hub Spray. Ich schlafe schlecht, erlebe Weinerlichkeit und Ängste. Wie sollte ich die Dosierung anpassen?

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen Hormonkontrollen unter einer Hormontherapie nicht vor, da sie wenig aussagefähig sind. Aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen, bei denen vor Jahren solche Werte ermittelt worden sind, hat sich eine Standarddosierung herausgebildet. Bei liegender Hormonspirale wird üblicherweise kein Progesteron verabreicht!
Aufgrund Ihres Alters würde man noch eine deutliche Restaktivität Ihrer Eierstöcke vermuten, es sei denn, es wurde durch Hormonanalysen nachgewiesen, dass ihre Aktivität vorzeitig erloschen ist.

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich bin über 45 Jahre alt und leide seit ca. einem halben Jahr an Hitzewallungen und Schlaflosigkeit. Ich war über 175 Tage ohne Periode, dann habe ich noch eine einmalige Blutung im Mai dieses Jahres gehabt. Vor drei Jahren hatte ich nach einer endogenen Lasertherapie eine Thrombose im rechten Unterschenkel. Bei einer Laboruntersuchung gab es keine Hinweise auf eine erhöhte Neigung für Thrombosen. Kann ich trotzdem bioidentische Hormone verwenden?

Sie können in jedem Falle Kapseln einnehmen, welche das körpereigene Progesteron in bioidentischer Form enthalten. Jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen, aber zunächst nur über zehn Tage. Dann machen Sie eine Pause von vier Tagen. Egal, ob eine Blutung auftritt oder nicht, könnten Sie die Kapseln wieder, diesmal kontinuierlich ohne Pause einnehmen.
Das Thromboserisiko steigt mit dem Alter, dem Körpergewicht und der Anwendung von Estradiol an. Wenn Estradiol oral eingenommen wird, ist das Risiko höher, als wenn es z. B. in Gelform auf die Haut aufgetragen wird, aber das Risiko ist nicht Null.
Da ich aus der Ferne nicht alle Details übersehen kann, sollten Sie sich mit den Ärztinnen bzw. Ärzten vor Ort beraten. Möglicherweise geben sie das OK, dass Sie zunächst eine sehr geringe Dosis des Gels unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Prof. Dr. Bohnet, ich nehme seit ein paar Monaten Progesteron wegen starker Hitzewallungen nachts. Jetzt kommt es mit über 45 Jahren zu längeren Zykluspausen. Wie nehme ich dann das Progesteron, welches ich bisher in der 2. Zyklushälfte genommen habe? Aktuell bin ich bei Tag 40. Wenn ich auf die nächste Periode warte, dauert es ja evtl. recht lang bis zur nächsten Progesteron-Einnahme? Vielen Dank.

Nehmen Sie am besten ab sofort zehn Tage die Progesteron-Kapseln und machen danach eine Pause von vier Tagen. Egal, ob eine Blutung kommt oder nicht, fangen Sie wieder damit an und nehmen die Kapseln kontinuierlich, d. h. jeden Abend. Wenn dann innerhalb von 2–3 Monaten keine Blutung mehr auftritt, wenden Sie zusätzlich einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen an. Es enthält das körpereigene Estradiol in bioidentischer Form.
Da Sie sehr schlank sind, besteht generell ein erhöhtes Osteoporoserisiko. Deshalb sollte Ihre Knochendichte und der Vitamin-D-Spiegel gemessen werden!

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe Hashimoto mit Unterfunktion der Schilddrüse und leide unter massiven Schlafstörungen, Heißhunger und Schwitzattacken. Ich nehme außer L-Thyroxin 75 keine Hormone.

Offensichtlich haben Sie bisher noch keine Hormone zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden angewendet? Diese Beschwerden sind normalerweise um das Alter 52–55 am stärksten. Deshalb vermute ich unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße, dass Sie ein sogenanntes metabolisches Syndrom, eine Vorstufe des Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt haben, was genau solche Beschwerden machen kann. Deshalb sollten Sie sich als Erstes bei einem Diabetologen bzw. einer Diabetologin vorstellen, da sich diese Facharztgruppe auch mit Hormonen auskennt.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt, seit zwei Jahren sind meine Zyklen unregelmäßig und erstmalig beträgt der Abstand mehr als drei Monate. Wegen nächtlicher Hitzewallungen und Schlafstörungen nehme ich seit 6 Wochen 200 mg Progesteron ein und schlafe seither besser. Ich habe folgende Fragen: 1. Sind 200 mg bei meinem Gewicht zu viel? 2. Wann ist der richtige Zeitpunkt, Östrogen dazuzunehmen? 3. Wann ist der richtige Zeitpunkt, auf Hormongaben zu verzichten bzw. empfehlen Sie die lebenslange Einnahme der bioidentischen Hormone? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen derzeit keine zeitliche Begrenzung der Hormontherapie vor, aber eine jährliche Risiko-Nutzen-Analyse. Da Sie sehr schlank sind, dürfte sich daraus wohl kein Problem für die Hormontherapie ergeben, allerdings sind Sie stark Osteoporose-gefährdet. Unter Berücksichtigung der Körpermaße sind 200 mg eine hohe Progesteron-Dosis, aber das muss keinen Nachteil haben. Solange Menstruationen auftreten, reicht die eigene Estradiol-Versorgung meist aus.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, ich habe eine Frage: Welches Medikament hilft gegen Wasseransammlungen in den Wechseljahren? Danke für Ihre Antwort!

Ich setze bei meinen Patientinnen seit Jahren mit Erfolg Spironolacton 50 mg ein, was mindestens drei Monate angewendet werden sollte!

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Hitzewallungen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Ich bin über 50 Jahre alt und habe seit über einem Jahr keine Regelblutung mehr. Ich habe schon länger Hitzewallungen und extreme Schlafstörungen, schlechte Laune, Libidoverlust, Brustzysten und Unruhe. Ich möchte nun endlich mit bioidentischen Hormonen mein Leben wieder erträglicher machen. Ich nehme schon länger Schlaftabletten. Wie würden Sie vorgehen? Wie schnell wirkt die Therapie?

Sie hätten schon längst anfangen können, die körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron anzuwenden. Als Erstes sollten Sie über 10 Tage nur 200 mg Progesteron einnehmen, und zwar jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen. Dadurch wird die Schlafqualität von vornherein gebessert! Nach vier Tagen Pause, egal, ob eine Blutung kommt oder nicht, tragen Sie unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel auf. Dies fördert vor allem den Tiefschlaf. Beide Hormone werden parallel kontinuierlich angewendet. Viel Erfolg!

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BeschwerdenGewichtszunahme | Haar- & Hautprobleme | Libidoverlust | ScheidentrockenheitThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße165–170 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich bin über 60 Jahre alt und nehme seit über fünf Jahren 200 mg Progesteron abends in Kapselform und einen Hub Estradiol morgens. Trotzdem leide ich unter Scheidentrockenheit, sexueller Unlust, Gewichtszunahme, Heißhunger und Haarausfall sowie starken Muskelschmerzen in den Füßen. Ich lasse den Hormonstatus regelmäßig kontrollieren, meine Ärztin sagt, dass ich mit dieser Dosierung weitermachen soll. Ich habe das Gefühl, dass es mir besser geht, wenn ich das Estradiol weglasse. Mein Östrogenspiegel ist aber ganz niedrig. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Es kommt durchaus vor, dass trotz der systemischen Anwendung der Hormone die Scheide trocken bleibt. Dies liegt an der Durchblutung. Deshalb sollten regelmäßig und dauerhaft Estriol-haltige Scheidenzäpfchen eingelegt werden. Sie führen eine seit Jahren bewährte Hormontherapie durch: Letztlich ist es allein Ihre Entscheidung, ob Sie die Hormontherapie fortführen! Um einer weiteren Gewichtszunahme und der Änderung des Stoffwechsels entgegenzuwirken, ist Muskelaufbausport notwendig.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Abend, bei mir wurde vor über fünf Jahren die Gebärmutter aufgrund eines gutartigen Myoms entfernt, die Eierstöcke sind erhalten worden. Meine Frage: kann ich das Estradiol-Gel, wovon ich abends einen Hub auftrage, durchgehend anwenden?

Ja, das können Sie durchaus. Aber: aufgrund Ihres Gewichtes sind Sie thrombosegefährdet; leider kann auch eine niedrige transdermale Dosis dies im Einzelfalle fördern. Es braucht ca. drei Monate, bis sich das Gerinnungssystem neu justiert. Überlegen Sie doch, ob Sie sich nicht als Erstes bei einem Diabetologen vorstellen wollen, welcher entscheidet, ob Sie evtl. wöchentlich Semaglutid spritzen sollten, was eine deutliche Gewichtsreduktion begünstigt.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Gewichtszunahme | Hitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße155–160 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, auch mich quälen leider seit gut einem Jahr Wechseljahresbeschwerden: starke Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Weinerlichkeit, Schwitzen und Gewichtszunahme. Ich habe einen Hormonstatus machen lassen, mit folgendem Ergebnis: Estradiol: > 5,00, FSH: > 75 (Norm: 0,31-198), LH: > 50 (Norm: 0,110-198). Der Gynäkologe hat mir dann einen Hub Estradiol-Gel morgens und 100 mg Progesteron abends verordnet. Das habe ich jetzt einen Monat lang genommen und die Stimmungsschwankungen sowie das Schlafen und Schwitzen sind deutlich besser geworden. Nur die Gewichtszunahme ist gleichgeblieben, ich habe regelrecht Heißhunger und komme da nicht gegen an. Kann man an der Hormongabe etwas verbessern, sodass ich nicht mehr zunehme?

Die Aktivität Ihrer Eierstöcke dürfte schon lange erloschen sein und es hat sich ein absoluter Östrogen-Mangel entwickelt. Sie hätten natürlich schon längst mit einer Hormontherapie anfangen sollen. Das Rad, d.h. die Stoffwechselveränderung, welche zur Gewichtszunahme führt, ist leider nicht zurückzudrehen. Aber das ist nun Schnee von gestern. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße ist die Dosierung Ihrer Hormontherapie in Ordnung. Das Gel sollte allerdings unmittelbar vor dem Schlafengehen aufgetragen werden. Vielleicht kommen Sie mit 2 Mahlzeiten pro Tag aus? Muskelaufbautraining führt zudem zur Erhöhung des Grundumsatzes.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Ich hatte vor einigen Jahren die Diagnose Borderlinetumore an den Eierstöcken (beidseitig) und sie wurden entfernt. Seither nehme ich durchgehend zwei Hübe Estradiol-Gel und zyklisch ab 13. Zyklustag für 13 Tage 400 mg Progesteron (oral). Mir geht es damit gut, aber ich habe Sorge vor einer Überdosierung mit Progesteron. Sind 400 mg zu viel?

Eigentlich brauchen Sie die Hormone nicht zyklisch einzunehmen! 400 mg Progesteron ist schon eine hohe Dosis, welche eigentlich nur bei drohender Fehlgeburt verabreicht wird. 200 mg Progesteron sind genug. Sie könnten kontinuierlich nach der nächsten Anwendung bzw. Blutung umstellen und beide Hormone parallel täglich anwenden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich habe eine Frage: ist es egal, wie die Progesteron-Kapseln angewendet werden, sprich, ob man die Kapsel vaginal einführt oder schluckt? Wie ist es verträglicher und was empfehlen Sie? Dankeschön!

Wenn die Kapsel mit dem körpereigenen Progesteron ca. eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen wird, so kommt ein schlaffördernder Effekt zustande, welcher bei der vaginalen Anwendung praktisch nicht vorhanden ist. Bei der Hormonersatztherapie wird die orale Anwendung empfohlen. Entscheiden Sie bitte mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, wie Sie die Kapseln anwenden möchten.

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, ich bin über 45 Jahre alt und habe seit zwei Jahren sehr unregelmäßige Zyklen (Dauer zwischen 20 und 100 Tagen). Ich würde gerne einen Hormonstatus machen lassen, bin mir aber unsicher, wann ich bei diesen starken Zyklusschwankungen die Blutuntersuchung durchführen lassen soll, um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. An welchem Zyklustag muss was getestet werden? Kann man auch per Blutabnahme eine Aussage über eine Schwangerschaftswahrscheinlichkeit treffen?

Am besten lassen Sie zum Zeitpunkt einer Menstruation am 3. Zyklustag Blut abnehmen. Es wären FSH, LH, Östradiol, AMH und Vitamin D zu bestimmen. Mit den Ergebnissen kann man die verbliebene Fertilität sehr gut einschätzen!

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Hitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter55–60 JahreGröße155–160 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Hallo Herr Prof. Bohnet, ich bin über 55 Jahre alt und hatte meine letzte Regelblutung vor über fünf Jahren. Davor hatte ich aber schon Hitzewallungen und extreme Stimmungsschwankungen. Von meiner Gynäkologin habe ich ein pflanzliches Präparat verordnet bekommen, was zu keiner Besserung geführt hat. Die Einnahme von Hormonen war kein Thema, die Beschwerden sind das Los der Frauen. Seit fünf Jahren leide ich massiv unter Schlafstörungen, die Stimmungsschwankungen haben sich weiter verstärkt, weswegen ich mich in psychologische Behandlung begeben habe. Sämtliche Versuche mit der Medikation von Antidepressiva haben meine Probleme nicht gebessert. Jetzt habe ich die Gynäkologin gewechselt, in der Hoffnung, dass eine HRT meine Beschwerden bessern könnte. Die Ärztin meinte, dass dies nicht mehr möglich sei und sie mir mit der Verabreichung von Hormonen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verordnen würde. Ich fühle mich ziemlich hilflos und würde gerne Ihre Meinung hören.

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen vor, dass nach einem Alter von 60 generell keine Hormontherapie mehr begonnen werden soll. Es wären Risikofaktoren wie z.B. Blutfettstörungen, Bluthochdruck etc. auszuschließen. Dann könnte insbesondere (eine höhere Dosis) von Östradiol einen negativen Effekt haben. Vermutlich bezieht sich die Aussage Ihrer Frauenärztin darauf, was dann allerdings nicht ganz richtig wäre. Das körpereigene Progesteron verbessert die Schlafqualität. Ich würde meinen, da Sie nicht übergewichtig sind, dass Sie durchaus z.B. eine Kapsel mit 100 mg Progesteron ca. eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen könnten. Der Effekt tritt erfahrungsgemäß sehr schnell ein. Sollte das innerhalb von zwei bis drei Wochen nicht passieren, lassen Sie das Progesteron wieder weg.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Gelenkschmerzen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaDosierung & AnwendungAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, nach einer entdeckten Follikelzyste und stark aufgebauter Gebärmutterschleimhaut, starken und langen Blutungen sowie Schleimhauttrockenheit, Depression und Gelenkbeschwerden wurde mir Estradiol Gel 1 Hub morgens und Drospirenon ab 1. Zyklustag dann durchgehend verordnet. Wäre denn bioidentisches Progesteron abends nicht das gleiche (bis auf den Verhütungsschutz) und auch sinnvoller in Verbindung mit dem Estradiol-Gel?

Progesteron kann nicht verhindern, dass eventuell wieder eine Follikelzyste auftritt! Die verordnete Kombination ist durchaus gängig. Aber vermutlich brauchen Sie nur Drospirenon und kein Östradiol-Gel, wenn ich Ihre Körpermaße berücksichtige. Sie könnten eventuell aber auch das körpereigene Progesteron mit 200 mg zyklisch einnehmen, d.h. vom 13. Zyklustag für 10-12 Tage.

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BeschwerdenGelenkschmerzen | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Professor, seit fünf Monaten nehme ich keine Hormonersatztherapie mehr. Meine Gynäkologin riet zum sofortigen Absetzen nach fünf Jahren der dauerhaften Einnahme. Mir ging es unter der Hormonersatztherapie gut, hatte aber noch regelmäßige Blutungen. Ich leide seitdem an starken Gelenkschmerzen, Vergesslichkeit, Schwitzen und Schlafstörungen, Blasenentzündungen. Eine endokrinologische Untersuchung belegt, dass ich in der Postmenopause bin und nichts gegen eine erneute Einnahme der Hormone sprechen würde. Nun bin ich verunsichert. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Unterstützung.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum Ihre Frauenärztin Ihnen die körpereigenen Hormone nicht mehr verordnet hat. Fangen Sie „sicherheitshalber“ zunächst nur mit 200 mg Progesteron über 10 Tage an. Dann machen Sie 4 Tage Pause. Anschließend beginnen Sie wieder mit der Progesteron-Einnahme und fügen zusätzlich etwa einen halben Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen hinzu; später können Sie dann auf einen ganzen Hub gehen! Im Herbst sollte, falls nicht geschehen, Ihre Knochendichte und der Vitamin D-Spiegel gemessen werden!

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BeschwerdeScheidentrockenheitThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Morgen, ich bin über 55 Jahre alt und leider übergewichtig. Außerdem habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion und leide an Scheidentrockenheit mit Fremdkörpergefühl. Organisch vaginal konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden. Seit 14 Tagen nehme ich eine HRT: Progesteron-Kapsel oral und Estradiol-Gel transdermal. Leider bekomme ich dieses Fremdkörpergefühl einfach nicht weg. Was kann ich denn noch zusätzlich dagegen tun?

Offensichtlich haben Sie gerade erst mit der Hormontherapie angefangen. Da können Sie leider nicht erwarten, dass alles innerhalb von zwei Wochen weg ist. Sie brauchen schon einige Monate Geduld! Aber Sie könnten zusätzlich Estriol-haltige Scheidenzäpfchen regelmäßig einbringen!

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BeschwerdenHerzklopfen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich habe seit etwa einem Vierteljahr keine Periode mehr bekommen. Seit wenigen Wochen ungefähr geht es mir so gut wie seit Jahren nicht mehr. Ich hatte starke Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, an nichts mehr Interesse, Schwindel, Herzrasen, Fressanfälle und Verdauungsprobleme. Das ist jetzt alles wie in Luft aufgelöst. Meine Frauenärztin hat einen Hormonstatus veranlasst. Die Werte sind: FSH > 100,0; LH: > 45,0; Östrogen: < 15. Meine Frage ist nun, wie es möglich ist, dass es mir so gut geht? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Zunächst einmal ist es zu begrüßen, dass Sie nicht unter den typischen Wechseljahresbeschwerden leiden, auch wenn laut Hormonanalysen die Aktivität Ihrer Eierstöcke erloschen ist und ein Östrogen-Mangel signalisiert wird. Vermutlich waren Ihre Hormonwerte zuvor wechselhaft und Sie sind jetzt in einer stabilen Phase, d.h. Postmenopause. Es ist letztlich alleine Ihre Entscheidung, ob und wann Sie eine Hormontherapie aufnehmen wollen. Es ist belegt, dass es grundsätzlich besser ist, früh als spät anzufangen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt, meine letzte Regel war zu Beginn dieses Jahres und ich erkenne mich selbst nicht mehr. Kurz darauf entwickelten sich folgende Beschwerden: Schlafstörungen aufgrund von nächtlichen Hitzewallungen, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen. Meine Frauenärztin hat mir Folgendes (ohne Labor-Kontrolle) verordnet: abends (per sofort) ein Hub Estradiol-Gel und eine Kapsel Progesteron 200 mg. Von einer zyklischen Einnahme der Kapseln hat sie nichts gesagt. Kann es bei einer Dauereinnahme zur Desensibilisierung der Rezeptoren kommen, was ja nicht gut wäre für die Aufnahme des Hormons? Wäre dieses Procedere auch Ihre Empfehlung? Viele Grüße und vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.

Da Ihre letzte Periode nicht allzu lange zurückliegt, sollten Sie die Progesteron-Kapseln zunächst über 10 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Möglicherweise kommt innerhalb einer Woche danach doch nochmals eine Blutung. Wenn diese dann am Ausklingen ist, fangen Sie wieder mit den Kapseln an und fügen einen Hub Estradiol Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen hinzu. Beide Hormone können Sie dann dauerhaft und kontinuierlich anwenden.

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BeschwerdenZwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter35–40 JahreGröße155–160 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, ich bin jünger als 40 Jahre. Vor fünf Jahren erhielt ich die Diagnose frühzeitige Wechseljahre. Daraufhin bekam ich zwei Kinder. Nach dem Abstillen meines zweiten Kindes kam es bis zum letzten Sommer noch zu unregelmäßigen leichten Blutungen, danach blieben diese abgesehen von zwei Schmierblutungen dann aus und ich bemerkte eindeutige Wechseljahresbeschwerden. Meine Blutentnahme im April ergab folgende Ergebnisse: Testosteron: > 15,0; LH: > 30,0; FSH: > 100; Estradiol: < 25. Was kann ich tun?

Die Hormonwerte weisen in der Tat darauf hin, dass die Aktivität Ihrer Eierstöcke erloschen ist. Insofern sollte, um einer Organalterung entgegenzuwirken, eine konsequente Hormontherapie durchgeführt werden. Zudem wäre auch gelegentlich Ihre Knochendichte zu dokumentieren und die Vitamin D-Versorgung.

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße180–185 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo, ich habe seit ca. 3 bis 4 Jahren Wechseljahresbeschwerden mit Schwitzen, Unruhe und schlaflosen Nächten. Das alles hat sich jetzt noch verstärkt und dazu gekommen ist noch Kraftlosigkeit und Mattigkeit, seelisch und körperlich. Meine Ärztin meint, das ist so, da muss ich durch. Ich kann das nicht mehr ertragen, ich werde wahnsinnig. Hormone möchte ich und diese bioidentischen Hormone bekomme ich von meiner Ärztin nicht. Bitte helfen Sie mir!

Ehrlich gesagt, denke ich, da sind Sie nicht in guten Händen! Heutzutage brauchen Frauen die Wechseljahre nicht mehr durchleben wie ihre Großmütter, d.h. ohne Hilfe! Es werden die körpereigenen Hormone Progesteron und Estradiol verabreicht. Sprechen Sie doch Ihren Hausarzt bzw. ihre Hausärztin an, dass er bzw. sie Ihnen Progesteron-Kapseln mit 200 mg verschreibt. Davon nehmen Sie eine Kapsel circa 1 Stunde vor dem Schlafengehen über 12 Tage; ggf. melden Sie sich dann wieder!

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BeschwerdeHaar- & HautproblemeThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich leide unter Haarbruch. Ich nehme 2 Hübe Estradiol-Gel und Progesteron-Kapseln. Was hilft gegen den Haarbruch? Meine Periode bekomme ich noch. Ich bin über 55 Jahre alt.

Ich kann nur feststellen, dass dieses Problem sehr wahrscheinlich nicht hormonell bedingt ist. Sie sollten einen Hautarzt aufsuchen! Alles Gute!

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich bin über 40 Jahre alt und habe Symptome wie Stimmungsschwankungen, Hirnnebel, Müdigkeit, Durchfall, Appetitlosigkeit, nächtliches Schwitzen in der ersten Zyklushälfte. Mein Zyklus ist relativ regelmäßig. Blutungen sind manchmal zu lang. Ab dem Eisprung geht es mir dann besser. Ich nehme seit einem Zyklus 100 mg Progesteron ab dem 13. Zyklustag abends vor dem Schlafengehen und bis zum Einsetzen der Periode. Betrifft Progesteronmangel auch Probleme in der ersten Zyklushälfte? Ich habe zurzeit auch privaten Stress. Ich habe generell Symptome, seit ich 40 Jahre alt bin. Vorher hatte ich nie solche Symptome außer ein wenig PMS. Danke für Ihre Antwort.

Angesichts Ihres Alters ist es unwahrscheinlich, dass Sie in den Wechseljahren sind. Ich hielte eine hormonelle Diagnostik für notwendig, bevor eine „Therapie“ ausprobiert wird. Belastungen können durchaus zu erheblichen Zyklusstörungen führen, d.h. zur Eireifungsstörung, was natürlich die erste Zyklushälfte betrifft.

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BeschwerdenGelenkschmerzen | HitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin über 50 Jahre alt und habe 2020 eine Behandlung mit der Goldnetzmethode wegen starker Regelblutung bekommen. Seit einem Jahr habe ich bis auf einmal im Dezember letzten Jahres (sehr schwach) keine Blutung mehr. Nun habe ich von meiner Frauenärztin Estradiol-Gel und 100 mg Progesteron-Kapseln wegen starker Hitzewallungen, Gelenk- und Muskelschmerzen bekommen. Ich soll wegen Magen-Darm-Problemen die Progesteron-Kapsel vaginal abends anwenden und einen Hub Estradiol-Gel dazu auftragen. Das mache ich jetzt seit fünf Tagen und die Gelenkschmerzen werden besser, aber das Schwitzen nachts hält noch an. Was kann ich ändern? Vielen Dank für eine Antwort.

Aufgrund Ihres Alters muss man davon ausgehen, dass die Aktivität Ihrer Eierstöcke erloschen ist. Insofern macht es Sinn, dass Sie die körpereigenen Hormone anwenden. Dies hat sich in der Dosierung über Jahrzehnte bewährt und von einer kurzfristigen Anwendung kann kein Schluss gezogen werden. Gehen Sie ganz konsequent vor und tragen den Hub Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auf und legen die Progesteron-Kapsel ein. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Seit zwei Monaten nehme ich Estradiol-Gel einen Hub und 200 mg Progesteron am Abend. Jetzt habe ich erfahren, dass ich das Progesteron zyklisch nehmen muss. Wie lange sollte die Pause sein? Ich habe nachts immer noch milde Hitzewallungen, schlafe aber gut. Soll ich das Östrogen erhöhen? Leider habe ich auch eine vaginale Atrophie. Soll ich von den Scheidenzäpfchen die 0,5 mg oder 0,03 mg nehmen? Und was halten Sie von einer Laserbehandlung der Scheide?

Ich kann nicht nachvollziehen, dass Sie, nachdem Sie die Hormone bisher kontinuierlich parallel angewendet haben, jetzt auf eine zyklische Anwendung übergehen sollen. Damit kommen dann auch meist Menstruationen wieder! Scheidenzäpfchen sollten kontinuierlich und regelmäßig angewendet werden, gerne die höhere Dosis!

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BeschwerdenGelenkschmerzen | Hitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße180–185 cmGewicht95–100 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Ich nehme jetzt seit einem Jahr Estradiol-Gel zweimal täglich und abends 100 mg Progesteronkapseln gegen mäßige Hitzewallungen, starke Gelenkschmerzen, extreme Stimmungsschwankungen, mäßige Schlafstörungen, mäßige Konzentrationsschwäche. Alles in allem ist es schon etwas besser geworden, bin aber nicht mehr alltagstauglich. Meine Ärztin hat mir DHEA empfohlen. Wie nehme ich das zusätzlich ein, oder lasse ich was weg? Ich habe jetzt seit drei Tagen einmal am Tag früh eine halbe Stunde vor dem Frühstück 25 mg genommen und habe das Gefühl komplett neben mir zu stehen. Können Sie mir bei der Dosierung bitte helfen?

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße sollten Sie 200 mg Progesteron-Kapseln einnehmen und allenfalls einen Hub Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen. Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen die Einnahme von DHEA nicht vor, da eine Wirkung wissenschaftlich nicht belegt ist. Bei Ihnen könnte ein metabolisches Syndrom, das heißt eine Vorstufe eines Typ-2-Diabetes vorliegen, welche unter anderem Wechseljahressymptome verschlechtert.

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BeschwerdeHitzewallungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich habe seit einem Jahr erhöhte Reizdarmbeschwerden und glaube, dass es an den Hormonschwankungen während der Wechseljahre liegen könnte. Darmuntersuchungen waren bisher alle ohne Befund. Allerdings habe ich auch erhöhtes Cholesterin und schon Verdickungen an der Halsschlagader. Käme eine Hormonersatztherapie somit für mich überhaupt in Frage? Ich habe gelesen, dass sich bei Zugabe von Hormonen der Plaque lösen könnte und zu Schlaganfall oder Herzinfarkt führen kann.

Es gibt am Darm Östrogenrezeptoren. Aber es ist unsicher, dass ein Reizdarm-Syndrom dadurch erklärt werden kann. Wenn Sie Statine einnehmen und das LDL zwischen 50 und 70 ng/ml liegt, der Blutdruck und das hsCRP in Ordnung sind, müsste eine niedrig dosierte transdermale Estradiol-Anwendung möglich sein. Da ich aber aus der Ferne nicht alle Faktoren übersehen kann, müssen die Ärzte bzw. Ärztinnen vor Ort entscheiden! Alles Gute!

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Depressive Verstimmung / Depressionen | Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht90–95 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Ich würde gerne wissen, ob man eine dreiprozentige Progesteronsalbe auch erfolgreich anwenden kann bei folgenden Beschwerden: Brustspannen, Schlafstörungen, gelegentlich Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Erschöpfung. Mein Progesteronwert im Blut war am 21 Zyklustag niedrig, gerade noch im Referenzbereich. Leider vertrage ich die Progesteronkapseln 100 mg und 200 mg oral gar nicht. Ich habe dann mit ziemlich starken Depressionen zu kämpfen. Wegen der Depressionen bin ich schon ein paar Monate mit Erfolg in Behandlung. Besten Dank Ihnen!

Im Gegensatz zum Estradiol geht Progesteron kaum durch die Haut. Es gibt ein (alkoholisches) Gel, welches Progesteron enthält und für die Symptomatik Brustspannen zur lokalen Behandlung zugelassen ist. Sie könnten mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin besprechen, ob Sie die Progesteron-Kapseln auch vaginal anwenden könnten oder ob Dydrogesteron eine Alternative wäre.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich habe eine Frage zu der Einnahme von Progesteron. Wonach wird unterschieden, ob man das Progesteron durchgehend einnimmt oder zyklisch? Sie empfehlen meistens eine zyklische Einnahme. Bevor ich mit der Einnahme von Progesteron begonnen habe, hatte ich noch alle zwei Monate meine Periode. Bedeutet das, dass durch die Einnahme von Progesteron die Östrogenproduktion geringer wird?

Wenn es noch weitgehend zu „regelmäßigen“ Blutungen kommt, ist das Progesteron zyklisch anzuwenden, da ansonsten Dauerschmierblutungen auftreten können. Wenn die spontanen Menstruationen selten werden, heißt das, dass auch wenig Estradiol gebildet wird. Dann ist die kontinuierliche Einnahme sinnvoll und wird ggf. ergänzt durch die zusätzliche Estradiol-Anwendung.

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BeschwerdeHaar- & HautproblemeThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Dr. Bohnet, aufgrund extremer Schlafstörungen nehme ich seit Anfang März 2023 100 mg Progesteron. Das Progesteron soll ich, laut meinem Arzt, durchgehend einnehmen, ohne Pause. Seit circa einem Jahr habe ich meine Periode nur alle zwei Monate bekommen. Die letzte Periode war Anfang Februar 2023. Kann es sein, dass durch die Einnahme von Progesteron meine Periode nicht mehr kommt? Ist es richtig, dass ich das Progesteron durchgehend nehme? Meine Schlafstörungen haben sich verbessert. Seit ca. zwei Monaten (fast zeitgleich mit dem Progesteron) nehme ich allerdings auch, wegen hohem Blutdruck, 2,5 mg Ramipril am Tag. Somit weiß ich nicht genau, ob sich meine Schlafstörungen durch die normalen Blutdruckwerte oder der Einnahme des Progesterons verbessert haben. Hitzewallungen habe ich ganz selten nachts. Meine Haut ist sehr trocken und schlaff geworden. Würden Sie mir noch zusätzlich Estradiol empfehlen? Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe!

Die kontinuierliche Einnahme von Progesteron kann in der Tat die Menstruationen teilweise unterdrücken. Aber da Sie kaum mehr Blutungen bekommen, dürfte die Östrogenproduktion gering geworden sein. Probieren Sie – in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt – einfach aus, unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel aufzutragen. Ramipril können Sie jederzeit dazu einnehmen. Da Sie schlank sind, haben Sie eine relative Gefährdung, eine Osteoporose zu entwickeln; deshalb sollte Ihre Knochendichte gemessen werden. Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Depressive Verstimmung / Depressionen | Gewichtszunahme | Zwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, seit circa zwei Jahren leide ich unter PMS mit Brustspannen, verkürztem Zyklus (24-26 Tage) mit starken Blutungen, teils heftiger depressiver Verstimmung vor der Periode und Gewichtszunahme. Ich vermute aktuell einen relativen Progesteronmangel. Nebenbefundlich leide ich unter systemischer Mastozytose. Würden Sie zur Progesterongabe raten?

In der Tat beinhaltet die „klassische“ Therapie in Ihrer Altersgruppe die zyklische Anwendung des körpereigenen Progesterons, z.B. in Form einer 200 mg Kapsel; eine Kapsel wäre von etwa dem 13. Zyklustag über 10 - 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Schlafengehen einzunehmen. Viel Erfolg!

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BeschwerdenBlasenschwäche | Gelenkschmerzen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Ich bin über 55 Jahre alt und habe seit etwa einem Jahr Blasenbeschwerden, aber keine Blasenentzündung. Es fühlt sich an wie Regelschmerzen und die Abstände der Beschwerden werden immer kürzer. Dazu kommt, dass ich auch ständig nach 1,5 Stunden auf die Toilette muss. Mein Urologe hat eine Blasenspiegelung gemacht und nichts Auffälliges gesehen. Er hat mir ein Spasmolytikum für die Blase verschrieben, dies hilft mir aber nicht. Kann es sein, dass es sich um einen chronischen Blasenschmerz oder ein Harndrangsyndrom handelt? Dazu kommen jetzt noch Gelenkschmerzen. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Offensichtlich haben Sie bisher keine Wechseljahreshormontherapie durchgeführt!? Es hat sich über Jahrzehnte bewährt, Estriol-haltige Scheidenzäpfchen regelmäßig in die Scheide einzulegen. Melden Sie sich am besten in einer Frauenarztpraxis, um diese Therapieoption zu besprechen. Wurde Ihre Knochendichte gemessen? Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRisiken & NebenwirkungenAlterälter als 65 JahreGröße175–180 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Professor, ich bin über 65 Jahre alt und nehme schon viele Jahre einen Hub Estradiol-Gel und eine Kapsel Progesteron 100 mg. Wiederholt las ich, dass sich durch diese Kombination das Brustkrebsrisiko um das Doppelte erhöht? Welche Meinung vertreten Sie?

Sie wenden die körpereigenen Hormone und keine „künstlichen“ an. Diese Art der Hormontherapie hat die geringsten Nebenwirkungen. Das Brustkrebsrisiko steigt grundsätzlich auch mit dem Alter und dem Körpergewicht an. Im Einzelfall ist das Brustkrebsrisiko schwer einzuschätzen, wobei auch ein familiäres Risiko nicht auszuschließen ist. Vermutlich nehmen Sie auch regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teil? Ob Sie die Hormontherapie fortsetzen, ist allein Ihre Entscheidung und sollte gegebenenfalls mit dem/der behandelnden Gynäkologen/Gynäkologin abgeklärt werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ist eine bioidentische Hormontherapie möglich, wenn man noch mit der Hormonspirale verhütet?

Diese Art der Therapie hat sich bewährt, wenn eine Kontrazeption erwünscht ist. Die Hormonspirale bleibt fünf Jahre oder sogar länger liegen und es wird dann „nur“ ein Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufgetragen. Die Hormonspirale verhindert, dass die Gebärmutterschleimhaut sich aufbaut und keine Blutungen auftreten. Wird die Hormonspirale langsam weniger wirksam, treten meist Dauerschmierblutungen auf. Dann muss sie erneuert werden oder sie wird gezogen; als Folge wären dann Progesteron-Kapseln einzunehmen.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Hitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Doktor, ich bin über 40 Jahre alt und leide unter Amenorrhoe (Phase von 3 Monaten), Hitzewallungen und Schwitzen in der Nacht, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, meine Haut fühlt sich trocken an, Haare werden dünner und die Nägel sind brüchig. Ich befinde mich also in der Perimenopause, laut dieser Symptome. Darf ich schon auf eine Hormonersatztherapie zugreifen? Ich rauche und trinke nicht, bin sportlich und ebenfalls fertig mit der Familienplanung, da ich bereits 3-fache Mutter bin.

Es wäre wichtig über eine Hormondiagnostik festzustellen, ob Sie vorzeitig in die Wechseljahre gekommen sind! Dies können Sie über eine Frauenarztpraxis einfach vornehmen lassen. Mit den Ergebnissen können Sie sich dann gerne wieder melden.

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BeschwerdeDepressive Verstimmung / DepressionenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht45–50 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Lieber Prof. Bohnet, ich nehme seit einem Monat abends 100 mg Progesteron ein. Ich habe noch mit starken Ängsten und Depressionen zu kämpfen. Auch nehme ich nicht zu. Bisher hatte ich alle 23 Tage meine Regel, sehr stark mit PMS und Migräne. Ich habe Estradiol testen lassen und es liegt in der unteren Norm. Progesteron liegt mit der Progesteron-Einnahme in der Norm. Soll ich zusätzlich ein Estradiol-Gel anwenden und wenn ja, wann? Kann ich alles dann durchgängig nehmen?

Aufgrund Ihres Alters und dem Testergebnis ist damit zu rechnen, dass Ihre Eierstöcke noch eine Restaktivität aufweisen; deshalb wäre zunächst nur Progesteron anzuwenden. Da Sie sehr schlank sind, ist die Osteoporose-Gefahr groß. Deshalb sollten Sie zeitnah Ihre Knochendichte messen lassen. Östrogene können dann im weiteren Verlauf vor Osteoporose schützen. Zusätzlich sollten Sie Vitamin D einnehmen.

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BeschwerdenGelenkschmerzen | Hitzewallungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Wäre es denn auch möglich, nur das Progesteron, ohne das Estradiol-Gel zu nehmen? Oder würden sich dadurch die Beschwerden wie Hitzewallungen, Gelenkschmerzen und Stimmungsschwankungen nicht legen?

Sie können zunächst nur das Progesteron zyklisch einnehmen. Aber die von Ihnen angegebenen Beschwerden sprechen zumindest für einen relativen Estradiol-Mangel. Sie könnten zunächst 1-3 Zyklen nur Progesteron, dann ggf. auch zusätzlich Estradiol-Gel anwenden!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich befinde mich derzeit in der Phase der Perimenopause (Blutungen waren vor Beginn der Hormonersatztherapie (HRT) unregelmäßig, mit Abständen von 4 bis 5 Monaten), habe nun mit einer zyklischen HRT begonnen und damit wieder regelmäßige Blutungen im 28-Tage-Rhythmus. Woher weiß ich, wann die Menopause erfolgt (ist) und ab wann ich mich in der Postmenopause befinde, wenn ich durch die HRT einen artifiziellen Zyklus habe? Ab wann könnte ich mit einer durchgehenden HRT beginnen? Ich möchte die HRT ungern absetzen, da ich heilfroh bin, keine Hitzewallungen mehr zu haben und auch wieder durchschlafen zu können.

Statistisch ist die Aktivität der Eierstöcke bei ca. 98 % der Frauen erloschen, wenn sie 53 Jahre alt sind. Wenn Sie in einem Zyklus "nur" Progesteron anwenden und es kommt danach nicht zur Blutung, heißt das, dass kaum oder gar nicht mehr Estradiol gebildet wird. Dann könnten Sie die Hormone dauerhaft parallel anwenden.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | Zwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, meine Frage: kann man das Estradiol-Gel auch anwenden, wenn eine Blutwertmessung ergab, dass noch Östrogene produziert werden? Die Periode fällt entweder ganz aus, ist sehr schwach oder nur noch eine Schmierblutung. Progesteron allein hilft leider nicht mehr gegen die Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und das Schwitzen. Vielen Dank vorab.

Wenn die Menstruationen sehr schwach sind oder ausfallen, ist das ein Zeichen von geringer Östrogen-Produktion. Dann hat es sich bewährt, einen Hub Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufzutragen. Parallel sollten Sie dann auch das körpereigene Progesteron, z.B. in Form von Weichkapseln (200 mg) einnehmen, und zwar jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen!

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BeschwerdenBlasenschwäche | Libidoverlust | Muskel- / Gelenkschmerzen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Sehr geehrter Prof. Dr. Bohnet, ich bin über 55 Jahre, habe seit über 7 Jahren keine Blutung mehr. Außer Estriol-Vaginalcreme zweimal in der Woche, habe ich bislang keine Hormonersatztherapie durchgeführt. Leider haben sich in letzter Zeit wiederkehrende, starke Gelenkschmerzen eingestellt sowie starker Harndrang. Stimmungsschwankungen und Gereiztheit begleiten mich bereits über einen längeren Zeitraum. Da sich nun auch ein Libidoverlust bemerkbar macht, meine Frage: ist es aus Ihrer Sicht zu spät für eine Hormonersatztherapie bzw. haben Sie andere Empfehlungen, wie mir geholfen werden kann?

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen vor, dass in Ihrer Lebensphase noch eine Hormontherapie aufgenommen werden kann. Die Anwendung des körpereigenen Estradiols z.B. in Form von Estradiol-Gel und die Einnahme von 200 mg Progesteron-Kapseln hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Die Hormone liegen in bioidentischer Form vor. Als erstes wäre eine Kapsel mit 200 mg Progesteron über 10 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen. Danach sollten Sie eine Pause von ca. 1 Woche einhalten. Egal, ob eine (leichte) Blutung kommt oder nicht, fangen Sie wieder mit den Kapseln an und fügen das Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen hinzu. Da davon auszugehen ist, dass Ihr Körper an Estradiol völlig verarmt ist, sollten Sie zunächst nur einen halben Hub auftragen, da selbst geringste Mengen manchmal zu Brustspannen führen können. Ihre Knochendichte sollte gemessen sein und es ist ratsam, täglich zu einer Mahlzeit 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D einzunehmen.

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BeschwerdenSchlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Bohnet, seit 2,5 Monaten schlafe ich kaum noch (vorher war mein Schlaf völlig normal, ca. 7 Std. pro Nacht). Im Schnitt schlafe ich momentan vier Nächte gar nicht und dann etwa 2-3 Stunden in der fünften Nacht. Mein Zyklus hat sich in den letzten Jahren verändert (unregelmäßiger und meist kürzer als vier Wochen). Ich habe überlegt, ob die Schlafprobleme wechseljahresbedingt sein können? Gibt es das, dass das so ausgeprägt ist in den Wechseljahren? Ich bedanke mich für Ihre Antwort.

Ja, leider kann das sein! Aber in den Wechseljahren kommt es relativ häufig zu depressiven Phasen, welche mit Schlaflosigkeit einhergehen. Gibt es solche in der Familie? Da Sie noch spontane Menstruationen haben, hat sich die zyklische Anwendung von Progesteron bewährt; so könnten Sie z.B. 1 Kapsel mit 200 mg Progesteron vom 13. Zyklustag über 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Sie enthält das körpereigene Progesteron in bioidentischer Form und fördert die Schlafqualität nachweislich.

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Bohnet, ich habe seit einem Jahr verkürzte und wenige starke Blutungen, und nun seit zwei Monaten keine Blutung mehr. Ich schlafe schlecht und mir ist nachts manchmal sehr heiß (aber ohne Schwitzen, es geht auch schnell vorbei). Tagsüber bin ich oft müde und manchmal vergesslich. Ich hatte auch starke Schulter- und Armschmerzen vor einem Jahr, der Orthopäde hat keine Ursache gefunden und es hat dann nach 10 Monaten und vielen Übungen aufgehört. Ich nehme seit drei Tagen 100 mg Progesteron und bin mir unsicher, ob ich auch gleich einen Hub Estradiol dazu nehmen soll. Meine Werte sind: Estradiol 21 ng/l und Progesteron unter 0,1 ug/l. Danke für Ihre Arbeit! Es ist hilfreich und tut gut, hier die Informationen zu lesen.

Da Sie lange keine Periode hatten, macht es Sinn, die Progesteron-Kapsel zunächst ohne Estradiol-Anwendung über 10 - 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen. Danach wäre eine Pause von 4 Tagen einzuhalten. Egal, ob eine Blutung kommt oder nicht, könnten Sie dann wieder mit den Kapseln anfangen und zusätzlich parallel dazu einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen, d. h. eine Anwendung beider Hormone dauerhaft und ohne jegliche Pause!
Ihre Knochendichte sollte gemessen sein und Sie sollten täglich 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D zu einer Mahlzeit einnehmen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | ScheidentrockenheitThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, aufgrund starker Beschwerden (starke Hitzewallungen nachts ca. alle 45 min, Gelenkschmerzen, Trockenheit) soll ich nun mit einer Hormonersatztherapie (HRT) starten. Ich habe hier auf dieser Seite gelesen, dass die HRT stets mit "verhältnismäßig niedrig dosiertem Östrogen und höher dosiertem Gestagen begonnen werden sollte". Meine Frauenärztin empfiehlt einen Hub Estradiol Gel (alternativ: Tablette) und 100 mg Progesteron oral. Ist ein Hub denn verhältnismäßig niedrig dosiert, und passt dazu im Verhältnis 100 mg Progesteron? Kann auch mit 1/2 Hub Estradiol gestartet werden? Oder besser 200 mg Progesteron dazu? Im Jahr 2022 hatte ich noch insgesamt 2 x meine Regelblutung (1 x im Mai und 1 x im November). Seitdem nicht mehr, seit Januar 2023 aber massive Beschwerden. Ich bin dadurch im Grunde nicht mehr arbeitsfähig. Vielen Dank!

Unter Berücksichtigung Ihres Alters und Ihrer Körpermaße würde ich zur Einnahme von 200 mg Progesteron raten, und zwar nur für 10 Tage. Danach wäre eine Pause von mindestens 4 Tagen einzulegen. Egal, ob eine Menstruation auftritt oder nicht, beginnen Sie danach mit einem Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen und nehmen parallel dazu eine Kapsel mit 200 mg Progesteron jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen ein. Viel Erfolg!

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich bin über 45 Jahre alt, habe noch eine regelmäßige Periode (recht stark). Während meiner letzten Periode letzte Woche hatte ich einen massiven Blähbauch (trotz regelmäßigem Stuhlgang) und Brustschmerzen/-spannen. Gestern bin ich mit stark geschwollenen und schmerzenden Brüsten aufgewacht (als wäre ich schwanger oder hätte Milcheinschuss). Kann das ein Progesteronmangel sein, trotz Periode? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Sie sind in einer Wechseljahresphase, wo die Eierstöcke eher zu viel Estradiol als zu wenig produzieren. Sie haben recht, meist wird nur noch wenig bis gar kein Progesteron mehr gebildet. Es hat sich bewährt, dass Sie bioidentisches Progesteron 200 mg vom 13. Zyklustag über ca. 12 Tage einnehmen, und zwar jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin über 45 Jahre alt und habe aufgrund von starken Hitzewallungen, Müdigkeit und Schlafstörungen von meinem Arzt 5 %-ige Progesteron-Salbe verordnet bekommen (durchgehend). Zuvor hatte ich immer noch meine Periode, wenn auch unregelmäßig. Seitdem ich die Salbe anwende, ist meine Periode nun fast ein Jahr ausgeblieben, die Hitzewallungen und Schlafstörungen sind viel besser. Ich leide jedoch an sehr starken Stimmungsschwankungen und Müdigkeit. Ich habe nun seit 5 Tagen keine Salbe aufgetragen und meine Periode wieder bekommen. Kann das Progesteron auf meine Stimmung wirken? Wie soll ich jetzt weitermachen? Soll ich besser eine Salbe (5 %?) oder Kapseln einnehmen?

Dieses Vorgehen entspricht nicht den Leitlinien der Fachgesellschaften und es ist zu bezweifeln, dass diese Art der "Therapie" überhaupt wirksam ist, da es wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass das Progesteron im Gegensatz zum Estradiol kaum durch die Haut geht! Vermutlich mussten Sie die Progesteron-Salbe selbst bezahlen?

An sich wäre folgendermaßen vorzugehen, wenn Sie die Salbe weggelassen haben:
Es wäre eine Kapsel mit 100 mg Progesteron über 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen. Danach ist eine Pause von einer Woche einzuhalten, in der es möglicherweise zu einer Blutung kommt. Falls nicht, war die Gebärmutter-Schleimhaut nicht aufgebaut, weil Estradiol fehlt. Dann würden Sie wieder mit dem Progesteron anfangen und zusätzlich einen Hub Gel mit körpereigenem Estradiol in bioidentischer Form unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Herr Prof. Bohnet, ich nehme seit ca. 10 Wochen täglich Progesteron 100 mg (abends) und Estradiol-Gel 1 Hub (morgens). Aufgrund unregelmäßiger Monatsblutungen und Schlafstörungen mit gelegentlichen Hitzewallungen nachts, hat meine Fachärztin mir, nach Bestimmung des Hormonstatus, die Präparate verschrieben. Jetzt habe ich seit zwei Wochen starke Spannungen in der Brust und auch Wassereinlagerung beobachtet. Die Periode war jetzt wieder regelmäßig und stärker. Sollte ich die Dosis verändern? Oder reicht es aus, nur Progesteron einzunehmen?

Offensichtlich produzieren Ihre Eierstöcke noch (unregelmäßig) Estradiol. Pausieren Sie die Anwendung beider Hormone für 4 Tage und fangen Sie danach wieder an. In Ihrer Altersgruppe hat sich die zunächst ausschließliche Anwendung von Progesteron bewährt, z. B. vom 13. Zyklustag über 12 Tage.

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BeschwerdeScheidentrockenheitThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße175–180 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Hallo, meine Regelblutung hat sehr früh aufgehört, bereits mit etwa 40 Jahren. Ich leide seit Jahren unter Scheidentrockenheit und habe bereits verschiedene Produkte ausprobiert. Frei erhältliche Präparate helfen leider nicht. Hormon-Vaginal-Zäpfchen zeigen mäßigen Erfolg. Ich finde diese allerdings sehr lästig, da ich sie nach der Anwendung am Abend bis zum nächsten Mittag "spüre". Ich bin über 60 Jahre alt, habe ein Vorhofseptum-Aneurysma und Diabetes. Was würden Sie mir empfehlen gegen diese unangenehme Scheidentrockenheit? Ich würde gerne mal wieder Sex mit Penetration haben.

Leider muss die Lokalbehandlung kontinuierlich durchgeführt werden. Die übliche Vorgehensweise, mal über 1-2 Wochen zu behandeln und dann wieder abzuwarten, hat sich überholt. Später reicht dann häufig nur ein Zäpfchen pro Woche!
Aber jetzt könnten Sie zunächst eine Estriol-haltige Creme mit einem Applikator in die Scheide einbringen, was keine Missempfindungen auslösen dürfte. Es gibt "neue" Scheidenzäpfchen, welche das Hormon DHEA enthalten. Möglicherweise wären diese eine Alternative. Unabhängig davon: ist Ihre Knochendichte gemessen? Nehmen Sie Vitamin D?

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BeschwerdenHitzewallungen | Scheidentrockenheit | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin auf Ihre Webseite aufmerksam geworden. Mich begleiten seit einiger Zeit heftige Symptome. Meine Periode kommt sehr unregelmäßig. Folgende Erscheinungen treten auf: Benommenheit, Schwindel, Watte im Kopf, Ängste, Abgeschlagenheit, Schüttelfrost, Zittern, Hitzewallungen, vaginale Erscheinungen, Blasenentzündung, Vaginalpilz oder Trockenheit. Ich habe eine Arzt-Odyssee hinter mir und es ist organisch alles in Ordnung. Meine Gynäkologin nimmt sich kaum Zeit, der Ursache auf den Grund zu gehen. Im letzten Jahr hatte ich ein Konglomerat an Zysten und mein Eierstock wäre fast geplatzt. Ich habe immer wiederkehrend Probleme damit. Ich wäre sehr interessiert an einer Hormonersatztherapie. Ich nehme seit 10 Jahren keine Hormone mehr ein.

Na, ob Sie da wohl in guten Händen sind?
Sie befinden sich in den Wechseljahren und es kommt durchaus in Ihrer Altersgruppe gehäuft zu sogenannten Follikelpersistenzen, d.h. Eibläschen reifen heran, aber platzen nicht und produzieren unkontrolliert Östrogen. Es ist eine Standardtherapie, zyklisch das körpereigene Progesteron anzuwenden. Hiervon wird ab dem 13. Zyklustag über 12 Tage z.B. eine Kapsel mit 200 mg jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen. Unabhängig davon wären Estriol-haltige Scheidenzäpfchen regelmäßig anzuwenden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Herr Professor, meine Frage wäre: ich möchte wegen Wechseljahresbeschwerden bioidentische Hormone nehmen. Nun ist es so, dass ich seit Jahren ein Myom habe, das immer unverändert ist. Darf ich trotzdem Hormone nehmen? Meine letzte Regel ist knapp ein Jahr her. Danke, für Ihren Rat.

Ja, Myome wachsen üblicherweise nicht mehr in Ihrer Altersgruppe, auch wenn Estradiol angewendet wird. Aber nehmen Sie – in Absprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin – als Erstes nur Progesteron-Kapseln über 10 Tage ein. Danach machen Sie eine Pause von 4 Tagen, in der möglicherweise eine (Schmier-) Blutung auftritt. Danach fangen Sie wieder mit den Kapseln an, jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen, und fügen vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel an. Beide Hormone wären dann ohne Pause kontinuierlich anzuwenden.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Hitzewallungen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag! Erst einmal Kompliment für dieses Forum. Ich bin über 50 Jahre alt, nehme aktuell noch die Pille, kann daher nicht sagen, ob regulär schon eine letzte Blutung bestanden hat, da jedes Mal eine Entzugsblutung folgt. Ich habe und hatte immer mit verstärktem Haarausfall zu kämpfen (erhöhter Androgen-Spiegel). Ich traue mich daher nicht die Pille abzusetzen. Ich merke aber zunehmende Schlafbeschwerden, Stimmungsschwankungen und Nachtschweiß. Ist es sinnvoll, zusätzlich zur Pille abends Progesteron zu nehmen. Ist beides zusammen überhaupt möglich? Ich habe Sorge vor dem Absetzen der Pille aufgrund des Haarausfalls, der dann möglicherweise noch stärker sein konnte. Vielen Dank!

Nein, es macht keinen Sinn, zur Pille Progesteron einzunehmen. Offensichtlich sehen Ihre Ärzte vor Ort keine Risiken, die Pille weiter einzunehmen. Dennoch wäre es sinnvoll, da Sie ja nicht weiterhin über Jahre die Pille einnehmen können, auf ein sogenanntes Wechseljahres-Kombi-Präparat zu wechseln. Es wirkt leicht anti-androgen; insofern ist nicht mit dem Auftreten eines Haarausfalles zu rechnen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 55 Jahre alt und habe immer noch Wechseljahresbeschwerden und Depressionen. Ich habe ganz massive Schlafstörungen, liege Stunden lang wach und schlafe erst in den frühen Morgenstunden ein (2-3 Stunden Schlaf). Medikamentös bekomme ich 200 mg Progesteron, Trazodon 50 mg, Quetiapin 50 mg. Was kann ich gegen meine massiven Schlafstörungen tun? Warum schlafe ich erst in den frühen Morgenstunden ein?

Offensichtlich wenden Sie kein Estradiol an? Wenn Sie ohnehin 200 mg Progesteron, jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen, einnehmen, könnten Sie zusätzlich einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen. Beides zusammen fördert die Schlafqualität. Leider ist die Schlaflosigkeit bei depressiven Erkrankungen gehäuft festzustellen. Da müsste ein Nervenarzt Hilfe leisten.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße175–180 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, kann man in der Postmenopause mit 1 Hub Estradiol-Gel und 1 Kapsel Progesteron auch zyklisch verfahren, da das Gelbkörperhormon doch nur in der 2. Zyklushälfte gebildet wird?

Das ist zwar eine gute Überlegung, aber nicht zu empfehlen, da dann (un-)regelmäßige Blutungen auftreten dürften. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße wäre es günstig, wenn Sie täglich 200 mg Progesteron einnehmen würden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Herr Prof. Bohnet, könnte man bei einer Progesteron-Unverträglichkeit (starkes PMS/PMDS) unter Estradiol-Gabe auch auf die Hormonspirale umstellen zum Schutz des Endometriums? Könnte das evtl. besser vertragen werden? Oder ist es eher nicht so, da das Hormon da ja durchgehend appliziert wird? Besten Dank!

Die Hormonspirale hat sich sehr bewährt, weil dann bei Bedarf über Jahre "nur" Estradiol-Gel angewendet werden kann. Allerdings zeichnet sich das PMS meist durch ein Ungleichgewicht zwischen Estradiol und Progesteron aus, d. h. durch einen Überhang an Estradiol! Somit wäre zu überlegen, ob Sie zunächst ein Gestagen z. B. in Form einer Mini-Pille einnehmen sollten.

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BeschwerdeHerzklopfenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und habe, trotz gesunder und hauptsächlich veganer Ernährung, einen hohen Cholesterinspiegel mit Ablagerungen von 1,3 mm in der Halsschlagader. Aufgrund meiner Wechseljahresbeschwerden, aber auch präventiv würde ich gerne eine bioidentische Ersatztherapie beginnen. In meiner Familie traten gehäuft Schlaganfälle auf. Ist unter diesen Umständen eine bioidentische Ersatztherapie überhaupt etwas für mich? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Im Allgemeinen kann auch eine niedrig dosierte Wechseljahreshormontherapie mit bioidentischen Hormonen zur Erhöhung des Thromboserisikos etc. beitragen. Deshalb wird das LDL-Cholesterol u. a. auf einen Zielwert von 50 mg/dl eingestellt. Nehmen Sie überhaupt ein Statin? Wurde durch ein erhöhtes Lipoprotein a das erhöhte Risiko bestätigt? Ist der Blutdruck normal? Dies wären alles Voraussetzungen, um eine niedrigst dosierte Hormonanwendung zu diskutieren, was dann die Ärzte vor Ort mitentscheiden müssten. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Was kann ich gegen häufige Blasenentzündungen in der Postmenopause machen? In den letzten 3 Monaten hatte ich sie 3-4mal. Ich musste bereits zweimal Antibiotika nehmen. Seit ca. 1 Woche habe ich eine Hormonersatztherapie begonnen mit Estradiol-Gel und Progesteron-Kapseln. Wird das Problem mit der Blase dadurch besser? Eine Scheidenentzündung hatte ich auch schon. Hilft eine Hormoncreme zur vaginalen Anwendung? Vielen Dank für Ihre Beratung!

Ja, die Hormontherapie könnte längerfristig eine positive Auswirkung haben. Es hat sich auch bewährt, z. B. Estriol-haltige Scheidenzäpfchen ca. 2 x wöchentlich, unabhängig von der systemischen Anwendung von Estradiol und Progesteron, anzuwenden, d. h. über längere Zeit. Ihre Knochendichte sollte dokumentiert werden und Sie sollten in dieser Jahreszeit täglich mindestens 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D zu einer Mahlzeit einnehmen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße155–160 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich werde demnächst 50 Jahre alt und habe durch die Hormonschwankungen seit einiger Zeit Verdauungsprobleme (Blähungen, Stuhlgang neigt zu Durchfall, so dass ich längst nicht mehr alles esse). Da ich seit Jahren Pantoprazol nehme und beim Essen sowieso aufpasse wegen früherer Magenschleimhautentzündungen, ist diese Situation sehr belastend für mich. Hormonpräparate vertrage ich nicht wegen Nebenwirkungen. Die sollte ich ausprobieren, da meine Regel oft sehr stark ist und ich letztes Jahr an akutem Eisenmangel litt. Zu meiner Frauenärztin habe ich kein Vertrauen mehr, eine neue habe ich noch nicht gefunden. Ich will nur die Verdauungsstörungen loswerden, die restlichen Beschwerden sind kein Problem. Was kann ich tun? Danke für Ihre Antwort.

Der Darm besitzt insbesondere Östrogen-Rezeptoren, sodass es nahe liegt, dass die Hormone einen Einfluss nehmen, was aber noch nicht eindeutig geklärt ist. Durch jahrelange Einnahme von Pantoprazol verändert sich allerdings auch das Biom, d. h. die Zusammensetzung der Darmbakterien. Dies kann untersucht werden und in Abhängigkeit von den Ergebnissen können dann gewisse Bakterien über die Nahrung zugesetzt bzw. die Ernährung angepasst werden.
In den Wechseljahren fällt als erstes die Produktion von Progesteron aus. Es hat sich über Jahrzehnte bewährt, das körpereigene Hormon, welches in bioidentischer Form in Kapseln vorliegt, einzunehmen. Aber letztlich entscheiden Sie selbst, wie Sie vorgehen wollen! Alles Gute!

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BeschwerdenBlasenschwäche | HitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich werde jetzt über 55 Jahre alt. Seit über einem Jahr habe ich starke Hitzewallungen. Meine letzte Periode hatte ich vor 3 Monaten. Davor war sie auch sehr unregelmäßig, dafür aber immer sehr stark. Im Moment fühle ich mich antriebslos, matt und müde. Nachts schlafe ich auch nicht durch. Ich bewege mich regelmäßig und achte auf eine gesunde Ernährung. Es belastet mich schon sehr. Laut Hausarzt ist meine Schilddrüse ok. Zurzeit nehme ich Rotklee aus der Drogerie, aber ohne Besserung. Seit 2 Wochen ist auch noch Schwindel dazu gekommen. Ich habe von der Therapie mit den bioidentischen Hormonen gelesen. Wäre das etwas für mich? Ich möchte nicht mehr so lustlos und antriebslos sein. Viele Grüße!

In der Tat hat sich die Anwendung der körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron über Jahrzehnte in der Behandlung der Wechseljahresbeschwerden bewährt. Die Präparate müssen ärztlich verordnet werden. Es wird dann am besten folgendermaßen vorgegangen:
Nehmen Sie eine Progesteron-Kapsel zunächst für 10 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen, was u. a. die Einschlafphase verbessert. Danach machen Sie 4 Tage Pause, in der möglicherweise eine (Schmier-) Blutung auftritt. Anschließend fangen Sie wieder mit den Kapseln an und fügen unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel hinzu. Beide Hormone können dann ohne Pause dauerhaft angewendet werden.
Sie sollten die Knochendichte messen lassen und über die "graue" Jahreszeit wären 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D täglich zu einer Mahlzeit einzunehmen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Zwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin Ende 40 und habe seit kurzem verkürzte Zyklen bzw. Zwischenblutungen nach 14 Tagen. Außerdem habe ich noch ein Myom. Des Weiteren beginnen diverse Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen. Könnte eine Hormonersatztherapie helfen? Und wie sollte ich die Hormone einnehmen?

In Ihrer Altersgruppe hat es sich bewährt, zyklisch das körpereigene Hormon Progesteron anzuwenden. Üblicherweise wird ab dem 13. Zyklustag 1 Kapsel eine Stunde vor dem Zubettgehen über 10 - 12 Tage eingenommen. So dürften zunächst wieder regelmäßige Menstruationen auftreten.

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BeschwerdenGewichtszunahme | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich habe starke Beschwerden durch die Wechseljahre, drei der schlimmsten sind die Gewichtszunahme, der schlechte Schlaf und die Hitzewellen gerade nachts. Da ich aber auch Schilddrüsen-Patientin bin und keine Gebärmutter mehr habe, bin ich mir unsicher mit Medikamenten bzw. was für mich die beste Therapie wäre. Vielleicht können Sie mir einen Rat geben?

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen bei Patientinnen ohne Gebärmutter die alleinige Anwendung des körpereigenen Estradiols z.B. als Gel vor. Hiervon wird, nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, z.B. ein Hub unmittelbar vor dem Schlafengehen aufgetragen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin Ende 40 und meine Regel ist seit 1 Jahr sehr unregelmäßig, oft kommt sie nur alle 3 Monate und dann sehr stark und seit ein paar Wochen habe ich sehr starke Schlafstörungen, Hitzewallungen, nachts Schweißausbrüche, neuerdings Gelenkschmerzen und Appetitlosigkeit. Mein Frauenarzt hat im Blutbild aber nur geringe Veränderungen gesehen. Bei mir sind die Hormone noch im "Wohlfühlbereich". Mir geht es aber trotzdem sehr schlecht. Was kann ich tun und wie ist das zu erklären?

Es ist bekannt, dass Zyklen unterschiedlicher Qualität ablaufen, was ja aufgrund Ihrer Beobachtung eindeutig ist. Üblicherweise wird das körpereigene Hormon Progesteron eingesetzt. Nachdem Ihre letzte Menstruation einige Wochen zurückliegt, sollten Sie jetzt eine Kapsel jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen über 10 Tage einnehmen; dann machen Sie eine Pause von 4 Tagen, in der vermutlich eine Blutung auftritt. Danach wenden Sie die Progesteron-Kapseln vom 13. Zyklustag über 10 - 12 Tage an.

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BeschwerdenSchlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße180–185 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Professor Bohnet, vielen Dank, dass Sie sich um die Anliegen von uns Frauen in den Wechseljahren kümmern! Ich bin Mitte 40 und habe seit vergangenem Frühsommer eine sehr unregelmäßige Periode, die manchmal mehrere Monate aussetzt. Zudem wurde meine Schlafqualität extrem schlecht, ich lag fast jede Nacht stundenlang wach. Meine Frauenärztin verschrieb mir im September gegen die Schlafstörungen Progesteron-Kapseln (jeden Abend 100 mg), seither kann ich wieder wunderbar schlafen. Da ich momentan kein Zyklusmuster mehr erkennen kann, nehme ich das Progesteron täglich, ohne Pause. Nun habe ich seit fast 3 Wochen eine leichte Dauerblutung (Schmierblutung) mit leichtem Unterleibziehen, was mich sehr nervt. Kann das von der Progesteron-Einnahme kommen? Sollte ich mal für einige Tage pausieren? Und sollte ich beim nächsten Frauenarzt-Besuch (in ein paar Wochen) auch nach Östrogen-Gel fragen oder brauche ich das noch nicht? Hitzewallungen habe ich bisher keine, Vorerkrankungen zum Glück auch nicht. Ein Bluttest zur Bestimmung des Hormonstatus wurde bisher nicht gemacht - wäre das sinnvoll?

Danke für Ihre netten Worte! Wenn Blutungen auftreten, wird immer noch Estradiol produziert. Vom Alter her würde man auch noch eine sogenannte Restaktivität Ihrer Eierstöcke vermuten. Ja, machen Sie eine Pause von mindestens 3 Tagen. Danach möchte ich unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße die Einnahme von 200 mg Progesteron kontinuierlich empfehlen, jeweils 1 Stunde vor dem Zubettgehen. Wenn nicht mehr ausreichend Estradiol gebildet wird, treten Symptome auf; dann würden Sie unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol-Gel auftragen.

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend Herr Prof. Dr. Bohnet, seit ca. 4 Wochen wende ich Ersatzhormone ein (Estradiol 0,6 mg morgens/Progesteron 200 mg abends) an. Die Hitzewallungen sind zum Glück verschwunden, schlafen kann ich sehr gut. Ich habe jetzt nach Anweisung meiner Ärztin eine Woche das Progesteron ausgesetzt und fühlte mich fit und "normal". Nach der erneuten Einnahme habe ich (wieder) das Gefühl, dass das Progesteron mich auch tagsüber müde macht, ist das möglich? Falls dem so ist: könnte ich auch auf 100 mg reduzieren? Herzlichen Dank vorab und viele Grüße!

Es geht bei der Gabe von Progesteron auch darum, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht "wuchert". Da Sie schlank sind und solange Sie nur einen Hub Estradiol-Gel auftragen, dürften 100 mg Progesteron ausreichend sein. Ihre Knochendichte sollte gemessen sein und Sie sollten täglich 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D zu einer Mahlzeit einnehmen.

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BeschwerdeStimmungsschwankungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße180–185 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Lieber Herr Prof. Bohnet, wäre es egal, ob das Estradiol-Gel früh oder abends aufgetragen wird? Sie empfehlen in den Beiträgen eher abends. Ich meine zu bemerken, dass ich ausgeglichener über den Tag komme, wenn ich das Gel früh auftrage.

Die meisten Frauen tragen das Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auf; dann wird berichtet, dass der Tiefschlaf sich verbessert. Aber es kann jederzeit innerhalb eines Zeitraums von ca. 20 - 24 Stunden angewendet werden.

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo Herr Prof. Dr. Bohnet, ich bin über 45 Jahre alt und habe seit 2 Jahren keine Regelblutung mehr. Seit 2 Monaten leide ich extrem an Hitzewallungen, Herzklopfen und Stimmungsschwankungen. Mir wurden deshalb Progesteron-Kapseln aufgeschrieben. Ich habe sie aber wegen der Nebenwirkungen, die im Beipackzettel aufgelistet sind, nicht eingenommen. Ich habe pflanzliche Präparate ausprobiert. Dadurch hat sich meine Symptomatik aber nur verschlechtert. Deshalb möchte ich Sie fragen, ob ich die Progesteron-Kapseln bedenkenlos einnehmen kann. Können Sie mir bitte auch sagen, wie ich sie einnehmen soll?

Die Kapseln enthalten das körpereigene Progesteron, welches Ihre Eierstöcke selbst bis vor wenigen Jahren produziert haben. Es wird häufig kombiniert mit dem körpereigenen Estradiol, was z.B. in Gel-Form anzuwenden ist. Die Therapie hat sich über Jahrzehnte bewährt. Jetzt wäre es sinnvoll, wenn Sie eine Progesteron-Kapsel circa 1 Stunde vor dem Zubettgehen über 10 Tage einnehmen. Dann machen Sie eine Pause von circa 1 Woche, in der es zu einer (leichten) Blutung kommen könnte. Danach fangen Sie wieder an, die Kapseln einzunehmen und fügen einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen zu. Beide Hormone werden dann dauerhaft ohne Pause angewendet.

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BeschwerdeHaar- & HautproblemeThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Tag, ich bin über 50 Jahre alt und habe schon mehr als einem Jahr keine Periode mehr. Mein Frauenarzt hat einen Hormontest gemacht und sagte mir, dass ich keine Östrogene mehr habe. Daraufhin verschrieb er mir Hormone, die ich aber ungern nehmen möchte, wegen der vielen Nebenwirkungen. Ich habe aber jetzt seit einigen Monaten vermehrt Haarausfall. Die Haare sind dünner geworden, brechen ab und sind glanzlos. Was raten sie mir? Gibt es auch etwas Pflanzliches, was meine Hormone ersetzen könnte?

Es ist allein Ihre Entscheidung, ob Sie z.B. die körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron anwenden. Offensichtlich sind Sie seit längerem schon ohne ihren Ersatz ausgekommen. Auch scheinen Sie nicht aufgeklärt worden zu sein, wie Nebenwirkungen aussehen könnten. Dies sollten Sie nachholen und mit Ihrem Frauenarzt ein aufklärendes Gespräch suchen. Bei manchen Frauen scheint die Einnahme von Pflanzenextrakten bzw. Pflanzenöstrogenen Wechseljahresbeschwerden zu mindern. Einen Einfluss auf das Haarwachstum dürften sie nicht haben. Vielleicht suchen Sie auch noch Rat bei einem Hautarzt. Alles Gute!

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Scheidentrockenheit | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt, habe immer noch die Periode (sehr stark), aber verkürzt. In der ersten Zyklushälfte geht es mir schlecht, habe Ängste, Panik, Unruhe, extrem trockene Schleimhäute, am Hals, Händen und Füßen usw. Was kann ich tun? Nur Progesteron? Ich denke, dass ich kurz vor der Menopause bin. Vielen lieben Dank im Voraus.

Solange Sie noch Blutungen haben, bilden die Eierstöcke Östrogen. Üblicherweise wird mit Erfolg Progesteron eingesetzt, von ca. 13. Zyklustag über 12 Tage. Wenn die Menstruationen sehr schwach werden oder aufhören, wäre dann zusätzlich beispielsweise Estradiol-Gel anzuwenden.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Gewichtszunahme | Haar- & Hautprobleme | Schlafstörungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, mittels Laboranalyse hat mir meine Gynäkologin bestätigt, dass ich mich in der Perimenopause befinde. Meine Hauptsymptome sind starkes Brustspannen und inzwischen tägliche Schlafstörungen, Erschöpfung und Tagesmüdigkeit sowie sehr trockene und zudem unreine Haut. Ich sehe und merke auch deutlich, wie die Elastizität und Spannkraft meiner Haut am ganzen Körper in den letzten Monaten nachlassen. Auch mein Gewicht hat sich im letzten Jahr um 5 kg erhöht, trotz meistens bewusster Ernährung. Ich hatte in diesem Jahr ab April zweimal gar keine Periode, und dann wieder sehr stark dreimal hintereinander im Abstand von je 20 Tagen. Im letzten Zyklus ist sie dann wieder komplett ausgeblieben. Meine Ärztin hat mir nun Progesteron 100 mg 1x tgl. abends und Estradiol-Gel 1 Hub morgens empfohlen. Da ich als berufstätige Mutter noch voll im Leben stehe, würde ich mir wünschen, dass sich zumindest meine Vitalität schnell bessert. Was empfehlen Sie mir?

Wenn Sie immer wieder noch Brustspannen haben, so weist das auf einen „Östrogen-Überschuss“ hin. Deshalb hat es sich bewährt, zunächst nur zyklisch 200 mg Progesteron anzuwenden, z.B. jeweils vom 13. Zyklustag über 12 Tage am Abend vor dem Schlafengehen. Es dürften danach auch Menstruationen auftreten, welche Sie offensichtlich auch jetzt noch spontan haben. Meist werden die Blutungen nach 3 Monaten schwach; dann könnten Sie einen Hub Estradiol-Gel zusätzlich auftragen.

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BeschwerdeHerzklopfenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich bin über 55 und leide seit 1 Monat unter extrem trockenen Mundschleimhäuten, Mundtrockenheit, Schwindelattacken und Blutdruckschwankungen. Was kann ich tun, um die Beschwerden zu lindern?

Wenn ich Ihre Angaben richtig interpretiere, wenden Sie keine Hormone in den Wechseljahren an? Aber nun treten die Beschwerden „plötzlich“ auf? Dann dürfte kein Zusammenhang mit den Wechseljahren bestehen. Leider ist die Situation aus der Ferne schwer einzuschätzen. Bitte wenden Sie sich an Ärzte vor Ort. Alles Gute!

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | ScheidentrockenheitThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße155–160 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich bin über 45 Jahre und meine Blutwerte zeigen 233 pg/ml Estradiol und 0,2 mg/l Progesteron. Ich schlafe sehr unruhig und habe Herzrasen, Angst und schwitze sehr stark in der Nacht. Ich habe noch eine Hormonspirale, deswegen weiß ich nicht genau wann meine letzte Periode war. Meine Frage ist, bin ich in den Wechseljahren oder nicht? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Sie sind in den Wechseljahren und es kommt zu einer sehr unterschiedlichen Produktion von Estradiol. Am besten, Sie lassen die Hormonspirale liegen und bringen jeden Abend unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol- Gel auf. Es enthält das körpereigene Hormon in bioidentischer Form. Dies schützt auch vor der Entwicklung einer Osteoporose, wofür Sie auch mindestens 2.000 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D täglich zu einer Mahlzeit einnehmen sollten.

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BeschwerdenHitzewallungen | Libidoverlust | Scheidentrockenheit | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße165–170 cmGewicht90–95 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage: Ich bin über 60 Jahre alt. Bis auf Diabetes und chronische Schmerzen im unteren Rückenbereich bin ich fit. Tabletten muss ich nicht einnehmen. Ich ernähre mich gesund und bewege mich regelmäßig (tgl. mind. 5000 Schritte, Turnübungen zu Hause fast täglich, einmal wöchentlich Yoga). Meine letzte Blutung liegt bereits 10 Jahre zurück und ich leide unter massiven Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Libidoverlust, Stimmungsschwankungen und bin total gestresst. Leider habe ich erst jetzt von bioidentischen Hormonen in dem Buch von Sheila de Liz gehört. Sie schreibt allerdings, dass sie mir die Hormontherapie nicht mehr empfehlen würde, da meine Regel schon so lange zurückliegt. Dazu würde ich gerne Ihre Meinung hören.

In der Tat sehen die Leitlinien der Fachgesellschaften die Aufnahme einer Hormontherapie in Ihrer Altersgruppe nicht mehr vor, da die Risiken einem Nutzen überwiegen. Sie könnten aber regelmäßig Estriol-haltige Scheidenzäpfchen anwenden. Wechseljahresähnliche Symptome kommen bei Übergewicht und Diabetes ebenfalls häufig vor und bessern sich durch eine Gewichtsreduktion. Sprechen Sie doch mit Ihrem Diabetologen, ob Sie evtl. einmal in der Woche Semaglutid spritzen können, was zu einer deutlichen Gewichtsabnahme führen kann.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Hitzewallungen | Zwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich habe eine Frage: Ich habe jetzt seit 2 Monaten unregelmäßige Blutungen. Die Periode kommt mal eher, mal später, dann habe ich sie 2- bis 3-mal im Monat, nicht immer stark, auch mal nur eine Schmierblutung. Die Periodenblutung an sich ist länger als sonst. Hinzu kommen Hitzewallungen. Ich schwitze schnell und bin immer müde. Außerdem habe ich Haarausfall. Mal habe ich auch eine Woche eine Schmierblutung und dann kommt die richtige Blutung. Können das die Wechseljahre sein?

Wie Sie es erleben, treten in Ihrer Altersgruppe Zyklen unterschiedlicher Qualität auf. Während meist noch genügend Estradiol gebildet wird, fällt die Progesteron-Produktion aus. Deshalb hat es sich bewährt, dass vom 13. Zyklustag ca. 12 Tage lang eine Kapsel mit dem körpereigenen Hormon Progesteron eingenommen wird, jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen. Da es durchaus noch 5 Jahre dauern kann, bis die Eierstockfunktion völlig versiegt, sollten Sie mit Ihren Ärzten vor Ort das Legen einer sogenannten Hormonspirale diskutieren. Dann könnten Sie bei Bedarf „nur“ z.B. einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen und Sie wären ca. 5 Jahre blutungsfrei.

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BeschwerdenZwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich hatte 8 Monate keine Periode mehr, danach hatte ich 3 Wochen lang so starke Blutungen, dass ich das Haus nicht verlassen konnte. Danach hatte ich 10 Tage Ruhe und nun wieder 14 Tage lang eine extreme Blutung. Meine Frauenärztin hat mir jetzt eine Antibabypille verschrieben und Estradiol-Gel. Ich bin Raucherin und dachte, in meinem Alter wäre die Pille ein Risiko. Auch belasten mich diese starken und langen Blutungen körperlich und seelisch. Vielen Dank für Ihre Nachricht!

Eine konventionelle Pille, welche das künstliche Östrogen Ethinylestradiol plus ein Gestagen enthält, wäre sicher kontraindiziert. Aber ich denke, Sie haben eine östrogenfreie Minipille mit nur einem Gestagen verordnet bekommen, da Sie gleichzeitig das körpereigene Estradiol in Form von Gel anwenden sollen. Da es noch einige Jahre dauern kann, bis die Aktivität Ihrer Eierstöcke völlig erloschen ist – und bis dahin treten Blutungen auf – wäre es günstig, wenn Sie sich eine Hormonspirale legen lassen würden, welche die Blutungen mehr als 5 Jahre unterdrückt. Dann könnten Sie jederzeit bei Bedarf das Gel anwenden. Diese Art der Behandlung hat die geringsten Nebenwirkungen. Dennoch sollten Sie überlegen, ob es nicht Zeit wäre, mit dem Rauchen aufzuhören! Alles Gute!

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht85–90 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Wegen starker Wechseljahresbeschwerden habe ich ca. 10 Jahre lang eine kombinierte Wechseljahrespille eingenommen. Vor über einem Jahr habe ich sie abgesetzt, ich dachte, die Beschwerden sind mit Anfang 60 jetzt so gut wie vorbei. Leider war es nicht so. Die Beschwerden sind nach wie vor sehr stark, Hitzewallungen mit starker Schweißbildung im Gesicht und Hals, und dass manchmal stündlich, Schlafstörungen und seit einem halben Jahr starke Gelenkschmerzen in beiden Knien. Ich möchte deshalb wieder Hormone einnehmen, um meine Lebensqualität einfach wieder zu verbessern. Zu welcher Therapie würden Sie mir raten?

Leider waren Sie nicht gut beraten, die Hormontherapie abzusetzen! Es ist bekannt, dass es danach zum Entzug kommen kann. Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen keine zeitliche Begrenzung der Therapie vor, allerdings eine Nutzen-Risiko-Analyse, die von den behandelten Ärztinnen und Ärzten vorgenommen werden muss. Dies gilt auch und insbesondere für die Wiederaufnahme der Therapie in Ihrer Altersgruppe. Tatsächlich hätten Sie nach dem Absetzen des Wechseljahreskombipräparates z.B. einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen und eine Kapsel mit 200 mg Progesteron jeweils 1 Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen können. Sprechen Sie ein mögliches Vorgehen vor Ort mit Ihrem behandelnden Arzt/Ihrer behandelnden Ärztin ab!

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BeschwerdenHerzklopfen | Stimmungsschwankungen | Zwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bekomme immer noch meine Periode. Die überwiegend starken Blutungen kommen unregelmäßig, Zykluslänge von 13 bis 30 Tagen. Herzrasen oft kurz vor oder während der Menstruation und das seit über 10 Jahren. Einen Hormonstatus wollte man mir nicht abnehmen, mit der Begründung, das sei ein normaler Verlauf. Ganz schlimm sind mittlerweile meine Gereiztheit und Stimmungsschwankungen. Wegen jeder Kleinigkeit gehe ich in die Luft und steigere mich dermaßen in die Situation rein, dass ich selbst denke, das ist nicht normal. Können das schon Anzeichen von Wechseljahren sein und würden mir evtl. die bioidentischen Hormone hier auch helfen können? Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Natürlich sind Sie schon voll in den Wechseljahren! Die letzte spontane Periode tritt bei über 90 % der Frauen mit etwa 51 bis 53 Jahren auf. Solange Blutungen auftreten, wird praktisch noch genügend Estradiol gebildet, aber meist fehlt es an Progesteron. Deshalb hat es sich bewährt, vom 13. Zyklustag über 12 Tage das körpereigene Progesteron in einer Dosis von 200 mg einzunehmen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich wollte fragen, ob man in den Wechseljahren irgendwelche Vitamine oder Hormone nehmen muss. Oder geht dies auch ohne, wenn die Symptome auszuhalten sind?

Ich habe es allzu oft erlebt, dass Frauen ohne „Hilfe“ durch die Wechseljahre gehen wollen, da es, was es auch ist, eine normale Phase im Leben einer Frau ist. Allerdings, wenn die Symptome dann nicht mehr auszuhalten sind, sollte rasch Abhilfe geschaffen werden. Es macht Sinn, relativ früh ergänzend in geringen Mengen Hormone anzuwenden, wenn Wechseljahresbeschwerden auftreten. Es ist gut dokumentiert, dass dann auch die Nebenwirkungen am geringsten sind und die Vorteile überwiegen. Spätestens in den Wechseljahren beginnt der Knochenabbau und es kann sich eine Osteoporose entwickeln. Deshalb ist es sinnvoll, dass eine Knochendichtemessung vorgenommen wird. In jedem Falle sollte ab September bis etwa Mai Vitamin D zu einer Mahlzeit eingenommen werden.

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BeschwerdenSchlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, meine Periode kommt im 21-Tage-Rhythmus, sehr stark. Meine Blutwerte ergeben eine Östrogendominanz (Prog. 701 ng/dl, E2 Östr. 825 ng/dl, TSH 1,14 ulU/ ml, Werte vom 23. Zyklustag). Ich habe starke Stimmungsschwankungen und bin ängstlich. Ich schlafe auch schlecht. Der Frauenarzt verordnete mir eine Drospirenonpille, ich würde lieber bioidentische Präparate nehmen. Wie sieht Ihre Empfehlung für eine Behandlung aus? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Das körpereigene Progesteron fördert die Schlafqualität, wenn es als Kapsel eingenommen wird. Leider lässt sich nicht immer der Zyklus damit regulieren. Aber es wäre einen Versuch wert, dass Sie eine Kapsel mit 200 mg vom 13. Zyklustag 10 Tage einnehmen. Grundsätzlich hat sich die Ihnen verschriebene östrogenfreie Pille mit Drospirenon bewährt. Sie führt zu einer stabilen hormonellen Situation. Viele meiner Patientinnen in Ihrer Altersgruppe haben davon profitiert, dass sie sich eine sogenannte Hormonspirale haben legen lassen, welche die Menstruation meist über 5 Jahre unterdrückt. So kann dann bei Bedarf u. a. Estradiol angewendet werden.

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BeschwerdenBlasenschwäche | ScheidentrockenheitThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin über 60 Jahre alt. Meine Frage: ich habe seit 2022 immer eine etwas trockene Scheide und immer einen Harndrang. Ich war schon einige Male bei meiner Frauenärztin. Laut ihrer Aussage ist alles okay. Ich habe verschiedene Befeuchtungsgele aufgeschrieben bekommen. Es nutzt aber alles nichts. Beim Urologen wurde auch eine Blasenspiegelung gemacht und ein CT der Nieren. Auch hier war alles okay. Vielleicht können Sie mir helfen?

Eine klassische Therapie, ist die regelmäßige Anwendung von Estriol-haltigen Scheidenzäpfchen, z.B. jeden 3. Tag. Diese müssen allerdings verordnet werden. Das Estriol wirkt praktisch nur lokal und fördert die Durchblutung des Blasenbodens und stärkt ihn. Ich kann nicht verstehen, dass diese Lokaltherapie Ihnen nicht angeboten wurde. Es gibt auch die Möglichkeit, ein Band zu legen, welches den Blasenboden anhebt. Aber zuvor sollte in jedem Falle die Anwendung von Estriol erfolgen! Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Tag, ich habe eine spezielle Frage zur Einnahmedauer der Ersatzpräparate. Wegen der andauernden Auswirkungen der Postmenopause (Postmenopause per Labor festgestellt) nehme ich seit kurzem Progesteron 200 mg und 2 Hübe Estradiol-Gel. Leider kann ich gerade meinen Gynäkologen nicht erreichen. Ich weiß noch nicht, ob ich die Präparate zyklisch, sequenziell oder durchnehmen soll.

Aufgrund Ihrer Mitteilungen wäre es sinnvoll, dass Sie die Hormone kontinuierlich anwenden. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße müssten Sie mit einem Hub Estradiol-Gel auskommen. Ihre Knochendichte sollte dokumentiert werden und Sie sollten zur Osteoporoseprophylaxe 2.000 IE (internationale Einheiten) Vitamin D täglich zu einer Mahlzeit einnehmen.

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BeschwerdenHerzklopfen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Guten Tag, aufgrund von massivsten Schlafstörungen (teilweise komplett schlaflose Nächte) und nächtlichem Herzrasen verschrieb mir meine Frauenärztin im Mai 2021 ein Hormonpflaster mit Estradiol und Levonorgestrel. Das hat recht gut funktioniert. Vor einem halben Jahr bekam ich wieder massive Schlafstörungen. Der Hormonspiegel ergab, dass ich zu wenig Progesteron habe. Nun nehme ich seit 4 Wochen 200 mg Progesteron Kapseln vor dem Schlafengehen. Ich schlafe wieder wie ein Baby! Herrlich. Könnte ich das Pflaster absetzen und nur Progesteron nehmen? Zusätzlich nehme ich noch Jodtabletten und Statine ein. Ich habe einen hohen Lipoprotein(a)-Wert.

Ja, das können Sie! Aber vermutlich brauchen Sie auch (bald) wieder Estradiol, was u.a. das HDL-Cholesterin stimuliert. Also könnten Sie dann z.B. einen Hub Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen.

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Ist Müdigkeit neben anderen Symptomen auch ein klassisches Symptom der Wechseljahre? Ich habe eine Kombinationstablette mit Estradiol und Progesteron verordnet bekommen, was ja eine orale Östrogensubstitution bedeutet. Ist das auch geeignet?

Ja, in Ihrer Altersgruppe wird es allerdings vorgezogen, das Estradiol über die Haut unmittelbar vor dem Schlafengehen anzuwenden. Dies ist laut Studien mit einem geringeren Thromboserisiko verbunden. Progesteron-Kapseln fördern, wenn sie eine Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen werden, die Schlafqualität.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich habe seit einem Vierteljahr keine Menstruation mehr. Ist es möglich, dass ich schon in der Postmenopause bin?

Sie sollten als erstes das körpereigene Hormon Progesteron anwenden, z.B. eine Kapsel mit 200 mg Progesteron über 10 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen. Wenn danach keine Blutung auftritt, liegt in jedem Falle schon ein Östrogenmangel vor.

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter35–40 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, ich bin Ende 30 und schon in den Wechseljahren. Seit kurzem nehme ich 1 Hub Estradiol-Gel (morgens) und 200 mg Progesteron abends. Beides soll ich zyklisch nehmen. Estradiol-Gel 3 Wochen, danach eine Woche Pause. Progesteron-Kapseln vom 12. bis 24. Zyklustag. Allerdings kommt meine Periode sehr unregelmäßig. Dadurch bin ich verunsichert, wie ich beides einnehmen soll, um so halbwegs einen Zyklus hinzubekommen. Welches Einnahmeschema können Sie mir empfehlen? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Wenn durch Hormonanalysen nachgewiesen ist, dass Sie vorzeitig in den Wechseljahren sind und die Aktivität Ihrer Eierstöcke (weitgehend) erloschen ist, sollten Sie beide Hormone kontinuierlich anwenden. Je nachdem, wie lange Sie das Gel gerade angewendet haben, sollten Sie zusätzlich sofort für 10 Tage die Progesteron-Kapseln einnehmen, jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen. Dann machen Sie eine Pause mit beiden Hormonen von mindestens 4 Tagen. Vermutlich tritt dann eine Blutung auf. Anschließend fangen Sie an, das Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufzutragen und das Progesteron einzunehmen. Wie gesagt, die Hormone wenden Sie dann kontinuierlich ohne jegliche Pause an! Ihre Knochendichte sollte gemessen sein und die Vitamin-D-Versorgung wäre zu überprüfen!

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Tag Herr Dr., ich bin seit 4 Jahren postmenopausal. Im Juni 2021 ging es richtig los mit Panik, Angst, Zittern und Unruhe. Die Panik hat sich gelegt, dafür hält die innere Unruhe seitdem an. Morgens ist es am schlimmsten. Dazu kommen Müdigkeit und Schwäche. Ich habe alles ärztlich abklären lassen, jedoch alles ohne Befund. Mein Estradiolwert liegt bei 10 pg/ml, Progesteron bei 0,1 ng/ml und Cortisol bei 10. Könnte ich eine Hormonersatztherapie anfangen? Ich bin auch Raucherin.

Als Raucherin sind Sie eine sogenannte Risikopatientin. Es könnten u.a. die Blutfette erhöht sein, auch der Blutdruck etc. Auch wenn die Anwendung vom körpereigenen Estradiol über die Haut die geringste Nebenwirkungsrate aufweist, so ist sie aber auch nicht Null. Letztlich müssen Ihre Ärzte vor Ort die Situation einschätzen und gegebenenfalls die Therapie verantworten. Ihre Knochendichte und die Vitamin D-Versorgung sollten u.a. kontrolliert werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich habe 2 Fragen zur Hormonersatztherapie. 1. Können Sie mir bitte den Unterschied zwischen der Estriol-Vaginalcreme und dem Estradiol-Gel erklären? Warum sollte man noch zusätzlich noch 200 mg Progesteron einnehmen?

Die Vaginalcreme enthält Estriol, welches ein kurz wirksames Östrogen ist und praktisch nur lokal wirkt. Es wird ausschließlich in einer Schwangerschaft durch den Mutterkuchen produziert. Die Anwendung hat sich bewährt, um z.B. die Trockenheit der Scheide zu vermindern. Estradiol ist das Östrogen, welches von den Eierstöcken produziert wird und hat eine systemische Wirkung auf den gesamten Körper! Unter Estradiol-Anwendung kann die Gebärmutterschleimhaut zum Aufbau angeregt werden. Deshalb ist Progesteron bei Frauen mit Gebärmutter als Gegenspieler notwendig, um Wucherungen an der Gebärmutterschleimhaut zu verhindern.

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet, ich leide seit einem Jahr an Wechseljahresbeschwerden. Nach langem Nachfragen hat mein Gynäkologe mir nun Estradiol verschrieben. Nach Ihren Ausführungen wäre zudem eine Gabe von Progesteron sinnvoll, wenn ich Sie richtig verstehe? Aktuell habe ich noch eine Hormonspirale, die im nächsten Jahr gewechselt werden müsste. In den letzten Monaten hatte ich plötzlich wieder Blutungen in relativ regelmäßigen Abständen. Nun soll ich mit dem Gel am Tag der Periode beginnen und plötzlich habe ich wieder keine mehr. Daher drei konkrete Fragen: 1. Macht die Einnahme von Progesteron immer Sinn? 2. Wann starte ich mit dem Estradiol-Gel, wenn ich keine Blutung habe? 3. Macht eine Hormonspirale weiter Sinn?

Sie können jederzeit mit einem Hub Estradiol-Gel anfangen, am besten ist es, unmittelbar abends vor dem Schlafengehen einen Hub aufzutragen. Estradiol führt generell zum Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Aus diesem Grund sollte immer parallel ein Gelbkörperhormon dazugegeben werden. In Ihrem Fall würde das in der Hormonspirale enthaltene Gestagen dies abdecken. Wenn die Wirkung der Hormonspirale nicht mehr ausreichend ist, kommt es meist zu einer Dauerschmierblutung. Dann sollte die Hormonspirale ggf. auch vor Ablauf von 5 Jahren gewechselt werden. Sie sollten sich gegebenenfalls eine neue legen lassen. Die Spirale hilft, gut durch die Wechseljahre zu kommen und Sie brauchen nur das Gel anzuwenden. Wenn eine Progesteron-Kapsel ca. 1 Stunde vor dem Zubettgehen eingenommen wird, so kann das Hormon die Einschlafphase verbessern.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Herr Professor, ich bin schon mit Anfang 40 ins Klimakterium gekommen. Meine Menstruation hatte ich nur noch alle 3 Monate. Seit Anfang 2021 sind die Tage gänzlich weg. Dann ließ ich einen Hormonstatus machen. Mein Östrogenwert war 2021 bei 10 (weit unter dem unterem Referenzbereich). Mein Frauenarzt rät mir dringend zum Hormonpräparat, wegen der Langzeit-Nebenwirkungen. Ich wollte es erst einmal mit Ernährung (Phytohormone und Leinsamen) probieren. Jetzt war ich wieder beim Frauenarzt und er redete wieder über die Langzeit-Nebenwirkungen. Das macht mir etwas Angst. Jetzt habe ich mir doch ein Rezept ausstellen lassen. Ich soll 1 Hub Estradiol-Spray auftragen und 200 mg Progesteron-Kapseln einnehmen. Ich habe jetzt aber schon gelesen, dass andere Frauen nur 100 mg/Tag Progesteron einnehmen. Wie ist ihre Meinung dazu? Ich danke Ihnen im Vorraus und bin jetzt schon dankbar über Ihre Expertenmeinung.

Die vorzeitigen Wechseljahre und der absolute Östrogen-Mangel führen leider auch zu frühzeitigen Organalterungen, z.B. Knochen, Haut u.a. Insofern ist es ratsam, wie dies auch die Leitlinien der Fachgesellschaften vorsehen, eine Hormontherapie durchzuführen. Aber natürlich ist das allein Ihre Entscheidung! Es ist in jedem Fall sinnvoll, über die Nahrung Pflanzenöstrogene aufzunehmen, welche in Soja, Brokkoli, Mungbohnen u.v.m. enthalten sind. Auch empfiehlt es sich, jeden Tag einen Liter grünen Tee zu trinken. Die Anwendung der körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron, welche die Eierstöcke auch bei Ihnen bis vor kurzem gebildet haben, hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße sollten Sie einen Hub Spray oder alternativ Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen. Damit die Gebärmutterschleimhaut nicht "wuchert", sollten Sie Progesteron-Kapseln einnehmen. Das Progesteron ist mit 200 mg nicht überdosiert, aber es mögen auch 100 mg bei niedriger Östrogendosierung ausreichend sein. Ihre Knochendichte sollte gemessen sein und Sie sollten möglichst jetzt ab Herbst 2000 IE (Internationale Einheiten) Vitamin D pro Tag einnehmen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Tag, ich nehme seit ca. 6 Wochen ein Progesterongel, welches mir mein Frauenarzt aufgrund von Wechseljahrsymptomen verschrieben hat. Das Gel wurde in einer Apotheke hergestellt. Vor ca. 7 Jahren habe ich meine Gebärmutter wegen Myomen und Zysten entfernt bekommen und mit Ende 20 bereits einen Eierstock. Ich lese nun vermehrt, das man ohne Gebärmutter kein Progesteron nehmen sollte und bin mir nicht mehr sicher ob mein Arzt mich richtig beraten hat. Bringt eine Behandlung mit bioidentischem Progesteron was, wenn man keine Gebärmutter mehr hat?

Ich fürchte, da bezahlen Sie unnötig Geld für etwas, was kaum wirkt! Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen in der Tat vor, dass Frauen ohne Gebärmutter ausschließlich Estradiol anwenden sollen, z.B. in Form eines Hubes Estradiol-Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen. Es ist belegt, dass dadurch z.B. das Brustkrebsrisiko nicht erhöht ist. Es mag sogar fallen! Im Gegensatz zum Estradiol geht das Progesteron kaum durch die Haut und muss, wenn vermieden werden soll, dass die Gebärmutterschleimhaut wächst, als Kapsel eingenommen werden.

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BeschwerdenLibidoverlust | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht95–100 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Hallo, ich bekomme meine Regelblutung seit sechs Jahren nicht mehr. Seit zwei Jahren häufen sich die Probleme massiv. Ich habe starke Schmerzen in beiden Schultern. Ich schlafe schlecht, nehme sehr schlecht ab obwohl ich manchmal sehr, sehr wenig esse, leide unter trockenen Augen und trockenen Nasenschleimhäuten (sehr unangenehm und manchmal auch schmerzhaft) sowie Stimmungsschwankungen, Libidoverlust und Antriebslosigkeit. Mein Hausarzt meinte, ich solle einen Hormonstatus machen lassen. Ein Termin ist vorgesehen. Würde mir eine Hormonersatztherapie wohl helfen? Da liegen meine ganzen Hoffnungen drauf.

Ein Hormonstatus bringt nichts, da in Ihrer Altersgruppe die Aktivität der Eierstöcke bereits vollkommen erloschen ist. Natürlich haben Sie einen Mangel an Estradiol und Progesteron. Ich wundere mich, warum Sie sich nicht schon lange mit einer Hormontherapie auseinandergesetzt haben. Jeder Frauenarzt kann da einen Rat geben. In der Tat ist Ihr Gewicht sehr hoch, sodass Sie vermutlich ein sogenanntes metabolisches Syndrom bzw. eine Vorstufe der sogenannten Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes) entwickelt haben. Dadurch müssen Sie als Risikopatientin eingestuft werden und Fachärzte vor Ort müssen entscheiden, ob Sie noch evtentuell ganz niedrig dosiert mit einer Hormonersatztherapie beginnen können. Insbesondere das Thromboserisiko dürfte erhöht sein. Sprechen Sie am besten bei einem Endokrinologen / Diabetologen vor. Alles Gute!

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BeschwerdenGewichtszunahme | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo, die Wechseljahre haben sich bei mir kurz nach Absetzen der Pille v.a. durch starke Gewichtsabnahme und Schlafstörungen bemerkbar gemacht. Mir hilft Estradiol-Spray 2 Hübe und Progesteron 200 mg oral. Allerdings führen die Progesteronpausen immer wieder zu Schlaflosigkeit und mein Gewicht kann ich dann auch nicht halten. Das findet mein Frauenarzt sehr ungewöhnlich. Spricht etwas gegen eine dauerhafte Einnahme von Progesteron? Die Schilddrüse habe ich schon bei einer Nuklearmedizinerin abgeklärt wegen der Gewichtsabnahme, alle Werte o.k., Ultraschall o.k.

Da Ihre letzte Periode schon relativ lange zurückliegt, denke ich, dass keine Zwischen- bzw. Dauerschmierblutungen auftreten, wenn Sie nach einer Blutung und einer Pause von 4 Tagen mit beiden Hormonen dann die Hormone kontinuierlich anwenden. Viel Erfolg!

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BeschwerdeGewichtszunahmeThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, was kann ich gegen meine Gewichtsprobleme machen? Fehlende Bewegung oder falsche Ernährung (ich esse sogar noch weniger, kaum Kohlenhydrate oder dergleichen) sind nicht die Ursache. Meine Gewohnheiten diesbezüglich haben sich nicht geändert und ich habe bereits 9 Kilo zugenommen innerhalb von 2 Jahren. Was kann man gegen den lahmen Stoffwechsel überhaupt tun? Dieses Problem haben ja viele Frauen.

In den Wechseljahren verändert sich der Stoffwechsel. Um dem entgegenzuwirken, ist ein Muskelaufbautraining sinnvoll. Das Trinken von mindestens 1 Liter grünen Tee hat sich bewährt!

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BeschwerdenBlasenschwäche | Hitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag Herr Professor Bohnet, sofort mit Ausbleiben der Periode bekam ich starke Hitzewallungen, mehrmals stündlich. Beschwerden wie Gelenkschmerzen, Schlafstörung, Gereiztheit und Blasenschwäche wurden stärker. Darauf hin nahm ich 2 Hub Östrogen-Gel und an den letzten 14 Tagen vom Zyklus eine Kapsel mit 200 mg Progesteron. Seit Ende Juli habe ich nur noch einen Hub Gel genommen, um zu schauen, was passiert. Ich habe zugenommen. Irgendwie konnte ich mich beim Essen nicht mehr zügeln. Seit 3 Wochen nehme ich gar kein Gel mehr. Meine Frage: Ist es möglich, bzw. sinnvoll auch nur Progesteron zu nehmen? Damit fühle ich mich bis jetzt sehr wohl. Die Hitzwallungen sind nur leicht spürbar.

Ja, Sie können nur Progesteron anwenden. Aber die zusätzliche Anwendung von Estradiol-Gel führt nicht zur Gewichtszunahme. Die Gewichtszunahme ist in der Regel auf den veränderten Stoffwechsel in den Wechseljahren zurückzuführen. Es wurde sogar gezeigt, dass Frauen ohne Östrogene mehr an Gewicht zunehmen als solche, die z.B. Gel anwenden. Außerdem wirkt Estradiol einer Osteoporoseentwicklung entgegen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Herr Prof. Bohnet, ich habe eine Frage zur Dosierung der bioidentischen Hormone. Sind bei Verwendung von 2 Hüben Estradiol-Gel auch 200 mg Progesteron täglich notwendig? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Ja, bei 2 Hüben Estradiol-Gel dürften 100 mg Progesteron für den Schutz der Gebärmutterschleimhaut knapp werden!

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BeschwerdenBlasenschwäche | Gewichtszunahme | Hitzewallungen | Libidoverlust | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin seit 5 Jahren in den Wechseljahren, habe bis Mai jeden Tag ein Hub Estradiol-Spray aufgetragen und Progesteron-Kapseln eingenommen. Seit dem letzten Besuch bei meiner Frauenärztin nehme ich nichts mehr ein, da sie meinte, wir sollen es ohne probieren. Ich nehme im Moment ein Pulver. Meine Stimmungsschwankungen sind seitdem tatsächlich besser geworden und ich bin nicht mehr so gereizt. Hitzewallungen und trockene Augen sind immer noch da, auch das Schlafen ist nicht so toll. Mein Hauptproblem ist mein Gewicht, das nach oben geht, keine Libido mehr seit einem Jahr, das Gefühl das meine Blase schwächer ist, Schmerzen im Unterleib und meine schrumplige Haut am Körper. Was kann ich jetzt noch tun? Ich bin total verzweifelt!

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen keine zeitliche Begrenzung einer Hormontherapie vor, allerdings jährlich eine Risiko-Nutzen-Analyse. Die Symptome, welche Sie angeben, sind wahrscheinlich den Wechseljahren zuzuschreiben. Es hat sich seit Jahrzehnten bewährt, bei Blasenproblemen Estriol-haltige Scheidenzäpfchen regelmäßig einzulegen. Ob Sie eine systemische Hormontherapie vornehmen, welche Sie offensichtlich mehrere Jahre (ohne Probleme?!) durchgeführt haben, ist allein Ihre Entscheidung. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt. Alles Gute!

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlterälter als 65 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich musste vor einem halben Jahr nach 15 Jahren Hormonersatztherapie (HRT) die Therapie mit der HRT-Tablette absetzen, da diese eingestellt wurde. Nun habe ich starke Gelenk- und Muskelbeschwerden, starke Hitzeschübe, schlechten Schlaf, Gereiztheit. Ich bin über 70 Jahre alt und es ist keine Lebensqualität mehr. Meine Frauenärztin gibt mir nur ein Rezept für Naturpräparate, die nicht wirken... Vielen Dank.

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen leider vor, dass nach einer längeren Therapiepause, d.h. von mehr als 3 Monaten in Ihrer Altersgruppe nicht wieder mit einer Hormontherapie begonnen werden sollte. Es ist eben in der Verantwortung der Ärzte vor Ort, ggf. eine Verordnung von Estradiol-Präparaten vorzunehmen.
Sie könnten aber regelmäßig Estriol-haltige Scheidenzäpfchen einführen und eine Kapsel mit dem körpereigenen Hormon Progesteron jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen. Dies kann die Schlafqualität verbessern und die Wechseljahressymptome mildern.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Hitzewallungen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich habe seit nunmehr gut 3 Jahren einen sehr unregelmäßigen Zyklus (leichte Blutung 2-3 Mal/Jahr). Vor einem Jahr kamen sporadisch Hitzewallungen hinzu, die jetzt aber primär nicht belastend sind. Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und fürchterlicher Haarausfall belasten mich zurzeit sehr, vor allem der Haarausfall! Ich hatte immer schon mal Probleme mit Haarausfall und Haarwachstum in der Vergangenheit, nahm immer eine antiandrogene Pille. Jetzt meine Frage, könnte sich der Zustand mit einer HRT bessern?

Unter Berücksichtigung Ihrer Symptomatik würde ich ein sogenanntes Wechseljahres-Kombipräparat einsetzen. Sie könnten damit jederzeit beginnen, eine Pille zum Abendbrot zunächst über 2 Wochen einzunehmen. Dann wäre eine Pause von 7 Tagen einzulegen, in der es vermutlich zu einer Blutung kommt. Danach die Pille 24 Tage einnehmen und jeweils 4 Tage Pause machen. Wenn die Blutungen ganz schwach werden oder sogar aufhören, könnten Sie das Präparat kontinuierlich, d.h. ohne Pause einnehmen. Es hat u.a. eine anti-androgene Wirkung! Lassen Sie sich von Ihrer behandelnden Frauenärztin oder Ihrem behandelnden Frauenarzt beraten.

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BeschwerdenBlasenschwäche | Depressive Verstimmung / Depressionen | Gewichtszunahme | HitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich bin über 60 Jahre alt und nehme an, dass meine Wechseljahre noch nicht vorbei sind, denn ich habe noch Hitzewallungen, Blaseninkontinenz und fast keine Energie und Nerven mehr. Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut, bin fast durchweg unglücklich, schnell überfordert und oft negativer/angstvoller Stimmung (obwohl ich eigentlich ein sehr humorvoller Mensch bin und gerne lache). Am Oberkörper habe ich zugenommen (Busen, Bauch, Hals). Zudem habe ich Schmerzen beim Sex (kleine Verletzungen, die noch tagelang brennen) und habe daher sämtliche Versuche abgebrochen, was mich nun zusätzlich belastet (Gleitcreme hilft auch nicht). Nun meine Frage: bleiben diese Beschwerden auch NACH den Wechseljahren? Denn die körpereigene Hormonproduktion bleibt ja niedrig bis ganz weg. Meine Frauenärztin sagt, dass sich dies alles wieder einpendle. Aber z. B. die Vagina wird ja im Alter nicht plötzlich wieder elastisch... Können Sie mir daher bitte schreiben, wie es sich nach den Wechseljahren verhält bezüglich der obgenannten Beschwerden? Gibt es da Hoffnung? Vielen Dank.

Ich gehe davon aus, dass Sie bisher noch nie Hormone in den Wechseljahren angewendet haben? Üblicherweise werden die körpereigenen Hormone Estradiol und Progesteron, welche die Eierstöcke gebildet haben, meist schon ab 50 Jahren angewendet. Ein Therapiebeginn nach einem Alter von 60 Jahren wird von den Fachgesellschaften in ihren Leitlinien jedoch nicht mehr empfohlen.

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BeschwerdenHerzklopfen | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, ich hatte seit letztem Jahr keine Periode mehr und es ging mir super. Jetzt hatte ich sie vor 6 Wochen noch einmal. Seitdem geht es mir sehr schlecht. Ich habe schlimme Hitzewallungen, Schlafstörungen und schlimmes Herzstolpern, was ein paar Minuten anhält und mich in große Panik versetzt. Wegen Extrasystolen des Herzens bin ich schon seit Jahren in Behandlung (sollen harmlos sein). Ich denke, dass das vermehrte Herzstolpern von den Hormonschwankungen kommt. Ich habe von meiner Frauenärztin jetzt Estradiol-Gel und Kapseln mit 200 mg Progesteron erhalten. Wie soll ich die Therapie jetzt starten? Meine Mutter ist mit Anfang 60 an Brustkrebs erkrankt und hatte mit Ende 40 bereits eine Lungenembolie. Ist es da überhaupt ratsam, solch eine Therapie zu starten? Ich bin etwas verunsichert. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Die verordneten Präparate enthalten die körpereigenen Hormone, welche Ihre Eierstöcke noch vor Kurzem selbst gebildet haben. Die Therapie hat sich über Jahrzehnte bewährt und hat die geringsten Nebenwirkungen, aber man kann eben auch nicht keine sagen! Das Thromboserisiko nimmt mit dem Alter und dem Gewicht zu. Da Sie schlank sind, dürfte bisher kein großes Risiko vorliegen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | HitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Hallo, ich bin über 50 Jahre alt und nehme seit 20 Jahren, nachdem mir die Gebärmutter und beide Eierstöcke entfernt wurden, Hormonpflaster. Bis jetzt immer die gleiche Stärke. Ich habe schon einige Male versucht, die Stärke zu reduzieren, habe dann aber das Gefühl extremer Unterdosierung (Schwitzen, Psyche usw.). Ist es ein Problem, wenn ich weiterhin die Dosierung beibehalte?

Nein, das ist kein Problem. Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen keine zeitliche Begrenzung vor und in Ihrer Frauenarztpraxis wird sicher ein Auge auf Risiken geworfen werden. Eine jährliche Nutzen-Risiko-Einschätzung der Therapie im Rahmen der Routineuntersuchung sollte durchgeführt werden.

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BeschwerdenLibidoverlust | Zwischenblutungen & BlutungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße155–160 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Ich bin über 40 Jahre alt und meine Tage habe ich schon seit einigen Jahren nicht mehr. Plötzlich gab es vor einer Woche ein paar Tröpfchen Blut. Ist das normal? Und sehr große Probleme habe ich mit dem Sex. Ich will nicht mehr, sogar Gedanken daran sind für mich ekelhaft. Was soll ich machen? Mein Mann leidet.

Sie sind allenfalls am Beginn der Wechseljahre und das gehört hormonell abgeklärt! Stellen Sie sich in einer Frauenarztpraxis vor, damit unter anderem Blut zur Bestimmung von z.B. FSH, LH, Estradiol, Prolaktin, Testosteron, Androstendion, DHEAS, SHBG und TSH abgenommen wird. Abhängig davon muss dann entschieden werden, welche Art der Therapie erfolgen sollte. Sprechen Sie das Thema Sex in jedem Fall sofort an!

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BeschwerdenHerzklopfen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaRisiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo! Ich habe eine Blutgerinnungsstörung (Polycythaemia vera) und wegen Wechseljahresbeschwerden (Herzrasen, Stimmungsschwankungen, unregelmäßiger Zyklus) ein Kombinationspräparat verschrieben bekommen. Ich bin mir jetzt aber unsicher wegen der Einnahme, da das Medikament das Thromboserisiko erhöht, welches aufgrund der Bluterkrankung sowieso schon erhöht ist.

Üblicherweise werden, solange spontane Menstruationen auftreten, "nur" Progesteron-Kapseln zyklisch eingesetzt. So könnten Sie z. B. jeweils vom 13. Zyklustag jeweils eine Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen eine Kapsel mit 200 mg über 10 - 12 Tage einnehmen. Auch das Legen einer sogenannten Hormonspirale kann sinnvoll sein. Wenn dann die Aktivität der Eierstöcke weitgehend erloschen ist, könnten Sie eine geringe Menge an Estradiol über die Haut aufbringen. Diese führt zu relativ niedrigen Blutspiegeln, welche niedriger als im Zyklus sind.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und habe die typischen Wechseljahresbeschwerden. Ich habe von meiner Frauenärztin Progesteron Kapseln 100 mg bekommen. Meine Frage wäre: Nehme ich durch dieses Medikament zu und bekomme ich wieder meine Blutung? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Es handelt sich um das körpereigene Hormon, welches Ihre Eierstöcke noch vor Jahren gebildet haben. Nehmen Sie erst einmal über 10 Tage eine Progesteron Kapsel jeweils 1 Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen ein. Dann machen Sie 4 Tage Pause. Es könnte eventuell eine Schmierblutung danach auftreten, aber grundsätzlich werden keine Blutungen ausgelöst. Nach der Pause nehmen Sie dann die Kapseln ununterbrochen ein.

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich bin über 40 Jahre alt und habe seit ca. einem Jahr hauptsächlich mit Hitzewallungen zu kämpfen, außerdem mit starken Schlafstörungen. Nachdem pflanzliche Präparate nicht geholfen haben, hat mir mein Frauenarzt heute ein Estradiolgel verschrieben, allerdings ohne zusätzliches Progesteron, wie im Beipackzettel deutlich empfohlen. Er ist der Meinung, dass meine Spirale zur Verhütung genug Gestagen abgibt. Nach dem, was ich bisher weiß, soll ja eigentlich das Progesteron auch gegen die Schlafstörungen helfen, oder bin ich da falsch informiert? Was ist ihre Meinung?

Ja, die Hormonspirale ist ausreichend, damit die Gebärmutterschleimhaut sich nicht unter dem Einfluss des Gels aufbaut. Sie sollte unbedingt belassen werden. In der Tat ist in vielen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen, dass 200 mg Progesteron jeweils 1 Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen, die Schlafqualität verbessert. Lassen Sie sich doch Progesteron 200 mg verordnen und nehmen die Kapseln kontinuierlich zusätzlich ein; es spricht nichts dagegen!

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BeschwerdenHitzewallungen | Scheidentrockenheit | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrter Hr. Dr. Bohnet, ich bin seit 4 Jahren im Wechsel! Seit über 1 Jahr habe ich keine Blutung mehr! Mein Blutbefund sagt lt. meiner Ärztin Postmenopause! Ich habe Hitzewallungen, starke Stimmungsschwankungen, ausgetrocknete Schleimhäute und Durchschlafstörungen! Ich schmiere 2 Hübe Estradiol durchgehend immer am Abend und für 14 Tage nehme ich 200 mg Progesteron auch am Abend! Sobald ich mit den Progesteron Kapseln pausiere bekomme ich eine Blutung und auch wieder Schlafstörungen! Alle anderen Beschwerden sind sehr viel besser! Meine Frage: Gibt es ein bioidentisches Progesteronpräparat, das man durchgehend nehmen kann und hätte ich dann keine Schlafstörungen und Blutung mehr? Und trotzdem keine Gefahr des Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut? Mit dem Estradiolgel komme ich super zurecht und das tut mir auch sehr gut!

Nachdem Sie schon ein Jahr keine Menstruation mehr hatten, hätten Sie von vornherein die Hormone parallel und ohne Pause anwenden können. Also wenn Sie beim nächsten Mal mit der sequentiellen Anwendung durch sind, machen Sie 4 Tage Pause mit beiden Hormonen und beginnen dann sowohl mit dem Estradiol Gel als auch mit den Pogesteron Kapseln durchgehend. Dann sollte auch keine Blutung mehr auftreten und Sie kommen rasch in eine gleichbleibende stabile Hormonlage! Alles Gute!

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BeschwerdenGewichtszunahme | HitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Lieber Herr Dr.Bohnet! Ich bin über 50 Jahre alt und bereits seit einem Jahr in den Wechseljahren. Ich verwende zur Zeit nur Progesteron. Die Haut wird immer schlaffer, nicht mehr festes Bindegewebe - Gesichtshaut glänzt, immer wieder Hitzschübe und starker Menobauch - soll ich Östrogen dazu nehmen? Wären Estradiol Tabletten was für mich? Ich habe gelesen, die lassen das Gewicht nicht so explodieren. Ich bin etwas mollig: Hüfte - Schenkel - sehr weiblich - Bindegewebe wird schlaff. Bitte geben Sie mir einen Ratschlag!

Ich verstehe nicht, warum Ihnen nicht schon lange die zusätzliche Anwendung von z.B. Estradiol Gel angeboten wurde. Die Kombination hat sich seit Jahrzehnten bewährt und das transdermal verabreichte Estradiol hat auch einen guten Einfluss auf die Insulinsensitivität; damit wird eine massive Gewichtssteigerung verhindert. Sollten Sie Wasser eingelagert haben, könnten Sie einige Wochen Spironolacton 50 einnehmen. Estradiol Tabletten haben sich bewährt, aber in Ihrer Altersgruppe würde ich von der Einnahme eher abraten, da das Estradiol in erheblicher Menge in Estron verstoffwechselt wird. So steigt u.a. das Thromboserisiko an.

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BeschwerdeOsteoporoseThemaRatschläge der ExpertenAlterälter als 65 JahreGröße170–175 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Prof. Bohnet, ich bin über 70 Jahre alt und habe starke Osteoporose. Ich kam mit Ende 30 bereits in die Wechseljahre und habe bis Mitte 40 Hormone eingenommen. Leider kamen die falschen Untersuchungen aus den USA und mein Arzt wollte mir keine Hormone mehr verschreiben. Meine Mutter ist über 90 Jahre alt, trägt Kleidergröße 36 und hat sehr, sehr gute Knochen. Sie nimmt seit gut 35 Jahren Hormone, beharrt darauf und fühlt sich super. Meine Frage: Könnte ich noch mit Ersatzhormonen beginnen? Wenn ja, welche?

In Ihrer Altersgruppe wird die Aufnahme einer Hormonersatztherapie mit den körpereigenen Hormonen Estradiol und Progesteron nicht mehr empfohlen. Als erstes wäre Ihre Knochendichte zu messen und in Abhängigkeit der sogenannten T-Werte kommt dann eine Behandlung in Betracht, welche den Knochen versucht wieder aufzubauen (z.B. Denosumab) oder zu erhalten (z.B. Bisphosphonate). Auch könnte ein spezielles Anti-Östrogen eingesetzt werden. Melden Sie sich ggf. gerne mit den ermittelten T-Werten wieder!

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, Anfang des Jahres wurde mir nach 5 Jahren die Hormonspirale gezogen, 2 Wochen später ging mein Drama los. Seitdem habe ich dauerhaft nasse schwitzige Füße, werde nachts wach, weil ich schwitze, kann nichts essen und bin mittlerweile total depressiv. Meine Frauenärztin verschrieb mir die Minipille. Ich nahm diese 24 Tage ein. Da meine Frauenärztin im Urlaub war, ging ich zu ihrer Vertretung. Diese sagte, das sind die Wechseljahre und verschrieb mir 200 mg Progesteron, welches ich jetzt 2 Tage eingenommen habe. Was kann ich machen, damit es mir wieder besser geht?

Lassen Sie sich doch, zumal Sie noch jung sind, wieder die Hormonspirale legen! Dann können sie jederzeit bei Bedarf abends vor dem Schlafengehen einen Hub Estradiol Gel auftragen, damit Sie ausreichend mit dem körpereigenen Estradiol versorgt sind. So brauchen Sie erfahrungsgemäß mehr als 5 Jahre keinen sogenannten Endometriumschutz, welcher ansonsten durch Progesteron bzw. durch ein Gestagen, welches Ihnen bereits verordnet wurde, ausgeübt wird.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRisiken & NebenwirkungenAlter55–60 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Prof. Dr. Bohnet, ich nehme seit ca. 2 Jahren 100 mg Progesteron Kapseln ein und trage 1 Hub Estradiol Gel täglich auf. Wie lange bzw. bis zu welchem Alter wäre die Einnahme/Anwendung der Hormone unbedenklich?

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen keine zeitliche Begrenzung vor, allerdings eine Nutzen-Risiko-Abwägung, d.h. wenn z.B. starker Bluthochdruck, Blutfettstörungen u.v.m. auftritt, muss die Situation neu bewertet werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Tag, meine Frauenärztin hat mir 100 mg Progesteron-Kapseln (2 Kapseln abends) und 0,1% Estradiol-Gel (2 Hub morgens) verordnet. Jetzt soll ich die Medikamente reduzieren. Progesteron 14 Tage 2 Kapseln, 14 Tage Pause. Das Gel soll ich auf einen Hub reduzieren, aber durchgängig nehmen. Ist das korrekt?

Wenn Sie bisher 2 Hübe Gel und 2 Progesteron-Kapseln eingenommen haben, würde ich jetzt eine Woche Pause mit beiden Hormonen machen. Möglicherweise kommt es dann zu einer leichten Menstruation. Dann wäre es am besten, wenn Sie einen Hub Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen und eine Kapsel parallel dazu einnehmen, am besten jeweils ca. 1 Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen. Beide Hormone also kontinuierlich ohne eine Pause!

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BeschwerdenHerzklopfen | Muskel- / GelenkschmerzenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo Herr Dr. Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und habe seit fast einem Jahr keine Blutungen mehr. Ich leide sehr an Muskelschmerzen, Schwindel und Kreislaufproblemen. Ich würde gerne eine Hormonersatztherapie mit bioidentischen Hormonen beginnen. Meine Frage ist, können die Symptome von den Wechseljahren kommen? Wie starte ich eine HET, nehme ich Progesteron und Östrogene zusammen bzw. gleichzeitig ein oder zuerst nur Progesteron? Lasse ich Pausen zwischen den Einnahmen und nehme ich beides jeden Tag? Für eine Antwort wäre ich Ihnen dankbar.

Ja, die Symptome sprechen wie Ihr Alter für die Wechseljahre. Als Erstes sollten Sie eine Kapsel Progesteron über 12 Tage einnehmen. Dann machen Sie eine Pause von mindestens 4 Tagen. Egal ob eine Blutung auftritt oder nicht, könnten Sie anschließend einen Hub Estradiol-Gel zusätzlich täglich unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen. Parallel dazu nehmen Sie die Progesteron-Kapsel jeweils 1 Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen. Beide Hormone können ununterbrochen angewendet werden. Guten Erfolg! PS: Ihre Knochendichte sollte ebenso wie der Vitamin-D-Spiegel gemessen werden.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewichtmehr als 105 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich habe seit einem Jahr keine Regel mehr und seit mehr als drei Jahren Hitzewallungen, Schlafstörungen und psychische Probleme. Ich habe noch nie Hormone zur Verhütung genommen und nehme seit Jahren Schilddrüsenhormone nach Radiojodtherapie aufgrund eines Morbus Basedow. Eigentlich möchte ich gar nicht mehr mit Hormonen anfangen, die Wechsejahrsbeschwerden sind allerdings sehr unangenehm. Reicht die Gabe von Progesteron aus? Oder macht nur die Kombination Sinn?

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße dürften die Beschwerden durch ein sogenanntes metabolisches Syndrom, eine beginnende Zuckerstoffwechselstörung, verstärkt werden. Insofern sollten Sie sich bei einem Diabetologen vorstellen, welcher ggf. mit dem Frauenarzt abstimmt, ob eine hormonelle Behandlung aufgenommen werden sollte.
Führen Sie über die Nahrung reichlich Pflanzenöstrogene zu, welche u. a. in Soja, Brokkoli und Mungbohnen enthalten sind. Es hat sich auch bewährt, täglich mindestens 1,5 Liter grünen Tee zu trinken.

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BeschwerdeBrustspannen / BrustschmerzenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Hallo, ich habe heute meine Werte von der Blutbestimmung bekommen. Estradiol (E2) 29,9 pg/ml, Progesteron 0,73 ng/ml. Ich bin über 50 Jahre alt und postmenopausal. Ich nehme zwei Hub Estradiol-Gel und durchgehend Progesteron Kapseln mit 100 mg, da eine zyklische Einnahme meine Schilddrüsenwerte durcheinander bringt. Wenn ich jetzt diese Werte in einen Rechner eingebe, wäre mein Verhältnis P/E 24:1. Somit liegt ja eine relative Östrogendominanz vor. Das Problem ist nur, wenn ich 200 mg Progesteron nehme, habe ich Brustspannen. Nehme ich weniger Estradiol-Gel schwitze ich wieder. Haben Sie da einen Tipp für mich, was ich machen könnte?

Solche Berechnungen sind, entschuldigen Sie, unsinnig! Progesteron macht kein Brustspannen; ganz im Gegenteil, Progesteron wird bei solchen Beschwerden eingesetzt. Ihr Estradiol-Wert entspricht einem Wert zum Zeitpunkt der Periode. Bei Hormonmessungen müsste der Zeitraum zwischen Anwendung und Blutabnahme berücksichtigt werden! Es spricht nichts dagegen, dass Sie die Therapie unverändert fortführen.

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht90–95 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich bin über 40 Jahre alt und nehme seit 5 Monaten 200 mg Progesteron, aufgrund eines zu niedrigen Wertes ab dem 14. Zyklustag. Die Periode kommt nun pünktlich, allerdings habe ich weiterhin starke Schlafstörungen. Ich habe das Gefühl, dass etwas mit meinen weiteren Hormonen nicht stimmt. Sollte man noch Östrogene dazu nehmen? Mit meinem Frauenarzt komme ich nicht richtig weiter. An welchen Spezialisten kann ich mich noch wenden? Besten Dank für eine Antwort.

Die Progesteron-Kapsel sollte jeweils ca. 1 Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen eingenommen werden. Das körpereigene Hormon verbessert nachgewiesenermaßen die Schlafqualität.
Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße dürfte ein metabolisches Syndrom bzw. eine Zuckerstoffwechselstörung vorliegen. Am besten Sie suchen einen Diabetologen / Endokrinologen auf.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Experten, ich bin über 50 Jahre alt und leide unter Wechseljahresbeschwerden wie ständige Unruhe, Angst, Stimmungsschwankungen, Pickel und extremen Schlafstörungen. Bei mir ist die Hormonspirale eingesetzt (seit 2 Jahren), die Spirale vorher lag 5 Jahre. Meine Frauenärztin hat mir nun 2 Hub Estradiol-Gel verordnet aber kein Progesteron dazu, da ich die Hormonspirale habe. Ist bei der Hormonspirale kein zusätzliches Progesteron erforderlich? Ich habe durch die Spirale keine Periode, auch keine Schmierblutungen.

In der Tat ist es ein großer Vorteil, wenn die Hormonspirale liegt! Dann brauchen Sie wirklich kein Progesteron. Allerdings verbessert eine Progesteronkapsel, ca. 1 Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen eingenommen, die Schlafqualität, sodass im Einzelfall, zumindest vorübergehend, eine solche zusätzlich eingenommen werden kann.

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BeschwerdenBrustspannen / Brustschmerzen | Haar- & Hautprobleme | Muskel- / Gelenkschmerzen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht95–100 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Tag, ich war vor etwa 4 Wochen bei meinem Gynäkologen aufgrund immer wiederkehrender Symptome im bestimmten Abstand. Dies wären u.a. Rückenschmerzen, Brustschmerzen, Unterleibsschmerzen und Kopfschmerzen. Vom Haarausfall ganz zu schweigen, ebenso Schlafstörungen und Gereiztheit. Kann es sein, dass in der Zeit auch die Lymphknoten mehr arbeiten? Laut meinem Arzt sei es eher unwahrscheinlich, dass ich im Wechsel bin. Ich hatte eine Hysterketomie aufgrund großer Beschwerden während und zwischen der Menstruation. Das Ganze hat für mich keine Lebensqualität mehr, in diesen Zuständen so alle 3 bis 4 Wochen. Schilddrüse hat eine Unterfunktion, dagegen nehme ich dafür 25 mg L-Thyroxin. Bezüglich Hormone habe ich etwas Sorge, da ich bereits eine tiefe Venenthrombose im linken Unterschenkel hatte. Ich bräuchte bitte Ihren Rat! Auch wundert es mich, dass kein Hormonstatus festgestellt werden soll.

Eventuell sind Sie doch in den Wechseljahren. In Ihrer Altersgruppe kann die Restaktivität der Eierstöcke sehr unterschiedlich ausfallen. Laut Leitlinien der Fachgesellschaften sollen bei Frauen ohne Gebärmutter nur Östrogene angewendet werden. Dies ist bei Ihnen wegen der vorausgegangenen Thrombose, welche durch Übergewicht begünstigt wird, nicht möglich. Allerdings sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob er Ihnen vorübergehend Progesteronkapseln verordnet, welche jeweils ca. eine Stunde vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Bei Ihnen dürfte ein metabolisches Syndrom, eine Form einer Zuckerstoffwechselstörung, vorliegen. Ich empfehle daher, einen Diabetologen zu kontaktieren.

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BeschwerdenZwischenblutungen & Blutungen | ZyklusbeschwerdenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, ich bin über 50 Jahre alt und wohl am Anfang der Perimenopause. Ich habe seit einigen Monaten eine sehr starke Regel, mit sehr kurzem Zyklus. Meine Frauenärztin hat mir Progesteron-Kapseln verschrieben. Jetzt zur Frage, wann nehme ich diese Kapsel ein? Ich weiß nicht, wie ich bei diesem kurzen Zyklus die korrekte Einnahme berechnen soll. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Dann fangen Sie zunächst am 11. Zyklustag an und nehmen die Kapsel über 10 bis 12 Tage; wenn es sich etwas eingespielt hat, dann ab dem 13. Zyklustag.

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BeschwerdenLibidoverlust | ScheidentrockenheitThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Prof. Dr. Bohnet, ich bin derzeit über 60 Jahre alt und seit meinem 46. Lebensjahr in der Postmenopause. Seitdem habe ich ein zyklisches Kombinationspräparat mit Estradiol und Norethisteronacetat eingenommen. Mein Gynäkologe ist in Pension gegangen und inzwischen habe ich gehört, dass das zyklische Kombinationspräparat wegen der Abbruchblutungen nicht mehr meinem Alter entspricht. Ich habe ein paar Wochen versucht, nichts zu nehmen und hatte sämtliche Symptome wie damals mit 46 und dazu unerträgliche Scheidentrockenheit und überhaupt keine Libido, das ist keine Option. Mir wurde eine Therapie mit Estradiol Gel und Progesteron-Kapseln angeraten. Ist das sinnvoll? Wie soll ich diese Therapie anwenden? Ist diese dermale Applikation wirklich besser als oral? Welche Dosierung empfehlen Sie mir? Da ich ja durchgehend Hormone genommen habe, habe ich dieses bewusste „Fenster“ ja nicht verpasst? Der Osteoporose-Schutz besteht ja weiterhin? Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich meiner annehmen!

In der Tat gibt es heute andere Therapieformen, welche sich allerdings auch über Jahrzehnte bewährt haben. Sie richten sich auch nach den Leitlinien der Fachgesellschaften. So wird die Ihnen vorgeschlagene Hormonanwendung durchaus als sehr positiv bewertet. Das Estradiol-Gel sollte jeden Abend unmittelbar vor dem Schlafengehen aufgetragen werden; die Progesteron-Kapseln können parallel dazu kontinuierlich jeweils eine Stunde vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Dadurch wird u.a. die Schlafqualität deutlich verbessert. Unabhängig davon kann zweimal wöchentlich ein Estriol-haltiges Scheidenzäpfchen eingelegt werden.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Gewichtszunahme | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Seit meinem 45. Lebensjahr habe ich meine Periode nicht mehr, evtl. wegen der Hormonspirale. Später habe ich jahrelang mit Depressionen, schlechtem Schlaf, Wasseransammlungen und Übergewicht gekämpft. Mein Arzt hat mir ein Östrogen-Gel verordnet (ich hatte weiterhin die Hormonspirale). Irgendwann habe ich vergessen, mir weiter das Gel zu holen, welches mir sehr gut tat. Jetzt bin ich über 60, nicht mehr übergewichtig und möchte fragen, könnte ich in meinem Alter wieder damit anfangen?

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen die Wiederaufnahme der Hormontherapie nach dem 60. Lebensjahr nicht mehr vor. Aber Sie könnten mit Ihrem Frauenarzt sprechen, der eine sogenannte Nutzen-Risikoanalyse vornimmt. Da Sie normgewichtig sind, dürften Sie auch keinen hohen Blutdruck haben und keine Fettstoffwechselstörung. Ihre Knochendichte sollte gemessen sein!?

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BeschwerdenLibidoverlust | Muskel- / Gelenkschmerzen | SchlafstörungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Professor Bohnet, mein 28-tägiger Zyklus ist noch relativ zuverlässig, immer mal ein paar Tage länger oder kürzer. Gegen Symptome wie Erschöpfung, Antriebsschwäche, Libidoschwäche, Durchschlafschwierigkeiten, PMS und Gelenkschmerzen nehme ich seit Kurzem an den betreffenden Tagen einen Hub Estradiol-Gel, 200 mg Progesteron-Weichkapseln und 15 mg DHEA, allerdings zyklusunterstützend. Da ich von meiner Gynäkologin leider widersprüchliche Dosierungsempfehlungen bekomme und sie mir unter anderem riet, das Gel morgens zu nehmen, möchte ich Sie höflich um Ihren Rat bitten, wann und wie ich die drei Wirkstoffe zyklusfördernd einnehmen sollte. Könnten Sie mir bitte auch Ihre Meinung zu DHEA als Vorhormon sagen? Ich sprach meine Gynäkologin auf Testosteron an und Sie empfahl stattdessen DHEA. Vielen Dank im Voraus!

Da Sie offensichtlich noch spontane Menstruationen haben, dürften Ihre Eierstöcke, wie dies in Ihrer Altersgruppe zu erwarten ist, noch ausreichend Östradiol bilden. Deshalb wäre es zunächst sinnvoll, wie es sich über Jahrzehnte bewährt hat, zunächst nur die Progesteron-Kapseln zyklisch einzusetzen. Die Leitlinien sehen in der Einnahme von DHEA keine etablierte, wissenschaftlich belegte Therapie! Eigentlich wäre es sinnvoll, erst einmal eine Hormondiagnostik vorzunehmen, bevor eine Behandlung ausprobiert wird!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich nehme Hormone. Mir geht es sehr gut dabei. Habe vor kurzem den Östradiol- (17 pg/ml) und den Progesteron-Wert (0,9 ng/ml) bestimmen lassen. Liegen diese Werte im Normalbereich? Ich nehme morgens 1 Hub Östradiolgel und abends eine 100 mg Progesteron-Kapsel.

Solche Hormonanalysen sind nicht aussagekräftig, da der Stoffwechsel bei jeder Frau anders ist und der Zeitabstand zwischen Anwendung und Blutabnahme zu berücksichtigen wäre. Es geht Ihnen ja gut, ohne dass die Werte formal im „optimalen Bereich“ liegen. Es hat sich bewährt, das Gel vor dem Schlafengehen aufzutragen!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße175–180 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Wie ist der Referenzwert für Estriol (Hormonscreening), wenn eine Hormonersatztherapie in oraler Form erfolgt?

Östriol wird ausschließlich in der Schwangerschaft produziert und in den Wechseljahren meist als Scheidenzäpfchen angewendet. Gemessen wird das Hormon nicht. Auch bei Anwendung von Östradiol ist eine Hormonmessung nicht zielführend; deshalb wird dies auch von den medizinischen Fachgesellschaften abgelehnt.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich wende 2 Hub Östradiol-Gel täglich an und nehme 200 mg Progesteron-Kapseln. Ab welchem Alter sollte man das Östradiol-Gel reduzieren? Und wie lange nimmt man diese Hormone überhaupt?

Die Fachgesellschaften sehen keine zeitliche Begrenzung der Therapie vor, aber eine jährliche Nutzen-Risiko-Abwägung. Mit dem Alter und dem Gewicht u.a. steigen die Nebenwirkungen grundsätzlich an. Es gilt, so viel wie nötig! Viel hilft nicht viel. Letztlich tragen die mitbehandelnden Ärzte vor Ort Verantwortung.

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich leide seit Jahren unter schlimmen Durchschlafstörungen (in der 2. Zyklushälfte). Meine Werte sind Progesteron 1,1 ng/ml und Östradiol 50 pg/ml, die Blutentnahme erfolgte am 26. Zyklustag (1 Tag vor Einsetzen der Periode). Ich habe weiterhin fast regelmäßig meine Periode, nur die Dauer hat sich auf 3-4 Tage verkürzt. Mein Gynäkologe hat mir nur ein Östradiolgel verordnet, was ich vom 13.-26. Zyklustag auftragen soll, allerdings lagen da die Blutwerte noch nicht vor. Welche Hormone empfehlen Sie mir? Nur Progesteron oder auch Östradiol?

Es könnte sein, dass Sie bereits in den Wechseljahren sind. Leider reichen die Hormonbestimmungen nicht aus, um dies zu dokumentieren. Der Eisprung dürfte kaum erfolgen. Es sollte während des Ausklingens einer Periode FSH, LH, AMH, Vitamin D kontrolliert werden. Sie könnten den Therapieversuch machen und ein Hub Östradiolgel jeweils unmittelbar vor dem Schlafengehen auftragen. Allerdings sollten Sie gleichzeitig eine Kapsel mit 200 mg Progesteron, ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen, parallel einnehmen.

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße155–160 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrte Damen und Herren, kann ich diese Therapie auch machen, wenn ich schon mal eine Thrombose hatte? Wenn ja, was und wie muss ich vorgehen? Wenn nein, was gibt es für Alternativen? Denn die Beschwerden, die ich habe in den Wechseljahren, sind sehr stark (Hitzewallungen, Unruhe, Gereiztheit, Gelenkbeschwerden).

Sie könnten in jedem Falle eine Kapsel mit 100 mg Progesteron jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einnehmen, da Sie offensichtlich keine Periode mehr haben. Ohne die Ursache der vorausgegangenen Thrombose zu kennen, kann keine Östrogentherapie aufgenommen werden.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Abend, seit einigen Wochen leide ich unter starken Beschwerden aufgrund dünner Schleimhäute. Trotz niedrigem Hormonstatus wurden nun zudem Wasser im Bauchraum sowie Zysten festgestellt. Bin am Verzweifeln… Hormone werden mir nicht verschrieben – leide unter einer Gerinnungsstörung und hatte bereits eine Thrombose. Haben Sie Rat für mich?

Zysten und Wasser im Bauch in Ihrem Alter sind nicht hormonbedingt! Sie sollten sich sofort in fachärztliche Behandlung begeben. Die Anwendung von Östriol-haltigen Scheidenzäpfchen könnte möglich sein, muss jedoch von einem Arzt vor Ort indiziert werden. Alles Gute!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Hallo, mein Frauenarzt hat mir empfohlen, morgens 2 Hübe Östradiolgel und abends vor dem zu Bett gehen 100 mg Progesteron-Kapseln zu nehmen. Jetzt lese ich hier, dass beides besser abends genommen werden sollte. Was ist die bessere Einnahme?

Ja, in der Tat hat es sich über Jahrzehnte bewährt, das Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen aufzutragen und die Kapsel ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen einzunehmen. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße, möchte ich vorschlagen, dass Sie (zunächst) einen Hub Gel auftragen.

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BeschwerdenHerzklopfen | SchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich habe bereits einiges zum Thema bioidentische Hormone gelesen und nun auch bei meinem Frauenarzt danach gefragt. Ich habe Herzrasen, Kopfschmerzen vor und nach der Menstruation, welche meist noch in regelmäßigen Abständen kommt, sowie vor der Periode Stimmungsschwankungen und immer mal wieder Phasen mit Schlafproblemen (Einschlafen und frühes Erwachen). Nun habe ich ein Kombipräparat in Tablettenform erhalten, was ich durchgängig ab Beginn der nächsten Regelblutung einnehmen soll. In der Literatur wurde auf die Vorteile der transdermalen Anwendung einer Creme hingewiesen, sowie die Einnahme von Progesteron als Tabletten jedoch immer mit Einnahme-Pausen verbunden. Nun bin ich verunsichert, da ich bezweifle, dass ich das richtige Mittel erhalten habe und ob dies auch tatsächlich bioidentisch ist. Ich habe von einigen Cremes gelesen, die es in der Apotheke gibt, die der Arzt auch auf ein Kassenrezept verordnen kann.

Das Kombipräparat hat sich durchaus bewährt, aber da Sie noch weitgehend regelmäßige Menstruationen haben, könnte die kontinuierliche Einnahme zu Dauer- bzw. Schmierblutungen führen. Solange Sie noch Ihre Menstruation bekommen, bilden Ihre Eierstöcke, wie man dies von Ihrem Alter erwartet, noch ausreichend Estradiol. Dagegen fällt sehr früh das Progesteron aus. Es geht, im Gegensatz zum Estradiol, kaum durch die Haut, weswegen Progesteron-Salben sich für diesen Einsatzzweck nicht bewährt haben. Hingegen hat sich sehr bewährt, Progesteron-Kapseln zunächst zyklisch einzunehmen, d.h. vom 13. Zyklustag über 10 - 12 Tage jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen. Die Einnahme verbessert auch die Schlafqualität.

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BeschwerdenHitzewallungen | Schlafstörungen | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße180–185 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Bohnet, ich habe massive Schlafstörungen, Missempfindungen, innere Unruhe, Schwindel, Kopfschmerzen, Hitzewallungen etc., ich habe meine Regel noch regelmäßig, aber der Zyklus hat sich verkürzt. Was können Sie mir raten? Ich bin wirklich sehr verzweifelt, ich möchte mich wieder gut fühlen.

Solange Sie noch spontane Blutungen haben, bilden die Eierstöcke Estradiol. Aber es ist belegt, dass Sie praktisch kein Progesteron mehr bilden. Es hat sich bewährt, eine Progesteron-Kapsel zyklisch jeweils eine Stunde vor dem Zubettgehen einzunehmen, z.B. vom 13. Zyklustag über 10 - 12 Tage. Lassen Sie sich Progesteron-Kapseln 200 mg rezeptieren.

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BeschwerdeSchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich nehme bisher keine Hormone, jetzt leide ich unter massiven Schlafstörungen. Kann ich zum Einschlafen auch Progesteron einnehmen, ohne dabei Östrogen zu cremen? Meine Periode bekomme ich nicht mehr!

Ja, natürlich können Sie "nur" Progesteron-Kapseln einnehmen. Wenden Sie eine Kapsel jeweils eine Stunde von dem zu Bett gehen über 20 Tage an; dann machen Sie 4 Tage Pause, in der möglicherweise eine leichte Menstruation auftritt. Danach fangen Sie wieder mit den Progesteron-Kapseln an.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, seit etwa 12 Jahren nehme ich eine Hormontherapie und seit etwa 8 Jahren täglich Progesteron-Kapseln und jeweils 1 Hub Östradiol-Gel. Seitdem meine Tochter tödlich verunglückt ist, möchte ich keine Hormontherapie mehr. Mit meiner Gynäkologin kann man nicht reden, da ich seit Jahren nicht mehr diese Chemie möchte. Kann ich beides langsam über Monate ausschleichen lassen? Außer Schilddrüsentabletten nehme ich keine weiteren Tabletten.

Ja, natürlich können Sie jederzeit mit den Hormonen aufhören, welche allerdings keine "Chemie" sind! Es handelt sich um die körpereigenen Hormone Östradiol und Progesteron, welche die Eierstöcke bis zu den Wechseljahren bilden. Sie liegen in den Präparaten in bio-identischer Form vor. Dennoch, wenn Sie wollen, können Sie das Gel ca. 4 Wochen reduziert auftragen, dann 4 Wochen nur die Progesteron-Kapsel einnehmen und danach aufhören. Ihre Knochendichte sollte gemessen sein und Ihr Vitamin D-Spiegel in Ordnung sein, damit Sie keine Osteoporose entwickeln.

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BeschwerdenHitzewallungen | Scheidentrockenheit | Stimmungsschwankungen | ZyklusbeschwerdenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Guten Tag, ich würde gerne Folgendes verstehen: Mein Körper hat Schwierigkeiten mit Hormonen. Ich habe vor meheren Monaten meine Periode gehabt und habe starke Beschwerden. Meine Heilpraktikerin hat mir für meine Beschwerden, die ich habe (Stimmungsschwankungen, leichte Reizbarkeit, trockene Schleimhäute, Hitzewallungen, Erschöpfung usw.) Progesteronsalbe 1 % und ein Estradiolgel 0,1 % empfohlen, die ich mir von meiner Frauenärztin verschreiben lassen wollte. Diese soll in einer speziellen Apotheke angerührt werden. Die Frauenärztin hat mir von der Kombi abgeraten. Die Progesteronsalbe 1 % sei zu gering, dass es eine Wirkung geben würde und das Estradiolgel 0,1 % dazu dann eingenommen, würde dann krebserregend wirken. Stimmt das? Ist das wahr? Ich möchte so natürlich wie möglich substituieren, da ich wie gesagt, keine Hormone vertrage.

Seit Jahrzehnten werden die körpereigenen Hormone, welche die Eierstöcke bilden bzw. produziert haben, mit Erfolg eingesetzt. Die Hormone Östradiol und Progesteron liegen in bio-identischer Form vor, z.B. in Gelform bzw. Kapseln. Homöopathische Dosierungen reichen nicht aus.

Das Östradiol allein würde die Gebärmutterschleimhaut zum Wachsen anregen, dagegen schützt das Progesteron bei entsprechender Dosierung.

Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße und Ihrer Angaben würde ich raten, dass Sie zunächst mal über 10 Tage eine Kapsel mit 200 mg Progesteron ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen einnehmen. Danach könnte eine Menstruation auftreten. Die Progesteron-Kapseln können auch abends alternativ in die Scheide eingelegt werden. Bei Einnahme wird die Schlafqualität verbessert. Circa 1 Woche nach der letzten Kapsel könnten Sie damit wieder anfangen und das Progesteron täglich anwenden, dazu einen Hub Östradiol Gel vor dem Schlafengehen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße175–180 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich nehme das Antidepressivum Doxepin. Ist für mich eine Hormonersatztherapie mit bioidentischen Hormonen geeignet?

Bei der Einnahme von Antidepressiva kann durchaus eine Hormontherapie mit körpereigenen Hormonen erfolgen! Mitunter brauchen Frauen dann gar keine Antidepressiva mehr!

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BeschwerdeHitzewallungenThemaDosierung & AnwendungAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Tag! Ich nehme jeden Abend 200 mg Progesteron-Kapseln. Eine Bekannte sagte mir es wäre besser diese Kapsel morgens einzunehmen dann hätte man keine Hitzewallungen tagsüber. Ist das richtig?

Die Progesteron-Kapsel sollte ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen eingenommen werden. Das Hormon macht meist müde und verbessert die Schlafqualität! Wenn Sie Hitzewallungen haben, brauchen Sie z.B. einen Hub Östradiol Gel, welcher vorzugsweise unmittelbar vor dem Schlafengehen aufgetragen wird.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Hallo, ich nehme schon seit Jahren Rimkus Tabletten, bin auch sehr zufrieden, ist aber auch sehr teuer. Was gibt es noch für Möglichkeiten, Tabletten zu nehmen, auf biologische Art?

Über Jahrzehnte hat sich die Anwendung von Östradiol Gel vor dem Schlafengehen und die Einnahme von Progesteron-Kapsel ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen bewährt. Darüber liegen internationale Studienergebnisse vor. Die in den Präparaten enthaltene körpereigene Hormone liegen in bio-identischer Form vor.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Zwischenblutungen & BlutungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße165–170 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, ich bin über 40 Jahre alt und nehme noch die Pille. Nun meine Frage: Wie kann ich feststellen, ob ich in den Wechseljahren bin? Kann ich die Pille weiter nehmen oder muss ich umstellen? Letztes Jahr hatte ich einen Polypen an der Gebärmutter, der aber ohne Befund entfernt wurde. Ich bin nie schwanger gewesen und nehme schon seit über 30 Jahren die Anti-Baby-Pille. Dies hatte aber folgende Gründe: Haarausfall, Pickel, starke Blutung mit Schmerzen im Unterleib und Verhütung. Sollte ich jetzt auf ein anderes Hormonpräparat umsteigen aufgrund meines Alters und der Wechseljahre bzw. ich würde gerne weiter Hormone nehmen, da es mir dadurch gut geht?

Wenn keine Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Blutfettstörungen u.a. vorliegen, ist es Sache des Arztes vor Ort, evtl. die Pille weiter zu verordnen. Dennoch ist klar, dass Sie vom Alter her in den Wechseljahren sind und ewig können Sie natürlich die Pille nicht einnehmen, was u.a. das Thromboserisiko erhöht. Es gibt gute Alternativen, wie z.B. kombinierte Wechseljahrespräparate. Sie könnten von heute auf morgen wechseln und das Präparat immer zum Abendbrot einnehmen.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Muskel- / GelenkschmerzenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße165–170 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Sehr geehrte Experten, ich habe keine Blutungen mehr. Ich bin in der Menopause. Seitdem habe ich Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Depression und Lustlosigkeit. Ich habe Interesse an einer Hormonersatztherapie. Über eine Antwort freue ich mich sehr.

Es könnte sein, dass Sie frühzeitig in die Wechseljahre gekommen sind. Aber dies ist relativ leicht durch einen Hormonstatus festzustellen. Da Sie seit einiger Zeit keine Periode hatten, sollten Sie über 10 Tage eine Kapsel mit 200 mg Progesteron jeweils 1 Stunde vor dem zu Bett Gehen einnehmen. Möglicherweise tritt dann innerhalb einer Woche eine Menstruation auf. Unter Berücksichtigung Ihrer Körpermaße könnte auch (zusätzlich) ein metabolisches Syndrom vorliegen. Dies müsste mithilfe eines sogenannten Zuckerbelastungstests beim Hausarzt gegebenenfalls diagnostiziert werden.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße180–185 cmGewicht100–105 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Sehr geehrte Damen und Herren, bei den Beschwerden durch die Wechseljahre, kann ich mich mit einigen Beschwerden wiederfinden. Würden Sie mir einen fähigen Spezialisten nennen, von dem ich mich beraten lassen kann?

Es wäre am besten, Sie stellen sich bei einem Endokrinologen vor. Gegebenenfalls rufen Sie die kassenärztliche Vereinigung an.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 60 Jahre alt und mein Frauenarzt hat festgestellt, dass mein Hormon Pregnenolon viel zu niedrig ist. Er hat mir empfohlen, 50 mg pro Tag einzunehmen. Dürfte ich bitte Ihre Meinung dazu bekommen?

In Ihrer Altersgruppe ist es ganz normal, dass dieses Hormonabbauprodukt niedrig ist. Bei der Empfehlung Ihres Frauenarztes handelt sich um keine Therapie, welche von den Leitlinien der Fachgesellschaften mitgetragen wird.

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | Muskel- / Gelenkschmerzen | Scheidentrockenheit | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht70–75 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich habe Gelenkschmerzen, Scheidentrockenheit, Schlafstörungen, Haarausfall, Müdigkeit, etc., aber keine Hitzewallungen. Meine Periode bekomme ich regelmäßig. Ich habe mich bei einer Frauenärztin vorgestellt und diese hat mir Progesteron verordnet, sowie eine Estriol-Salbe. Ich soll die Progesteron Kapseln ohne Unterbrechung nehmen, was mich sehr irritiert, da ich meine Periode noch bekomme und ich gelesen habe, dass in diesem Fall das Progesteron 12-14 Tage eingenommen werden soll. Eine Erklärung habe ich nicht erhalten. Weiterhin wurde Blut abgenommen, aber das Ergebnis steht noch aus. Es wäre schön, hier eine 2. Meinung zu hören.

Solange Sie noch eine spontane Menstruation haben, wird in der Tat empfohlen, die Progesteron-Kapseln zyklisch einzunehmen. Das hat sich bewährt. Wenn Sie jeden Tag eingenommen werden, könnten evtl. Dauerschmierblutungen auftreten.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte PeriodeKeine Angabe

Sehr geehrte Damen und Herren, vor einigen Jahren wurde bei mir die Gebärmutter entfernt. Etwa nach einem Jahr hatte ich sehr lange Beschwerden mit Hitzewallungen etc. Später wurde dann an einem Eierstock eine Zyste diagnostiziert. Mir wurde geraten, die Eierstöcke wegen möglicher Entartung entfernen zu lassen. Ein Chirurg erklärte sich jedoch bereit, zunächst zu schauen und hat nur die Zyste entfernt. Nach ca. zwei Jahren kam sie jedoch wieder. Seitdem hat sich ihr Durchmesser nicht verändert. Immer wieder erklären jedoch die Frauenärzte, ich soll mir die Ovarien entfernen lassen. Die jetzige Frauenärztin zweifelt, weil sie auch unsicher ist, ob sich hinter der Zyste ggf. maligne Zellen verbergen. Sie verschrieb mir Hormonpflaster. Nun bin ich skeptisch, ob eine Ersatztherapie bei Zysten sinnvoll ist. Wenn doch, ob nicht auch Progesteron zusätzlich dann effektiver wäre. Auch frage ich mich, ob man nicht vorher eine Gewebeprobe nehmen kann oder anderes, um einen bösartigen Prozess zu bestätigen oder eben auszuschließen. Zwar produzieren die Eierstöcke kaum noch Hormone, doch wie mir mitgeteilt wurde, noch Testosteron, welches z.B. für Knochen, Herz-Kreislauf nicht unerheblich ist. Ich habe nach der Hysterektomie nie wieder zu meiner Kraft und Vitalität gefunden. Deswegen habe ich nun sehr große Sorge.

In Ihrer Altersgruppe produzieren die Eierstöcke keine Hormone mehr! Die Zystenbildung erfolgt meist durch eine sogenannte Follikelpersistenz, d.h. es kann ein Eibläschen heranreifen, welches nicht platzt. Wenn ich dies Ihren Angaben richtig entnehme, hat sich die letzte Zyste vor ca. 2 Jahren gebildet und ist jetzt ca. 5 cm groß. Meist ist eine Punktion mittels Ultraschallsicht von der Scheide aus möglich, was z.B. in sog. Kinderwunschpraxen erfolgen kann. Dann könnte die Flüssigkeit untersucht werden. Es wäre durchaus zu erwägen, was durch die Leitlinien der Fachgesellschaften "abgesichert" ist, dass Sie unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Östradiol-Gel auftragen. Allgemein empfehle ich, dass Ihre Knochendichte dokumentiert sein sollte und dass Sie täglich 2000 IE Vitamin-D zu einer Mahlzeit einnehmen.

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BeschwerdenHitzewallungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße170–175 cmGewicht70–75 kgLetzte PeriodeKeine Angabe

Liebe Experten! Ich habe heute meine Blutwerte gefaxt bekommen. Mir wurde Blut abgenommen, weil ich wissen wollte, wo ich in den Wechseljahren stehe. Leider kann ich meine Gynäkologin urlaubsbedingt nicht erreichen und nachfragen. Können Sie mir helfen? Estron 19,1 ng/l, Estradiol kleiner als 5 ng/l, FSH 104,0 mIE/ml, LH 39,3 mIE/ml. Habe ich die Wechseljahre schon hinter mir? Ich habe schon lange keine Periode mehr, weil ich eine Desogestrelpille durchgenommen habe. Abgesetzt habe ich diese vor weniger als einem Jahr und seitdem bekomme ich auch keine Blutungen mehr. Ich habe oft Hitzewallungen, besonders nachts und bin leider nicht mehr so ausgeglichen, bin schneller auf der Palme und dann auch leicht aggressiv. Danke für Ihre Hilfe!

Ihre Eierstöcke sind völlig erloschen und Sie haben bereits einen absoluten Östrogenmangel. Über Jahrzehnte hat sich die Anwendung körpereigener Hormone bewährt, welche in bio-identischer Form in Fertigpräparaten vorliegen und die jeder Arzt verordnen kann.
So könnten Sie sofort beginnen, unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Östradiol-Gel aufzutragen und ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen eine Kapsel mit 200 mg Progesteron einzunehmen. Unter dieser Therapie tritt erfahrungsgemäß auch keine Blutung mehr auf.
Allgemein empfehle ich, dass Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel und Ihre Knochendichte messen lassen. Über die Nahrung könnten Sie auch Pflanzenöstrogene aufnehmen, z.B. Soja-Produkte, Brokkoli, Mungo-Bohnen, etc. Auch wird empfohlen, täglich einen Liter grünen Tee zu trinken. Alles Gute!

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Schlafstörungen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße175–180 cmGewicht75–80 kgLetzte PeriodeKeine Angabe

Hallo, ich bin über 40 Jahre alt und vor ungefähr 6 Wochen wurde bei mir festgestellt, dass ich am Anfang der Wechseljahre stehe. Ich war depressiv, ängstlich und hatte massive Schlafstörungen. Mir wurde dann von meiner Frauenärztin geraten, die Pille abzusetzen und sie hat mir ein Hormonersatzpräparat verschrieben. Nach ca. 4 Wochen trat eine Besserung ein. Nun, nach ungefähr 6 Wochen, wird es wieder schlechter. Ich bin unruhig, habe Stimmungsschwankungen, kann wieder schlechter schlafen. Kann es sein, dass die Hormonersatztherapie zu stark für mich ist? Durch die Pille, die ich vorher genommen habe, weiß ich nicht, ob ich noch eine Blutung bekomme.

Die Wechseljahrespräparate beeinflussen die Symptome positiv, aber von der Dosierung her sind sie nicht mit einer Pille vergleichbar. Also ist auch Geduld gefragt.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter35–40 JahreGröße155–160 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Hallo, vor wenigen Monaten hatte ich das letzte Mal meine Periode. Dann hatte ich vom kurz darauf eine sehr starke Blutung und im wenige Woche später wurde eine Zyste am Eierstock festgestellt. Meine Ärztin meinte, dass die Zyste von alleine weggeht. Aber seitdem habe ich keine Periode mehr! Ich habe seit einigen Tagen leichte Unterleibsschmerzen, als wenn ich meine Periode bekomme! Muss ich mir Sorgen machen? Ich habe bald ein Termin bei meiner Ärztin.

Wie es in Ihrer Altersgruppe häufig vorkommt, dürften Sie eine sogenannte Follikelpersistenz gehabt haben, was sowohl die starke Blutung als auch die Zystenbildung erklärt. Es handelt sich um das Heranreifen eines Eibläschens, welches dann übermäßig Östrogen bildet und nicht platzt.
Jetzt wäre es am besten, wenn Sie eine Kapsel mit 200 mg Progesteron über 10 Tage jeweils ca. 1 Stunde vor dem Zu-Bett-Gehen einnehmen würden. Möglicherweise kommt danach erneut eine Menstruation, muss aber nicht. Bei Bedarf könnten Sie sich danach nochmals melden.

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BeschwerdenGewichtszunahme | Hitzewallungen | Libidoverlust | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, ich habe ein Problem mit geschwollenen Augen in der Zeit, wenn ich meine Tage habe und am 14. Zyklustag. Seit Monaten bin ich von Arzt zu Arzt gelaufen und habe häufig Cortisonsalbe und Entzündungstropfen bekommen, jedoch keine Verbesserung. Zum Glück bin ich endlich auf eine gute Augenärztin gestoßen, die eine Hormonstörung diagnostiziert hat. Ich bin über 40 Jahre alt und seit Monaten begleiten mich Nachtschwitzen, Müdigkeit und sexuelle Unlust sowie Gewichtszunahme. Leider kennt mein Frauenarzt sich nicht mit Wasseransammlung im Gesichtsbereich bei Wechseljahresbeschwerden aus und schickte mich wieder zum Augenarzt. Meine Frage, kann die Wasseransammlung im Gesicht durch die Hormonstörung verursacht werden und bin ich am Anfang der Wechseljahre?

Typisch sind Ihre Symptome für die Wechseljahre nicht. Dennoch kann ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron zu einer Wassereinlagerung führen. Am besten wäre es, zwischen dem 21. und 24. Zyklustag Hormonanalysen durchzuführen, z.B. Prolaktin, TSH, Estradiol, Progesteron, SHBG. Gegebenenfalls könnten Sie sich mit den Werten wieder melden. Es wäre auch ein Versuch wert, dass Sie ab dem 13. Zyklustag eine Kapsel mit 200 mg Progesteron ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen über 10 bis 12 Tage im Zyklus einnehmen.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaDosierung & AnwendungAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Sehr geehrter Expertenrat, aus welcher Substanz werden die bioidentischen Hormone hergestellt?

Estradiol und Progesteron sind naturidentische/bioidentische Hormone. Die Wirkstoffe Estradiol und Progesteron werden partialsynthetisch hergestellt. Für die Synthese werden unter anderem pflanzliche Ausgangsstoffe (sogenannte Phytosterine) eingesetzt, die aus der Yamswurzel (Diosgenin) und der Sojabohne (Stigmasterin) gewonnen werden. Estradiol und Progesteron sind die körpereigenen Hormone und liegen z.B. im Gel bzw. in Kapseln vor!

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BeschwerdeKeine AngabeThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bohnet, ich habe einen Befund erhalten. Leider hatte ich bis dato noch keine Auswertung durch einen Arzt. Was genau bezüglich des Östradiols empfehlen Sie mir (bioidentisch)? Sagen Sie, worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen bioidentischen und chemischen Medikamenten? Und sind bei den bioidentischen Mitteln die Nebenwirkungen wirklich geringer? Was kann ich meinem Körper in den Wechseljahren sonst noch gutes tun (Lachsöl, Keratin etc.)? Das Internet verwirrt mich hier oft! Ich finde es sehr schade, dass den Wechseljahren ärztetechnisch so wenig Beachtung geschenkt wird. Ich wollte es lange Zeit gar nicht wahrhaben, dass meine Beschwerden "nur" mit den Wechseljahren zu tun haben sollen! Ich bedanke mich schon im Voraus für die Rückmeldung!

Es hat sich die Anwendung bioidentischer Hormonpräparate bewährt, beispielsweise Estradiol-Gel (bei Frauen mit Gebärmutter kombiniert mit Progesteron-Weichkapseln).
Bioidentische Präparate werden von verschiedenen Herstellern angeboten und in diesen liegen die Hormone in bioidentischer Form vor. Das bedeutet also in der Form, wie sie auch in den Eierstöcken einer Frau im gebärfähigen Alter, also vor Eintritt der Menopause, selbst produziert werden!
Auch Pflanzenöstrogene können durchaus über die Nahrung aufgenommen werden, z.B. Soja-Produkte, Brokkoli, Mungbohnen und v. m. Auch das Trinken von 1 L grünen Tee pro Tag (vermutlich meint er das, oder?), welcher mit heißem, nicht kochenden Wasser aufgegossen wird, hat Stoffwechsel verbessernde Eigenschaften.
Zu Ihrer Frage bezüglich der Nebenwirkungen kann ich folgendes ergänzen: Es hat sich tatsächlich im Rahmen verschiedener Studien und Untersuchungen gezeigt, dass es bei der Anwendung bioidentischer Hormone tendenziell zu weniger Nebenwirkungen kommt. Allerdings können auch hier, wie bei jedem Medikament, Nebenwirkungen auftreten. Wichtig ist v.a., dass die Hormonersatztherapie individuell an den Bedarf der Patientin angepasst wird, insbesondere in Bezug auf die Dosis (so viel wie nötig, so wenig wie möglich). Hinsichtlich des Auftretens unerwünschter Nebenwirkungen spielen auch weitere Faktoren eine Rolle, darunter die Applikationsform des Östrogens (transdermal ist besser verträglich als oral), der Zeitpunkt des Therapiebeginns nach Eintritt der Menopause, die Gesamtanwendungsdauer der Hormone und wie schon erwähnt die Dosis. Im Allgemeinen ist das Nutzen-Risiko-Profil einer bioidentischen HRT besser als das einer HRT mit synthetischen Hormonen. Es kommt aber auch hier immer darauf an, welche weiteren Risikofaktoren (z.B. für das Auftreten einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Thrombose) die Patientin selbst mitbringt.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Hallo Herr Prof. Bohnet, ich bin über 50 Jahre alt und hatte vor über fünf Jahren die letzte richtige Blutung. Früher lag der FSH-Wert bei 69 und Östradiol bei 56. Ich habe aber immer noch Beschwerden wie in der Perimenopause, heftige Magen-Darm-Probleme, Unruhe und Angst. Kann eine Hormontherapie bei meinen Verdauungsproblemen helfen? Zur Zeit der Messung war ich laut Hormontest in der beginnenden ovariellen Funktionsruhe.

Da die Wechseljahre noch nicht vorüber sind, ist es durchaus sinnvoll, dass Sie eine Hormontherapie konsequent durchführen, da sich dann auch das Vegetativum beruhigt! Indirekt könnte sich die Hormontherapie günstig auf die Darmbeschwerden auswirken, zumal eindeutig feststeht, dass unter Östrogen-Anwendung der Dickdarmkrebs seltener auftritt, als wenn keine Hormone angewendet werden. Aber ggf. muss ein Gastroenterologe eine Abklärung der Beschwerden vornehmen!

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, ich bin über 45 J. alt und in der Postmenopause. Nun, die ersten Jahre hatte ich keine Beschwerden gehabt. Jetzt aber leide ich unter Panikattacken, Pickeln, Konzentrationsschwäche, Schwindel und bin ständig müde. Die Beschwerden sind so schlimm, dass ich nicht mal arbeiten kann. Ich habe schon Antidepressiva bekommen. Mir hilft keines, ich habe ein paar Präparate ausprobiert. Ich weiß nicht mehr weiter und brauche dringend Hilfe! Herzlichen Grüße

Über Jahrzehnte hat sich die Anwendung der körpereigenen Hormone, welche in bio-identischer Form vorliegen, bewährt! So könnten Sie unmittelbar vor dem Schlafengehen einen Hub Östradiol Gel auftragen und ca. 1 Std. vor dem zu Bett gehen eine Kapsel mit 200 mg Progesteron einnehmen. So kommen Sie in eine gleichbleibende hormonelle Situation und haben einen ungestörten Schlaf.

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BeschwerdeSchlafstörungenThemenDosierung & Anwendung | Ratschläge der ExpertenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Vielen Dank für die rasche Nachricht. Ich habe auch immer noch Schlafstörungen, wache mehrmals nachts auf und manchmal schlafe ich schlecht ein. Soll ich trotzdem das Gel abends anwenden?

Schlafstörungen sind typisch für die Wechseljahre. Sowohl die Anwendung des Gels vor dem Schlafengehen als auch die Einnahme der Progesteron-Kapsel fördern die Schlafqualität! Es braucht allerdings Zeit und Geduld ist gefragt.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaDosierung & AnwendungAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Morgen, ich nehme seit wenigen Monaten ein Estradiol-Gel und möchte in den Urlaub. Therapie Morgens 2 Hub und abends 200 mg Progesteron. Wie wende ich es im Urlaub an, wenn ich morgens schwimmen möchte und Sonnencreme verwenden muss?

Es ist ohnehin besser, wenn Sie das Gel dauerhaft abends vor dem Schlafengehen anwenden! Also ein paar Tage am frühen Nachmittag auftragen und dann abends! Gelegentlich kann man eine Stunde nach Gelauftrag Schwimmen, Sport treiben oder eine Sonnencreme auftragen. Üblicherweise sollte die Einwirkzeit des Gels jedoch 4-6 Stunden betragen. Schönen Urlaub!

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BeschwerdeMuskel- / GelenkschmerzenThemenRatschläge der Experten | Risiken & NebenwirkungenAlter45–50 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bonnet, meine Frage ist, ich bin über 45, Gebärmutter-Total-OP, Eierstöcke behalten. Seitdem verschlimmerte PMS, Gelenkschmerzen, teilweise Überforderung mit allem. Mutter hatte Brustkrebs. Soll ich schon mit bioidentischen Hormonen beginnen?

Durch die Operation sind Sie vermutlich rasch in die Wechseljahre gekommen! Aufgrund Ihrer Symptome sollten Sie zunächst ca. 1 Stunde vor dem zu Bett gehen eine Kapsel mit 200 mg Progesteron kontinuierlich einnehmen. Es handelt sich um das körpereigene Hormon, welches in bio-identischer Form vorliegt und u.a. die Schlafqualität fördert, sodass der neue Tag entspannt beginnt.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, ich bin über 50 Jahre alt. Seit wenigen Jahren habe ich zunehmend starke Periodenblutungen. Mittlerweile auch sehr starken Eisenmangel trotz Infusionen. Bisher habe ich nur pflanzliche Mittel probiert und konnte wenigstens den Zyklus wieder etwas rhythmisieren. Was ist mir zu raten, um die Blutungen einzudämmen? Vielen Dank!

Mit Pflanzen-/ Östrogenen ist der Zyklus nicht zu normalisieren! Die Anwendung könnte ggf. sogar die Blutungen verstärken.
In Ihrer Altersgruppe wird mit Erfolg zyklisch Progesteron eingesetzt. Es handelt sich um das körpereigene Hormon, d.h. es wurde auch von Ihren Eierstöcken gebildet, und es liegt in bio-identischer Form vor.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Hallo, ich habe an einem Eierstock eine sehr große hämorrhagische Zyste. Nun hatte meine Gynäkologin angedeutet, dass evtl. der Eierstock entfernt werden soll. Grundsätzlich kein Problem. Aber meine Vorgeschichte erschwert meine Problematik. Mir wurde vor vielen Jahren bereits ein Eierstock entfernt. Wenn dann links noch entfernt wird, komme ich ja wahrscheinlich sofort in die Wechseljahre. Ich bin jetzt über 40 Jahre alt. Ist eine HRT empfehlenswert und vor allem nützlich?

In der Tat dürften nach Entfernung des zystischen Eierstockes (die alleinige Entfernung mit Erhalt eines Restgewebes scheint kaum möglich zu sein.) Wechseljahressymptome aufgrund eines rasch auftretenden Hormonmangels hervorgerufen werden.
Die gute Nachricht ist, dass es viele gute, über Jahrzehnte bewährte Therapiemöglichkeiten dieses Hormonmangels gibt.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Hallo zusammen, ich bin über 60 Jahre alt und nehme seit Jahren bioidentische Hormon-Creme. Anfangs nur Progesteroncreme, später auch zusätzlich Estradiol-Gel (jeden zweiten Tag 1 Hub). Seit ca. 1,5 Jahren nehme ich nur noch die bioid. Progesteroncreme. Seit wenigen Wochen creme ich nur noch 1x am Tag eine erbsengroße Menge und komme gut klar (keine Wechseljahrsbeschwerden mehr). Meine Frage ist, soll ich das Progesteron nun endgültig ausschleichen oder sollte ich es weiter nehmen, weil es für den gesamten Organismus nützlich ist. Allein wegen der Wechseljahre bräuchte ich es nicht mehr. Vielen Dank für Ihre Antwort!

Da das Progesteron als Creme kaum durch die Haut geht, besonders wenn geringe Mengen angewendet werden, könnten Sie sicherlich ganz damit aufhören.
Sie können ggf. jederzeit auch wieder damit beginnen.

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BeschwerdeZyklusbeschwerdenThemaRatschläge der ExpertenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, ich bin über 40 Jahre alt und habe seit 2 Jahren einen unregelmäßigen Zyklus und auch diverse Wechseljahresbeschwerden. Im letzten dreiviertel Jahr hatte ich alle 3 Monate lediglich minimale Schmierblutungen, die immer nur zwei Tage andauerten. Nun ist meine Frage, ob diese sehr schwachen Schmierblutungen auch als Monatsblutung gelten und damit meine blutungsfreie Zeit mit einer solchen Schmierblutung wieder "zunichte" gemacht wird oder zählt eine minimale Schmierblutung nicht als reguläre Blutung und ich wäre somit schon ein dreiviertel Jahr blutungsfrei? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!

Ich denke, da sollten Sie sich nicht so viele Gedanken machen! In jedem Falle ist das ein Zeichen, dass die Funktion Ihrer Eierstöcke deutlich nachgelassen hat! Was ist zu tun? Ich würde mit einer seit Jahrzehnten bewährten Hormontherapie beginnen. Zunächst sollten Sie z.B. über ca. 10 Tage eine Kapsel mit 200 mg Progesteron ca. 1 Std. vor dem Schlafengehen einnehmen. Es handelt sich um das körpereigene Hormon und liegt in bio-identischer Form vor. Danach könnte innerhalb einer Woche eine Blutung einsetzen. Danach, aber auch wenn keine Blutung eintritt, könnten Sie einen Hub Östradiol Gel unmittelbar vor dem Schlafen auftragen und parallel dauerhaft auch die Kapseln einnehmen. Dann tritt meist keine Blutung mehr auf.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, ich habe eine Frage zu der Art der Einnahme der bioidentischen Hormone. Oral oder lieber über die Haut? Was sind die Vorteile und die Nachteile? Vielen Dank!

Das körpereigene Östradiol in bio-identischer Form wird über die Haut, z.B. mittels Gel, am besten vor dem Schlafengehen aufgetragen. Das bio-identische Progesteron ist mikroverkapselt und wird ca. 1 Std. vor dem zu Bett gehen eingenommen.

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BeschwerdenGewichtszunahme | Haar- & Hautprobleme | Hitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Morgen! Meine Frage wäre, ob es normal ist, dass der Haarwuchs so stark wird? Ich bin über 50 und man hat mir die Gebärmutter entfernt. Meine Eierstöcke sind noch vorhanden. Aufgrund von Beschwerden wie Schlaflosigkeit und Hitzewallung habe ich Estradiol 1,53 mg bekommen, was auch gut ist. Muss ich die eigentlich immer nehmen? Ich nehme noch Schilddrüsen-Tabletten und habe Hashimoto. Vitamin D3 nehme ich auch schon. Trotzdem hat sich mein Bauchumfang erhöht und hab einen vermehrten Haarwuchs – Bart, Beine usw. Können sie mir dazu was sagen?

Manche Frauen produzieren in den Wechseljahren vorübergehend vermehrt männliche Hormone durch eine sog. Hiluszellhyperplasie. Da ist es manchmal gut, vorübergehend auch Progesteron einzunehmen, obwohl das grundsätzlich nach Entfernung der Gebärmutter nicht notwendig ist.
Der Stoffwechsel verändert sich in den Wechseljahren, am besten ist es, mit Sport dagegen anzugehen!
Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen keine zeitliche Begrenzung der Hormonanwendung vor; aber jeder kann für sich entscheiden.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRisiken & NebenwirkungenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Hallo, guten Tag! Ich habe von meiner Frauenärztin Östriol-haltige Scheidenzäpfchen verschrieben bekommen. Meine Frage lautet: Mir wurde die Gebärmutter entnommen, die Eierstöcke hat man stehen lassen. Gibt es für mich Bedenken, dass ich einem höheren Krebsrisiko ausgesetzt bin? Gibt es noch etwas anders?

Die Anwendung Östriol-haltiger Scheidenzäpfchen hat sich seit Jahrzehnten bewährt und die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen auch vor, dass selbst nach Krebserkrankungen die Anwendung möglich ist. Östriol wirkt praktisch nur lokal im Scheidenbereich und führt u.a. zur Verbesserung des Blasenbodens, sodass ggf. auch solche Probleme dadurch weitgehend behoben werden können.
Je nach Beschwerden gibt es auch pflanzliche Gleitmittel.

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, ich bin über 50 Jahre alt und leide an Hitzewallungen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Antriebslosigkeit. Meine Gebärmutter werde entfernt und ich weiß deshalb nicht genau, seit wann ich in den Wechseljahren bin, weil ich ja bereits seitdem keine Blutungen mehr hatte. Ich spiele mit dem Gedanken einer HRT, weil ich einfach gern wieder ein bisschen mehr Lebensqualität hätte. Kürzlich hat mir meine Frauenärztin ein pflanzliches Mittel empfohlen, das ich aber nach ca. 4 Wochen wieder abgesetzt habe, weil ich jeden Abend mit einem fürchterlichen Blähbauch und Schmerzen zu kämpfen hatte. Dem Bauch geht's wieder gut, aber ich leide sehr unter den o.g. Beschwerden und möchte nun eventuell doch Hormone substituieren. Welches Produkt würden Sie mir empfehlen? Pflaster, Gel, ...?

Die Funktion Ihrer Eierstöcke dürfte bereits erloschen sein. Entsprechend den Leitlinien der Fachgesellschaften wäre es am besten geeignet, wenn Sie nur Östradiol anwenden. Über Jahrzehnte hat sich das Auftragen von einem Hub Gel unmittelbar vor dem Schlafengehen bewährt. Es enthält das körpereigene Hormon, was Ihre Eierstöcke ca. 35 Jahre selbst gebildet haben; es liegt in bio-identischer Form vor!
Ihr Vitamin-D-Spiegel und die Knochendichte sollten kontrolliert sein.

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BeschwerdenScheidentrockenheit | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße155–160 cmGewicht55–60 kgLetzte Periode< 5 Jahre

Guten Tag, meine Beschwerden sind Schlafstörungen, mehrmaliges Aufwachen, dann mit Grübeln, auch Schwitzen in der Nacht. Ich bin unzufrieden und schnell gereizt. Außerdem leide ich unter Scheidentrockenheit und Schmerzen beim Sex. Ich habe bisher nichts eingenommen oder verwendet. Was ist Ihre Empfehlung? Mein Frauenarzt hat auch gemeint, eine Knochendichtemessung ist nicht nötig. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Einerseits sind die Beschwerden nicht so heftig, belasten aber doch. Soll ich Estriol-Creme versuchen?

Natürlich sind dies alles typische Wechseljahresbeschwerden! Über Jahrzehnte hat es sich bewährt, einen Hub Östradiol Gel vor dem Schlafengehen aufzutragen und eine Kapsel mit 100 mg Progesteron ca. 1 Std. vor dem zu Bett gehen einzunehmen! Es handelt sich um die körpereigenen Hormone, welche Ihre Eierstöcke selbst gebildet haben. Sie liegen in bio-identischer Form vor.
Zusätzlich können Sie 2 - 3 x pro Woche Östriol-haltige Scheidenzäpfchen einführen.
Bei jeder Frau in den Wechseljahren sollte die Knochendichte dokumentiert sein! Sie sollten mindestens 2000 E Vitamin D tgl. einnehmen (s.u.a. www.medivital.eu)

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BeschwerdenHaar- & Hautprobleme | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Ich bin über 50 Jahre alt. Mit Mitte vierzig hatte ich eine Hormonspirale, diese wurde nach einigen Jahren entfernt. In dieser Zeit wurde mir auch ein Eierstock aufgrund einer Zyste entfernt. Wenige Jahre danach, wurden meine Haare feiner, sind zeitweise vermehrt ausgefallen. Kurz darauf wurde bei mir Neurodermitis festgestellt. Ich habe trockene, sehr stark juckende Haut am ganzen Körper, inklusive der Augen und Kopfhaut. Die Haare sind sehr, sehr fein geworden. Zusätzlich leide ich unter Schlafstörungen. Ich nehme ein Vitamin D-Präparat wegen schlechter Werte. Der Frauenarzt hat mir ein Hormon-Gel und Progesteron-Tabletten gegen die Beschwerden verschrieben. Das dünne, feine Haar sowie die stark juckende Haut belastet mich sehr und machen mich unruhig. Was könnte helfen, dass sich Haut und Haare entspannen?

Die Ursachen des Haarausfalles sind vielfältig. In bzw. nach den Wechseljahren werden die Haare generell dünner und wachsen langsamer. Östrogene fördern u.a. die Hautdurchblutung. Insofern ist es sicherlich günstig, wenn Sie einen Hub Gel vor dem Schlafengehen auftragen, was das körpereigene Östradiol in bio-identischer Form enthält. Die Progesteron-Kapsel sollte ca. 1 Stunde vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Es gibt ja eine Reihe von medizinischen Bädern, Shampoos und Cremes ohne Zusatzstoffe. Lassen Sie sich in der Apotheke oder beim Hausarzt beraten.

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BeschwerdenHerzklopfen | Muskel- / Gelenkschmerzen | Zwischenblutungen & BlutungenThemaRatschläge der ExpertenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag liebes Experten-Team, ich bin über 50 und bin grundsätzlich gesund, habe aber eine Blutgerinnungsstörung, weshalb ich keinerlei Hormonpräparate nehmen darf. Bei mir wurde ein Gebärmuttermyom diagnostiziert, welches mir keine Beschwerden bereitet. Bei der letzten Routineuntersuchung fand meine Gynäkologin einen Polypen am Gebärmutterhals, der nun zeitnah kontrolliert werden soll. Seit ca. 1/2 Jahr kam es jetzt zum 2. Mal zum Ausbleiben einer Regelblutung und dann auch zu einer sehr verstärkten Blutung. Zudem habe ich immer wieder Gelenkschmerzen, wache mehrmals nachts auf und habe gelegentlich abends kurzes Herzrasen. Meine Gynäkologin spricht von Wechseljahren. Meine Frage nun an Sie: Kann ich trotz Gerinnungsstörung evtl. bioidentische Hormone oder pflanzliche Ergänzungsmittel nehmen und was halten Sie von einem Hormonstatus? Was würden Sie mir raten? Herzlichen Dank und beste Grüße.

Sie sind in der Tat in den Wechseljahren und die Aktivität der Eierstöcke dürfte innerhalb eines Jahres erfahrungsgemäß erloschen sein. Insofern bringt eine Hormonanalyse keinen wesentlichen Erkenntnisgewinn.
Wenn auch die Anwendung von Östradiol, was z.B. in bio-identischer Form in einem Gel vorliegt, die geringste Nebenwirkungen laut internationale Studien aufweist, was auch das Thromboserisiko betrifft, so ist das Risiko dennoch nicht Null!
Hatten Sie denn schon mal eine Thrombose? Warum wurde die Diagnostik durchgeführt?
Es wäre mit den Ärzten vor Ort, welche Sie schon länger betreuen, abzusprechen, ob ein Therapieversuch mit einer geringen Dosis zu verantworten wäre.
In jedem Falle könnten Sie (insbesondere über die Nahrung) Pflanzenöstrogene aufnehmen.
Auch ist es möglich, dass Sie ca. 1 Std. vor dem zu Bett gehen eine Kapsel mit 100 mg Progesteron einnehmen.

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BeschwerdeHitzewallungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Wie lange dauern eigentlich die Wechseljahre? Ich bekam sie mit etwa Mitte 40 und hatte sie mit 60 immer noch. Ich nehme aber keine Medikamente dagegen. So ist es ok, nur die Hitzewallungen, die sind extrem. Jetzt haben sie eine Weile ausgesetzt. Mir kommt es vor, als ginge es wieder los, wie am Anfang so stark. Ich war vor Jahren schon mal bei einem Frauenarzt, aber wenn ich nichts dafür bekomme, wofür soll ich dann hingegen? Ich hoffe, es hat bald ein Ende, denn bis ich mal 80 werden sollte, möchte ich so nicht leben. Dies belastet einen sehr.

Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen vor, in Ihrer Altersgruppe nicht mehr mit einer Hormontherapie zu beginnen, da üblicherweise die Wechseljahre vorbei sind.
Insofern müssen andere Ursachen Ihrer Beschwerden diskutiert werden. So sollte z.B. eine Vorstufe des Diabetes mellitus, d.h. ein metabolisches Syndrom, ausgeschlossen sein.
Sie könnten in jedem Fall versuchen, über die Nahrung reichlich Pflanzenöstrogene aufzunehmen, welche z.B. in Sojaprodukten, Brokkoli u.v.m. enthalten ist.
Bei Bedarf spricht auch nichts dagegen, wenn Sie regelmäßig Östriol-haltige Scheidenzäpfchen anwenden.

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BeschwerdeZwischenblutungen & BlutungenThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße155–160 cmGewicht50–55 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Tag, ich bin über 40 Jahre alt. Seit über fünf Jahren, laut Hormontest, im perimenopausalen Übergang, letzte richtige Blutung ebenfalls vor über fünf Jahren. Ich habe aber seitdem so ein bis zweimal im Jahr eine minimale Schmierblutung, die höchstens eine halbe Stunde anhält. Dann ist sie wieder weg, begleitet von PMS-ähnlichen Beschwerden. Meine Frage: Kann es sein, dass ich die Menopause doch noch nicht erreicht habe? Für Ihre Antwort wäre ich dankbar.

Entsprechend Ihrer Angaben wären Sie frühzeitig in die sog. Postmenopause gekommen. Bis ca. 5 Jahre danach kann durchaus nochmal ein verbliebenes Eibläschen bis zu einem gewissen Grade heranreifen, sodass es zu Abläufen kommt, wie Sie sie schildern. Allerdings sollte dann eine frauenärztliche Untersuchung erfolgen! Bislang scheinen Sie ja keine Hormontherapie durchzuführen?!

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter40–45 JahreGröße170–175 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 40 Jahre alt, gesund und habe mehrere Kinder. Ich hatte bis vor wenigen Monaten sehr regelmäßig, alle 29 Tage meinen Zyklus, immer gleich stark, ca. 3-5 Tage und einen klar spürbaren Eisprung. Von jetzt auf gleich setzte meine Menstruation aus. Ich habe weder Hitzewallungen, noch trockene Schleimhäute. ich bin aber unter starkem Stress, bin sehr erschöpft und habe gerade zeitgleich das Rauchen aufgegeben. Meine Gynäkologin schloss die Wechseljahre aus und eine Schwangerschaft ist nicht möglich. Auf mein Bitten machte sie einen Bluttest. FSH bei 88, Östrogen auf 16. Per Telefon entschuldigte sie sich, sagte mir, ich wäre bereits über die Menopause hinweg und verschrieb mir Östrogen und Progesteron ohne weitere Bluttests, Kontrollen oder Ultraschalluntersuchungen. Habe ich wirklich unbemerkt in 2 Monaten meine kompletten Wechseljahre durchlebt?

Alles, was Sie geschildert haben, kann in der Tat zu einer abrupten, frühzeitigen Erschöpfung der Eierstöcke führen. Die Hormonwerte weisen darauf hin, dass derzeit mit keiner weiteren Restaktivität mehr zu rechnen ist. Aus diesem Grunde fangen Sie am besten mit einer Hormontherapie an. Jahrzehntelang hat sich bereits das Auftragen eines Hubes Östradiol Gels vor dem Schlafengehen bewährt. Damit die Gebärmutterschleimhaut nicht "übermäßig" wächst, sollten Sie eine Kapsel mit 100 mg Progesteron einnehmen. Es handelt sich um die körpereigenen Hormone, welche Ihre Eierstöcke bis vor kurzem noch selbst produziert haben. Sie liegen in bio-identischer Form vor.
Sowohl Ihre Knochendichte und der Vitamin D-Spiegel sollten baldigst kontrolliert werden.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße160–165 cmGewicht80–85 kgLetzte PeriodeKeine Angabe

Guten Tag, ich habe gelesen, dass der Arzt vor einer Hormonersatztherapie die Werte im Blut bestimmen soll, und dann ganz individuell Präparate verschreiben und nicht pauschal Präparate verordnen sollte. Sehen Sie das auch so? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Myomen und Wechseljahren bzw. fehlenden Hormonen? Viele Grüße!

In den Wechseljahren, d.h. bei noch vorhandener sogenannter Restaktivität der Eierstöcke, kann dies sinnvoll sein, um festzustellen, wie groß diese Restaktivität ist.

Davon kann Ihr behandelnder Arzt entscheiden, ob und welche Art der Hormonbehandlung sinnvoll ist. Zur weiteren Beurteilung wäre aber auch sinnvoll zu fragen, ob Sie bestimmte Risikofaktoren haben (Thrombosen, etc.).
In Ihrer Altersgruppe sind die Eierstöcke typischerweise völlig erloschen und Hormonanalysen zur Bestimmung derer Restaktivität nicht mehr sinnvoll.

Eine bewährte Standardtherapie wäre, wenn Sie z.B. einen Hub Östradiol-Gel (wird auf die Haut aufgetragen und muss nicht über die Leber in den Stoffwechsel übergehen) vor dem Schlafengehen auftragen. Dieses Gel enthält das körpereigene, bioidentische Östrogen, welches die Eierstöcke zuvor gebildet haben. Über die Anzahl der Hübe aus dem Dosierspender kann ggf. auch die Hormondosis, je nach Ihrem Bedarf bzw. Ihren Symptomen, abgestimmt werden.

Damit, bei vorhandener Gebärmutter, die Schleimhaut nicht übermäßig wächst, sollte in der 2. Zyklushälfte (d. h. in den letzten zwei Wochen des jeweiligen Behandlungszyklus, ca. 12-14 Tage pro Monat) dazu eine Kapsel mit 200 mg Progesteron eingenommen werden.

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BeschwerdenDepressive Verstimmung / Depressionen | Herzklopfen | StimmungsschwankungenThemaRatschläge der ExpertenAlter50–55 JahreGröße165–170 cmGewicht65–70 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Ich hatte sehr starke Wechseljahresbeschwerden, wie Herzstolpern, starke Stimmungsschwankungen, wie Aggressionen und Depressionen. Ich entschloss mich, zu einem Endokrinologen zu gehen, der meinen Hormonstatus erstellte und mir daraufhin nur Östrogene verschrieb. Nun las ich in diversen Artikeln, dass man auf keinen Fall nur Östrogene nehmen soll, sondern immer auch Progesteron. Nach Nachfrage sagte der Arzt, ich soll erstmal nur die Östrogene nehmen und wenn ich mich entschließe, dauerhaft Hormone nehmen zu wollen, würde er mir auch Progesteron verschreiben. Ich fühle mich nicht gut beraten da er mir weder die Anwendung noch sonstige Infos zur HRT gab.

Wenn Sie Ihre Gebärmutter noch haben, so sehen die Leitlinien vor, von vorneherein Progesteron (10–12 Tagen pro Behandlungsmonat) mit anzuwenden.

Früher hatte man eine alleinige, niedrig dosierte alleinige Anwendung von Östrogenen über ca. 8-12 Wochen diskutiert; aber danach sollte bei Frauen mit vorhandener Gebärmutter dann Progesteron verabreicht werden.

Lassen Sie sich ggf. von Ihrem Facharzt bzw. Hausarzt die Kapseln verschreiben.

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BeschwerdenHitzewallungen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter55–60 JahreGröße160–165 cmGewicht60–65 kgLetzte Periode< 3 Jahre

Guten Tag Herr Professor, seit ca einem Jahr bin ich in den Wechseljahren. Nun wurde bei mir minimal Wasser im Bauch festgestellt. Durch Ultraschall wurden keine Organschäden erkannt. Auch die Blutwerte sind gut. Nun vermute ich, dass dies durch die Wechseljahre ausgelöst wird. Ich bin unruhig, schlafe schlecht und bekomme ab und an Hitzewallungen. Ich nehme keine Hormone, da familiäre Vorbelastungen bestehen. Was können Sie mir bitte raten? Vielen lieben Dank und beste Grüße

In Ihrer Altersgruppe sind die Eierstöcke erfahrungsgemäß völlig erloschen, sodass sich eine, selbst geringe Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum nicht erklärt.

Wegen Ihrer Symptome könnten Sie, eingedenk Ihrer familiären Vorbelastung, z.B. über die Nahrung Pflanzenöstrogene aufnehmen, z.B. Soja-Produkte, Brokkoli etc; mindestens 1 L grünen Tee pro Tag.

Es gibt natürlich auch in der Apotheke entsprechende Extrakte, welche Phytoöstrogene enthalten.
Die Applikation von östriolhaltigen Scheidenzäpfchen, welche vorwiegend lokal wirken und die Durchblutung des Blasenbodens verbessern, hat sich ebenfalls bewährt.

Zur Verbesserung des Schlafes können ggf. standardisierte Baldrian-Extrakte hilfreich sein.

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BeschwerdenHitzewallungen | Muskel- / Gelenkschmerzen | SchlafstörungenThemaRatschläge der ExpertenAlter60–65 JahreGröße170–175 cmGewicht80–85 kgLetzte Periode> 5 Jahre

Guten Tag! Nach 10 Jahren HRT (Östradiol-Gel und Progesteron-Kapseln, 1 Hub und 2 Kapseln) habe ich im letzen Jahr einen Auslassversuch unternommen (ausschleichend über 5 Monate), um zu sehen, ob ich auf die Hormone verzichten kann. Die Angst vor Brustkrebs nach solch langer Substitution war der eigentliche Anlass. Leider sind die Beschwerden wie Hitzewallungen, schlechter Schlaf und neuerdings Muskel und Gelenkbeschwerden wieder da und belasten mich nicht unerheblich. Ich bin über 60 Jahre alt und habe folgende Frage: Kann ich nach 4-monatiger Hormonpause wieder mit der HRT beginnen, ohne ein erhöhtes Risiko einzugehen oder ist mein „Zeitfenster“ für eine Wiederaufnahme der HRT bereits geschlossen? Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar!

Leider war das keine gute Idee, die Hormone wegzulassen, wie Sie nun erfahren haben. Die Leitlinien der Fachgesellschaften sehen keine zeitliche Begrenzung vor, sagen aber auch, dass nach 60 grundsätzlich nicht wieder begonnen werden soll und eine Risiko-Nutzen-Analyse vorgenommen werden muss.

Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt, er soll Risikofaktoren wie z.B. erhöhte Blutfette, Blutdruckerhöhungen etc. ausschließen.
Abhängig davon könnten Sie dann gemeinsam über eine Therapie entscheiden.

Es kommt leider immer wieder vor, dass alte Studien, welche auch alte Varianten der Hormonersatztherapie einschließen, wieder "aufgewärmt" werden, um fälschlicherweise vor der Hormonersatztherapie zu warnen!

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlter45–50 JahreGröße170–175 cmGewicht75–80 kgLetzte Periode< 1 Jahr

Ich bin über 45 Jahre alt, neuerdings ganz leicht übergewichtig und habe trotz meines hohen Alters noch den Wunsch nach einem weiteren Kind. Leider bin ich schon voll in den Wechseljahren. Das FSH ist schwankend, aber schon sehr erhöht (der höchste gemessene Wert lag bei 70). Östrogen und Progesteron sind stark erniedrigt. Der Vorschlag vom Frauenarzt war nun Tabletten mit Östradiol und Dydrogesteron für 2-3 Monate einzunehmen und zu hoffen, dass sich dann ein regelmäßiger Zyklus einfindet und es durch die Entlastung der Eierstöcke doch noch einmal zu einem Eisprung kommt. Ich habe mir die Nebenwirkungen durchgelesen und insbesondere Angst vor einer Thrombose unter der Einnahme des Medikaments bekommen (eine Thrombose hatte ich noch nie, wohl aber schwache Venen und Krampfadern auf dem Fußrücken). Meine Fragen lauten nun: Macht es überhaupt Sinn, das Medikament zu nehmen und die Nebenwirkungen zu riskieren. Oder ist die Hormongabe nicht so hoch und gefährlich? Sehen Sie eine kleine Chance durch die Tabletten schwanger zu werden?

Die Fachgesellschaften empfehlen einen "frühen" Beginn mit Hormonen zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden, bevor die Eierstöcke die Funktion völlig einstellen. Dadurch wird das Nutzen-Risiko-Verhältnis verbessert.

Allerdings verbessert eine solche Therapie (wie z.B. mit Tabletten mit Östradiol und Dydrogesteron) nicht die Fertilität und in Ihrer Altersgruppe liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie spontan schwanger werden im Allgemeinen bei unter 3%.

Die große Mehrheit solcher späten Schwangerschaften endet zudem in einer Fehlgeburt bzw. hat ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen! - In Ihrer Altersgruppe besteht eine reelle Chance zu einer Schwangerschaft nur, wenn Sie ein Spenderei bekommen. Dies ist allerdings in Deutschland, z.B. im Gegensatz zu Spanien und anderen europäischen Ländern, verboten.

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BeschwerdeKeine AngabeThemaRatschläge der ExpertenAlterKeine AngabeGrößeKeine AngabeGewichtKeine AngabeLetzte PeriodeKeine Angabe

Sehr geehrter Prof. Bohnet, ich nehme seit wenigen Wochen Progesteron-Kapseln, aber ohne Wirkung. Ich habe nur Nebenwirkungen, mein Blutdruck sinkt, ich bin am nächsten Tag wie gerädert, Schwindel, Kreislaufprobleme, Übelkeit, Druck auf den Augen, Sehschwäche. Ich bin erst Anfang 40, mir wurde die Gebärmutter entfernt vor einigen Monaten entfernt, das PMS ist noch schlimmer geworden. Habe zwar keine Blutungen mehr, aber meine Psyche ist sehr belastet dadurch. Die Medien machen es uns Frauen auch nicht leicht, was die Pille betrifft, was für Risiken auf Frauen zukommen können mit Pille. Welche Pille würden Sie mir raten, weil ich das Progesteron nicht vertrage?

Wenn Sie erst 40 sind, ist es unwahrscheinlich, dass Sie trotz vorausgegangener operativer Entfernung der Gebärmutter schon in den Wechseljahren sind.

Sie können die Progesteron-Kapseln auch abends in die Scheide einlegen; das kann ggf. die Nebenwirkungen reduzieren.

Es wäre auch gut, wenn die Eierstocksfunktion durch Hormonteste eingeschätzt werden würde. So wäre die Therapie besser abzustimmen.

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