Stimmungs-
schwankungen &

depressive

Verstimmungen

Ein gestörtes hormonelles Gleichgewicht während der Wechseljahre kann zusätzlich zu Stimmungsschwankungen führen. Bis zu 70 % leiden unter depressiven Symptomen, während es bei Frauen vor den Wechseljahren nur 30 % sind.1 Auch das Risiko, eine Depression zu entwickeln, ist während der Wechseljahre erhöht.1,2,3 Besonders anfällig sind Frauen, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt unter einer Depression litten.4

Ob dies direkt auf die hormonellen Veränderungen zurückzuführen oder aber eine sekundäre Auswirkung aufgrund anderer Beschwerden und der eingeschränkten Lebensqualität ist, ist noch nicht ausreichend erforscht. Auch berufliche und private Stressoren wie der Auszug oder die Pubertät der Kinder, die Pflege der Eltern, Änderungen im Eheleben und Karrieresprünge, die oft gleichzeitig mit den Wechseljahren einhergehen, können eine große Belastung darstellen.

Bei stark belastenden oder längerfristigen psychischen Beschwerden sollten Sie sich in jedem Fall professionelle Unterstützung suchen.

Mythos oder Fakt?

„Die Hormonersatztherapie macht anfällig für Schlaganfälle.“

Das ist ein Mythos. Diese Information geht auf die WHI-Studie aus 2002 zurück. In dieser wurden Frauen überwiegend erst sehr spät nach Eintreten der Beschwerden behandelt. Das Durchschnittsalter lag bei 63 Jahren. Nach Studiendaten ist die Anwendung von Östrogenen über die Haut in Kombination mit dem natürlichen Gelbkörperhormon Progesteron nicht mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle verbunden.

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1 Soares, C.N. (2017). Depression and Menopause: Current Knowledge and Clinical Recommendations for a Critical Window. Psychiatr Clin North Am. 40(2):239–254.

2 Bromberger, J.T., et al. (2011). Mood and menopause: findings from the Study of Women’s Health Across the Nation (SWAN) over 10 years. Obstet Gynecol Clin North Am. 38(3):609–25.

3 Weber, M.T., et al. (2014). Cognition and mood in perimenopause: a systematic review and meta-analysis. J Steroid Biochem Mol Biol. 142:90–8.

4 Maki, P.M., et al.; Board of Trustees for The North American Menopause Society (NAMS) and the Women and Mood Disorders Task Force of the National Network of Depression Centers (2018). Guidelines for the evaluation and treatment of perimenopausal depression: summary and recommendations. Menopause. 25(10):1069–85.

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