
Medizinisch geprüft von Martina Ehmen (Medical Advisor)
Veröffentlicht am 15. Februar 2026
Ein weiteres Symptom der Wechseljahre ist das Auftreten von Scheidentrockenheit. Das ist kein seltenes Beschwerdebild. Mehr dazu erfährst du hier.
Normalerweise ist bei guter Durchblutung die Scheide von einem dünnen Flüssigkeitsfilm überzogen. In den Wechseljahren nimmt durch den Östrogenmangel im Bereich des Gebärmutterhalses (Zervix) die Aktivität der Schleimhautzellen ab, die normalerweise die Scheidenhaut feucht halten. Aufgrund des Mangels an Östrogen bildet sich zudem die Scheidenhaut zurück. Sie wird dünner, ist weniger durchblutet und daher auch weniger feucht.
Die Folgen einer dünnen und trockenen Scheidenhaut sind Risse, die Beschwerden wie Brennen und Juckreiz sowie vermehrten vaginalen Ausfluss verursachen können. Der Geruch kann unangenehm sein. Auch Schmerzen und leichte Blutungen beim Geschlechtsverkehr können auf eine trockene, gereizte Scheidenschleimhaut zurückzuführen sein. Zudem wird die Scheide anfälliger für Infektionen und Verletzungen. Bis zu 70 % der Frauen berichten von Symptomen wie Scheidentrockenheit oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) in Verbindung mit den Wechseljahren.
Tipp:
Zögere nicht, bei Beschwerden dieser Art bei deiner Frauenärztin oder deinen Frauenarzt um Rat zu fragen. Sie bzw. er wird mit dir möglichen Optionen einer Behandlung besprechen. Auch eine Hormonersatztherapie kann hier sinnvoll sein, um den Hormonmangel auszugleichen


