
Medizinisch geprüft von Martina Ehmen (Medical Advisor)
Veröffentlicht am 15. Februar 2026
Eine Möglichkeit, Beschwerden während der Wechseljahre zu lindern, ist die Hormonersatztherapie (HRT). Hier erfährst du, was hinter ihr steckt, welche Vorteile und Risiken es gibt und wie du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt die richtige Entscheidung triffst.
Hormonersatztherapie: das Wichtigste in Kürze
- Durch eine Hormonersatztherapie werden die Hormone zugeführt, die in den Wechseljahren weniger produziert werden.
- Ziel der Hormonersatztherapie ist es, Beschwerden zu lindern.
- Es gibt verschiedene Formen, wie die Hormone verabreicht werden können: hierzu zählen Tabletten, Gele, Sprays, Pflaster, Vaginalzäpfchen oder -cremes.
- Der Nutzen ist für bestimmte Beschwerden wissenschaftlich gut belegt, die Entscheidung für oder gegen eine Hormonersatztherapie sollte aber immer individuell und ärztlich begleitet getroffen werden.
- Mögliche Risiken der Hormonersatztherapie hängen von Alter, Vorerkrankungen und Anwendungsdauer ab.
Was ist eine Hormonersatztherapie?
Die Hormonersatztherapie, auch HRT (engl.: Hormone Replacement Therapy) genannt, ist eine medizinische Behandlung, bei der dem Körper gezielt Hormone zugeführt werden, deren Produktion in und nach den Wechseljahren immer weiter abnimmt.
Ziel ist es, den Hormonmangel auszugleichen und typische Beschwerden zu lindern. Bei systemischen Therapien (hier wirken die Hormone im gesamten Körper) wird meist eine Kombination aus verschiedenen Hormonen verabreicht, z. B. als Tablette, Gel, Spray oder Pflaster. Darüber hinaus gibt es lokale Therapien, z. B. hormonhaltige Vaginalcremes oder -zäpfchen. Diese sind sinnvoll, um lokale Beschwerden wie Scheidentrockenheit zu minimieren.
Die Behandlung wird individuell an deine Bedürfnisse angepasst: Art, Dosis und Dauer richten sich nach deinen Symptomen, deinem Alter und deiner gesundheitlichen Situation. Wichtig ist, die Therapie regelmäßig ärztlich überprüfen zu lassen. So können Nutzen und Risiken optimal abgewogen werden.
Hormonersatztherapie: Nutzen und Bedenken
Die Hormonersatztherapie kann deine Lebensqualität deutlich verbessern. Sie kann beispielsweise Hitzewallungen, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen lindern, den Knochenstoffwechsel unterstützen und altersbedingte Haut- oder Schleimhautveränderungen verlangsamen.
Wie jede medikamentöse Behandlung hat sie jedoch auch Risiken. Deshalb ist eine individuelle ärztliche Beratung entscheidend: Nicht jede Frau profitiert in gleichem Maß und manchmal sind alternative Therapie-Optionen sinnvoller. Wer sich informiert und gemeinsam mit Fachärztinnen und Fachärzten entscheidet, kann die Vorteile sicher nutzen.
Gut informiert über die Hormonersatztherapie entscheiden
Die Hormonersatztherapie kann Frauen in den Wechseljahren spürbare Erleichterung bringen, aber sie ist keine Pauschallösung. Wichtig ist, dass du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt Nutzen und mögliche Risiken abwägst, um die bestmögliche Behandlung für dich zu finden.
Sprich offen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über deine Beschwerden und Wünsche. So findest du den Weg, der am besten zu dir passt – für mehr Wohlbefinden, Energie und Lebensqualität in dieser neuen Lebensphase.
Häufige Fragen rund ums Thema Hormonersatztherapie
Die Entscheidung für oder gegen eine Hormonersatztherapie wirft oft viele Fragen auf. Hier findest du verständliche und fundierte Antworten auf die wichtigsten Themen rund um die HRT.
Eine Hormonersatztherapie kann helfen, wenn deine Beschwerden deinen Alltag stark beeinträchtigen. Die Entscheidung für oder gegen eine solche Behandlung solltest du immer gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt treffen.
Hormone können auf verschiedene Weise verabreicht werden – zum Beispiel als Gele, Sprays, Pflaster, Tabletten oder lokal wirksamen Vaginalpräparaten. Welche Form geeignet ist, hängt von deinen Beschwerden und persönlichen Gegebenheiten ab.
Ja, diese gibt es wie bei jeder anderen medizinischen Behandlung auch. Eine individuelle Risikoabwägung und regelmäßige Kontrollen sind daher wichtig.
Die Dauer einer Hormonersatztherapie (HRT) hängt von deinen Beschwerden und deiner persönlichen Situation ab. In der Regel wird sie über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren eingesetzt, wobei regelmäßig überprüft wird, ob die Behandlung noch notwendig ist. Wichtig ist, dass du die regelmäßigen Kontrolltermine wahrnimmst. So kannst du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über die Dauer entscheiden.
Ja, manche Frauen empfinden pflanzliche Präparate als hilfreich, auch wenn ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nicht immer belegt ist. Außerdem werden auch nicht-hormonelle Medikamente eingesetzt. Welche Therapie-Optionen für dich passen, hängt insbesondere von deinen individuellen Symptomen ab.


