Erfahrungsberichte
zur Hormonersatz-
therapie

Hormonersatztherapie: Ja oder Nein?

Vielen Frauen, die unter Symptomen der Menopause leiden, könnte mit einer Hormonersatztherapie geholfen werden. Zwei Patientinnen berichten von ihren Erfahrungen.

Die Zahlen sprechen für sich: Jede dritte Frau ab 45 Jahren leidet während ihrer Wechseljahre unter Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schwindel, Schlafstörungen und vielen anderen Beschwerden. Insbesondere diese Begleiterscheinungen sind es, die den Alltag der Betroffenen beinträchtigen können. Den Grad der Beschwerden nehmen viele Frauen unterschiedlich wahr. Und häufig holen sie sich erst Hilfe, wenn sie einen erheblichen Leidensdruck verspüren. Zu ihnen gehören auch Sonja Hochreiter und Christiane Ritte. Es sind ganz unterschiedliche Gründe, die die beiden Frauen dazu bewegt haben, mit einer Hormonersatztherapie zu beginnen. Über ihre persönlichen Erfahrungen berichten sie in den folgenden Videos.

Christiane Ritte berichtet über ihren Weg mit den Wechseljahren und ihre Erfahrungen mit der Hormonersatztherapie.

Sonja Hochreiter über ihre Entscheidung, von der Antibabypille zu einer Hormonersatztherapie zu wechseln.

Die Pille ist kein Hormonersatz

Viele Jahre hatte Sonja Hochreiter gezögert, die Antibabypille abzusetzen, obwohl sie längst in den Wechseljahren war. Immer wieder schob sie Vorsorgetermine vor sich her. Erst mit 57 Jahren, von einer Freundin animiert, fand sie den Weg in eine gynäkologische Beratung. Sonja Hochreiters zögerliche Haltung ist kein Einzelfall. Laut Prof. Dr. med. Petra Stute, Frauenärztin mit Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, neigen viele Frauen dazu, die Pille einfach weiter zu nehmen, ohne sich über mögliche Konsequenzen Gedanken zu machen.

Der typische Verlauf der Wechseljahre ist ein schleichender Prozess. Es beginnt mit vereinzelten Beschwerden wie Stimmungsschwankungen und Hitzewallungen, die im weiteren Verlauf immer mehr zunehmen. Davon weiß auch Christiane Ritte zu berichten. Als ihre Menopause-Beschwerden, insbesondere die extremen Stimmungsschwankungen, auf ein für sie und auch für ihr persönliches Umfeld nicht mehr tolerierbares Level stiegen, war der Punkt erreicht, an dem sie selbst dringenden Handlungsbedarf wahrnahm.

Die passende Therapie finden

Genauso unterschiedlich wie die Motivation sind auch die Behandlungsmöglichkeiten. Hormonersatztherapien werden grundsätzlich individuell auf die Patientin zugeschnitten. Sie orientieren sich am Profil der Patientin und an bestehenden Symptomen, werden aber auch eng an Risikofaktoren und möglichen Nebenwirkungen ausgerichtet. „Wenn es darum geht, ein Hormon-Ersatzpräparat zu verschreiben, ist es wichtig, das Risikoprofil einer Patientin zu erfassen. Im Vordergrund stehen Herzkreislauferkrankungsrisiken wie Schlaganfall, Thrombose und Herzinfarkt“, erklärt Expertin Prof. Stute.

Transdermal: direkte Anwendung, direkter Nutzen

Dabei kommt insbesondere den bioidentischen Hormonen, wie sie für Sonja Hochreiter und Christiane Ritter verschrieben wurden, eine besondere Bedeutung zu. Diese, den körpereigenen Hormonen nachempfundenen Wirkstoffe, haben den Vorteil, dass sie als besonders nebenwirkungs- und risikoarm gelten. Die Auswahl spezifischer Applikationsformen kann Risiken zusätzlich minimieren. Durch eine transdermale Darreichungsform werden die Wirkstoffe nach und nach über die Haut aufgenommen – und zwar in einer ähnlichen Konzentration und Geschwindigkeit, wie es bei der natürlichen Ausschüttung der Hormone der Fall wäre. Dadurch lassen sie sich viel niedriger dosieren und es entstehen weniger gerinnungsfördernde Substanzen – was das Risiko für Venenthrombosen, Embolien oder Schlaganfälle minimiert. Davon können vor allem Frauen wie Christiane Ritte profitieren, die als Raucherin ein leicht erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen hat.

Mehr Lebensqualität dank HRT

Eines wird deutlich: Sie müssen Beschwerden in den Wechseljahren nicht einfach tatenlos hinnehmen. Vielleicht haben auch Sie noch nicht den Mut gefunden, zur Vorsorge zu gehen und sich beraten zu lassen. Vielleicht können die Geschichten beider Frauen Sie inspirieren und Sie lernen neue Wege kennen, um die Wechseljahre leichter zu überstehen. Finden Sie heraus, welche Hormontherapie für Sie in Frage kommt und informieren Sie sich über die unterschiedlichen Hormonbehandlungen, über unterschiedliche Darreichungsformen und vieles mehr. Die Hormonersatztherapie kann eine gute Alternative sein und Ihre Lebensqualität steigern. „Man fühlt sich wieder als richtige Frau“, bestätigt Christiane Ritte.

Geprüft von:
Dr. Helena Eversheim
[Medical Advisor]
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